Archiv für den Monat: Dezember 2015

Wissenschaftliches Arbeiten in der Bachelorarbeit

Im Zuge der Recherche für eine Bachelorarbeit liest man oft einen bestimmten Satz: „Die Bachelorarbeit ist die erste umfangreiche wissenschaftliche Arbeit im Studium“. Doch was bedeutet eigentlich wissenschaftlich arbeiten? Wikipedia liefert dazu eine griffige Definition: „Wissenschaftliches Arbeiten beschreibt ein methodisch-systematisches Vorgehen, bei dem die Ergebnisse der Arbeit für jeden objektiv nachvollziehbar oder wiederholbar sind. Das bedeutet, Quellen werden offengelegt (zitiert) und Experimente so beschrieben, dass sie reproduziert werden können.“

Demzufolge gibt es einige übergeordnete Fragestellungen, die Du Dir beim wissenschaftlichen arbeiten immer bewusst machen solltest: Was ist die Grundlage Deiner Schlussfolgerungen? Auf welche Fakten und Forschungsergebnisse anderer Wissenschaftler beziehst Du Dich? Wie entwickelst Du daraus Deine eigene Leistung? Um wissenschaftlich zu arbeiten, ist das Befolgen einer Methodik und einer genauen Planung extrem wichtig. Eine strukturierte Herangehensweise an die Bachelorarbeit erleichtert das Schreiben und hilft, ineffizientes Wiederholen von Arbeitsschritten zu vermeiden.

Methodik im wissenschaftlichen Arbeiten

Das Ziel einer Bachelorarbeit ist nicht nur ein thematisches Ergebnis. Für Deinen Betreuer von der Universität ist es von großer Bedeutung, dass Du eine geordnete Argumentationskette aufstellen kannst, die zu einer konkreten Schlussfolgerung führt. Um dies zu erreichen, kannst Du Dich an vier Punkten orientieren:

Problemstellung: Das Thema, welches Du für Deine Bachelorarbeit wählst, muss für eine wissenschaftliche Untersuchung geeignet sein. Gibt es genügend Literatur, auf die Du Dich beziehen kannst? Warum ist das Thema relevant? Ein komplett neues und kreatives Thema ist zwar von Aktualität geprägt, jedoch darfst Du nicht vergessen, dass Deine Arbeit auf einem aktuellen Forschungsstand aufsetzen sollte. Dieser kann theoretisch auch gering sein, und durch eigene Forschungen von Dir ausgebaut werden. Dennoch besteht hier die Gefahr, dass Du dabei zu wenig mit vertrauenswürdigen Quellen arbeitest, und demzufolge nicht wissenschaftlich. Für eine umfangreiche wissenschaftliche Analyse eines neuartigen Themas ist die Bachelorarbeit daher aufgrund des geringeren Umfangs nur begrenzt geeignet. Hebe Dir solche Themenstellungen am besten für die Masterarbeit oder Doktorarbeit auf.

Leitfrage: Was willst Du in der Bachelorarbeit herausfinden? Dies ist eine grundlegende Frage zu Beginn der Bachelorarbeit. Die Beantwortung dieser Frage und deren Begründung am Schluss der Bachelorarbeit sind essentiell für eine wissenschaftliche Arbeit. In dem Hauptteil führst Du den Leser durch strukturierte Argumentation zu Deiner Schlussfolgerung.

Aktueller Stand der Forschung: Wissenschaftlich arbeiten heißt, objektiv nachvollziehbar zu arbeiten. Dabei analysierst Du den aktuellen Literaturstand und Veröffentlichungen zu Deinem Thema. Welche Ergebnisse haben andere Forscher erzielt? Sind diese einheitlich, oder gibt es unterschiedliche wissenschaftliche Positionen zu Deinem Thema? Darauf aufbauend kannst Du Deine Ergebnisse darlegen und begründen.

4 häufige Fehler in einer wissenschaftlichen Arbeit

Fehlende Eigene Leistung

Ein häufiger Fehler ist, dass Studierende viele Zitate aneinanderreihen, ohne diese in einen eigenen Zusammenhang zu stellen. In einer wissenschaftlichen Bachelorarbeit muss das Thema analysiert werden, nicht bloß eine Wiedergabe der verfügbaren Stoffsammlung. Das bedeutet, dass Du die verwendeten Zitate kritisch bewertest und daraus eigene Thesen bewertest.

Verwendung nicht-wissenschaftlicher Literatur

In einer wissenschaftlichen Arbeit ist es selbstverständlich, auch wissenschaftliche Literatur zu benutzen. Das bedeutet, dass die Literatur von Experten vor der Veröffentlichung gegengelesen wurde, wie es in Fachbüchern, Journal oder Beiträgen in Fachzeitschriften der Fall ist. Artikel aus Tageszeitungen sind eher zu vermeiden. Wissenschaftliche Artikel findest Du besonders in lizenzierten Datenbanken. Der Vorteil hierbei ist, dass du in jedem Fall Zugang zu den aktuellsten wissenschaftlichen Veröffentlichungen hast.

Formale Fehler

Auch wissenschaftliche Literatur muss vorsichtig betrachtet werden, wenn Du eine Textpassage zitieren möchtest. Ist es die Meinung oder das Ergebnis des Autors? Oder bezieht er sich hier gerade selbst auf einen anderen Forscher? In jedem Fall ist die Originalquelle zu zitieren.

Außerdem bedeutet wissenschaftlich arbeiten auch, ein strukturiertes und fehlerfreies Literaturverzeichnis an die Arbeit anzuhängen. Ist dieses lückenhaft oder nicht einheitlich geordnet, kann es schnell zu Punktabzügen bei der Bewertung Deiner Bachelorarbeit kommen.

Sprachliche Schwächen

Wissenschaftlich arbeiten heißt nicht, „geschwollene“ Bindwurmsätze zu bilden. Die Fähigkeit, präzise zu formulieren und nachvollziehbar das auszudrücken, was Du sagen willst, ist ein wichtiges Bewertungskriterium Deiner Bachelorarbeit, wenn Du hier Probleme hast, solltest du darüber nachdenken, ein professionelles Lektorat für deine Bachelorarbeit zu nutzen oder dich frühzeitig an Freunde, Familie oder Kommilitonen wenden. Auch zu viel Fachvokabular kann in der Bachelorarbeit  störend wirken.  Verwendetes Fachvokabular oder Abkürzungen sind zudem auch vor der ersten Verwendung beim Schreiben des Textes zu erläutern. Außerdem sollten umgangssprachliche Ausdrücke natürlich vermieden werden. Das gilt sowohl bei wissenschaftlichen Arbeiten in der deutschen Sprache, als auch in Englisch.

Wo kann ich Literatur für die Bachelorarbeit nachschlagen?

In einem vorangegangen Artikel, haben wir uns mit der Frage beschäftigt, unter welchen Umständen es zielführend sein kann, über die Weihnachtstage an der Bachelorarbeit zu schreiben. Dabei besteht nun natürlich ein grundsätzliches Problem: Wo kann ich Literatur nachschlagen, wenn ich keinen direkten Zugang zu dem Uni-Netzwerk und der Bibliothek habe? Denn auch wenn die Literaturrecherche schon abgeschlossen ist, kann es immer wieder vorkommen, dass Du bestimmte Schlagwörter noch einmal von zu Hause oder deinem Arbeitsplatz nachschlagen musst.

Literatur online nachschlagen

Du kannst dich natürlich bei der externen Literaturrecherche und dem Nachschlagen von Fachliteratur von zu Hause auf öffentliche wissenschaftliche Suchmaschinen wie Google Scholar beschränken. Diese bieten durchaus einen großen Fundus an zutreffenden Artikeln, und wenn Du Glück hast, ist auch gerade das benötigte Kapitel eines Buches bei Google Books frei verfügbar. Auch der Download von Artikeln gestaltet sich über Google Scholar in der Regel schnell und einfach.

Es kann jedoch auch passieren, dass Du beim Nachschlagen der Literatur auf Datenbanken weitergeleitet wirst, die eine Uni-Lizenz benötigen, wie zum Beispiel das Datenbanksystem des Springer Verlags. Ist es möglich, sich trotzdem einzuloggen? Ja! Hierbei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, die Dir ermöglichen Dich anzumelden, um auch von einem externen Ort entsprechende Literatur wie eBooks nachzuschlagen und ohne Einschränkungen an der Bachelorarbeit zu schreiben.

Nachschlagen über eine VPN-Verbindung

Eine VPN-Verbindung ist sozusagen ein „Tunnel“, der den privaten Computer über die heimische Internet-Verbindung mit dem Intranet Deiner Universität verbindet. Dadurch kannst du alle Dienste der Universität auch von zu Hause nutzen. Das kann zum Beispiel für Maschinenbauer ein Konstruktionsprogramm wie Siemens NX sein wo die Campus-Lizenz durch die VPN-Verbindung auch an externe Orte „übertragen“ werden kann. Für Dich während des Schreibens der Bachelorarbeit ist es jedoch am wichtigsten zu wissen, dass Du somit auf alle Dienste Zugriff hast, die Du in der Uni-Bibliothek nutzen kannst. Dadurch kannst du auch von anderen Orten Journals und Literatur nachschlagen. Keine Sorge – das Einrichten einer VPN-Verbindung ist auch ohne Vorkenntnisse möglich, da Deine Universität in der Regel eine detaillierte Anleitung dafür bereitstellt. Die TU Berlin hat dies zum Beispiel unter diesem Link einfach verständlich und für alle gängigen Betriebssysteme erklärt, sodass es kein Hindernis mehr sein sollte, entsprechende Suchbegriffe auch von zu Hause aus nachzuschlagen.

Proxy: Nachschlagen ohne VPN-Verbindung

Eine ähnliche Möglichkeit für das Nachschlagen von Literatur bietet die Weiterleitung durch einen Proxy-Server. Die jeweiligen Universitäten bieten hierbei verschiedene Möglichkeiten an.

Von der TU München wird zum Beispiel eAccess für die TUM-Studenten angeboten, die Literatur „off-campus“ nachschlagen wollen. Der Vorteil im eAccess ist, dass Du keine Plug-Ins oder spezielle Einstellungen im Browser benötigst, damit Du bequem von zu Hause aus Aspekte für die Bachelorarbeit nachschlagen kannst. Ein einfacher Log-In mit der TUM-Kennung unter diesem Link reicht aus, um die Verbindung herzustellen. Wie funktioniert nun das Nachschlagen von eBook, Journals oder Datenbanken? Nach dem Log-In mit eAccess wird ein Cookie auf Deinem Computer abgelegt. Sobald Du auf eine lizenzierte Quelle stößt, wirst Du über einen Proxy weitergeleitet durch den du als Student der TUM erkannt wirst. Dies ermöglicht Dir die komplette Nutzung der Angebote der Universitätsbibliothek in dem gleichen Umfang, als würdest Du dich im Intranet der TU München befinden.

Warum online für die Bachelorarbeit nachschlagen?

Die Möglichkeit, von externen Arbeitsplätzen Literatur nachzuschlagen, bietet viele Vorteile – sei es über die Weihnachtstage von der Wohnung der Eltern oder an einem anderen externen Arbeitsplatz. Für die Motivation während des Schreibens der Bachelorarbeit kann es sehr hilfreich sein, in regelmäßigen Abständen den Schreibtisch zu wechseln. Dadurch können neue Impulse gesetzt werden und eventuelle Schreibblockaden gelöst werden. Viele Studenten verbringen sehr viel Zeit in der Universitätsbibliothek, um von dort die Bachelorarbeit zu schreiben, obwohl es dort oft unruhig ist und es viele Ablenkungsmöglichkeiten durch Kommilitonen gibt. Die gemeinsame Kaffeepause kann dann schnell auf mehrere Stunden ausgedehnt werden. Das ist auch gut so – das Gefühl, beim Schreiben der Bachelorarbeit nicht alleine zu sein und vielleicht sogar gemeinsam die Bachelorarbeit abzugeben, vergrößert die Motivation. Dennoch ist es wichtig, hier einen gesunden Mittelweg zu finden. Manchmal hilft es sehr, auch einmal aus dem eigenen Studentenzimmer zu schreiben. Manche Studenten fahren auch bewusst ein paar Tage zu ihren Eltern, um der Ablenkung durch die Freunde und Freizeit-Möglichkeiten der Uni-Stadt zu entfliehen. Probiere einfach aus, was für Dich in Deiner Situation am hilfreichsten ist.

Das Nachschlagen von Literatur für die Bachelorarbeit kannst Du in der Regel auch von externen Orten – nur für das Ausleihen von Büchern ist es nötig, Deine Universitätsbibliothek aufzusuchen. Informiere Dich auf der Homepage Deiner Uni-Bibliothek – dort findest Du die spezifischen Möglichkeiten und Anleitungen Deiner Universität, die Dir das Nachschlagen für die Bachelorarbeit von zu Hause ermöglichen.

Hilfe – Die Korrektur meiner Bachelorarbeit dauert viel zu lange!

„Ich warte jetzt schon seit mehreren Monaten auf die Note meiner Abschlussarbeit und weiß nicht, was ich tun soll.“ So oder ähnlich sehen viele Einträge in Internetforen von Studierenden aus. Oft besteht Zeitdruck nach der Abgabe der Abschlussarbeit. Möchtest Du Dich für ein Masterstudium im Ausland bewerben? Oder brauchst Du Dein Abschlusszeugnis für eine Jobbewerbung? Dann ist die Dauer der Korrektur sehr entscheidend. Wir möchten mit diesem Blog etwas Licht ins Dunkel bringen und die Korrekturphase der Bachelorarbeit näher erläutern.

Wie läuft die Korrektur ab?

Die Hauptarbeit der Korrektur liegt bei Deinem Betreuer der Bachelorarbeit. Deshalb ist die Wahl des Betreuers auch mitentscheidend für den Erfolg Deiner Arbeit. Weißt Du schon bei Beginn deiner Bachelorarbeit, dass Du einen engen Zeitplan hast und die Note möglichst schnell benötigst? Dann sprich am besten frühzeitig über die Dauer der Korrektur mit Deinem Betreuer. Oft kannst Du da ein gewisses Entgegenkommen des Betreuers erreichen.

Bei der Korrektur prüft der Betreuer inhaltliche und formale Bewertungskriterien und die Authentizität und Originalität der Ideen. Da er sich in der Regel gut in dem Thema und der Literatur auskennt, werden Literaturverweise und Zitate oft nur stichpunktartig nachgeprüft. Von vielen Studierenden wird angenommen, dass anhand der Fußnoten und Verweise überprüft wird, ob die Bachelorarbeit ein Plagiat ist. Dazu ist der Betreuer jedoch nicht verpflichtet. Die Verantwortung dafür liegt bei Dir selbst, welche Du mit der Eidesstattlichen Erklärung am Schluss der Bachelorarbeit verschriftlichst. Die Dauer der Korrektur wird also meistens nicht von Plagiatsüberprüfungen des Betreuers beeinflusst.

Nachdem der Betreuer die Bewertungskriterien überprüft hat, und Kohärenz und Argumentationskette der Bachelorarbeit beurteilt hat, macht er einen Benotungsvorschlag für den Professor des Lehrstuhls, der in der Regel der Zweitgutachter ist. Dieser macht in der Regel jedoch keine detaillierte Korrektur der gesamten Bachelorarbeit mehr, sondern schätzt ein, ob er der Benotung des Betreuers in den wichtigsten Punkten zustimmen kann. Wie lange die Korrektur dauert, hängt also auch davon ab, ob der Professor diese Arbeiten schnell begutachtet.

Wie lange darf die Korrektur dauern?

Nicht nur die Bearbeitungsdauer der Bachelorarbeit ist der Prüfungsordnung Deines Studiengangs festgeschrieben, auch die maximale Korrekturzeit ist dort zu finden. In der Prüfungsordnung der Fernuni-Hagen lässt sich zum Beispiel finden: „Die Note der Masterarbeit soll der/dem Studierenden spätestens acht Wochen nach der Abgabe mitgeteilt werden“ (§16, 2). Dabei ist jedoch zu beachten, dass dort nicht muss oder ist mitzuteilen steht. Deshalb lässt sich dies so bewerten, dass der normalerweise Lehrstuhl nach 8 Wochen die Bachelorarbeit fertig korrigiert haben sollte – Bei ausreichender Begründung des Betreuers kann diese Frist aber auch überschritten werden.

Nichtsdestotrotz bietet diese Frist einen guten Anhaltspunkt. Hast Du bis dahin noch keine Rückmeldung erhalten, empfiehlt es sich, einmal am Lehrstuhl nachzufragen. Das hilft oft, die Dauer der Korrektur ein bisschen zu beschleunigen – insbesondere wenn Du Deine Nachfrage begründest, indem du beispielsweise die Bewerbungsfrist eines weiterführenden Studiengangs anführst.

Nachdem Deine Arbeit korrigiert wurde und die Note feststeht, dauert es zudem noch oft 2-4 Wochen, bis die Note vom Prüfungsamt übernommen wurde. Hier ist deshalb auch ein Stück weit Geduld gefragt. Dennoch dürfte solche eine Korrektur nicht 6-8 Monate dauern, was Studierenden oftmals wiederfährt. Lass Dir diese Dauer vom Lehrstuhl gut begründen und frage im Zweifelsfall auch mehrmals nach. Manchmal kann es auch daran liegen, dass der Professor ein ausführliches Gutachten schreiben will und sich dadurch der Noteneintrag zeitlich verschiebt.

Das Gutachten

Für jede Prüfungsleistung in einer Universität muss es eine gewisse Begründung für die Bewertung des Studierenden geben. Während es bei Klausuren einfacher ist, da dort spezifische Fragen nach richtig oder falsch beurteilt werden können, ist es bei einer Bachelorarbeit eine umfangreichere Aufgabe für den Korrekter. Dieses Gutachten bekommst Du auch nur zu sehen, wenn Du Deine Note anfechten möchtest, da es Studierenden in der Regel sonst nicht zugänglich ist.

Ein Gutachten für eine Bachelorarbeit kann in verschiedenen Stilen erfolgen. In der Regel gibt es einen mehrseitigen Bewertungsbogen des Lehrstuhl, in den der Betreuer seine Einschätzungen zu den Bewertungspunkten auf qualitativen Skalen eintragen kann. Daraus berechnet sich dann die Gesamtnote. Eine andere Weise, ein Gutachten zu erstellen, ist ein Fließtext bzw. ein Textgutachten. Dabei formuliert der Erstgutachter einen freien Text, in dem er positive und negative Beurteilungen in der Bachelorarbeit zusammenfasst und mit einer freien Gewichtung die Gesamtnote bildet. Wird solch ein Gutachten für Dich erstellt, ist die Dauer der Korrektur deiner Abschlussarbeit in der Regel etwas länger.

Kann ich die Korrektur und das Gutachten anfechten?

Die Korrektur anzufechten ist möglich, aber der Erfolg ist in der Regel eher fraglich. Durch das Gutachten ist die Note konkret begründet, und die persönliche Gewichtung der Bewertungskriterien in dem Gutachten ist nur schwierig durch eine Anfechtung zu ändern. Auf jeden Fall solltest Du in so einem Fall das Gespräch mit Deinem Professor und/oder Betreuer suchen, und Dir die Gründe einmal persönlich darlegen lassen.

Der letzte Schritt: Die Bachelorarbeit drucken

Obgleich der Tintenstrahl-Drucker zu Hause sicherlich auch ein zuverlässiger Partner ist, so greifen viele Studierende für ihre Bachelorarbeit doch darauf zurück, einen professionellen Copy-Shop aufzusuchen. An jeder Universität bzw. Hochschule gibt es mindestens einen “lokalen” Copy-Shop, der von Studierenden für das Ausdrucken von Skripten, Hausarbeiten, Vorlesungsfolien und ähnlichem genutzt wird. Wir wollen für Euch in diesem Blog-Post die drei konventionellen Methoden des Druckens der Bachelorarbeit vergleichen: der heimische Drucker, der lokale Copy-Shop, die Online-Druckerei.

Drucken der Bachelorarbeit: der heimischer heimische (Tintenstrahl-)Drucker

Die klassische Variante zum Drucken der Bachelorarbeit ist definitiv das Benutzen des eigenen Druckers. Dieser hat sich schon während des Studiums zum Drucken sämtlicher Dokumente geeignet und war stets ein treuer Gefährte. Das Drucken der Bachelorarbeit wird mit dem eigenen Drucker auch mehr oder weniger problemfrei funktionieren. Aber es gibt natürlich Nachteile, denn auch wenn der Inhalt der Bachelorarbeit im Vordergrund steht, so sollte das Manuskript dann doch eine gewisse Professionalität ausstrahlen. Wenn Du ein hochwertigeres Papier bei Deinem eigenen Drucker benutzt, kann es sein, dass die Druckqualität leidet bzw. Dein Drucker nicht auf diese Papiersträrke ausgelegt ist.

Der große Vorteil des Druckens der Bachelorarbeit am heimischen Drucker sind natürlich die Kosten. Ein normales 500-Blatt-Paket Papier kostet nicht mehr als 5€, folglich lässt sich die gesamte Bachelorarbeit bei maximal 200 gedruckten Seiten für sporadische 2€ drucken. Die Kosten im Copy-Shopt sind auf jeden Fall höher. Dennoch gilt es die Druckqualität im Auge zu behalten. Letztlich ist es eine individuelle Entscheidung: Wenn Du mit der Druckqualität Deines eigenen Druckers nicht zufrieden bist, wähle eine andere Möglichkeit. Ansonsten ist das Ausdrucken zu Hause durchaus valide und spart signifikant Kosten.

Der lokale Uni-Copy-Shop zum Drucken der Bachelorarbeit

Was die Druckqualität angeht ist der Copy-Shop an Deiner Universität natürlich um einiges besser als herrkömmliche Drucker. Allein durch die Tatsache, dass verschiedene Papierstärken verarbeitet werden können und auch hochwertige Farbdrucke durchgeführt werden können (relevant für Anhänge, Grafiken etc.) hast Du auf jeden Fall mehr Flexibilität. Sobald Deine Bachelorarbeit also nicht nur aus Text besteht, sondern auch Anhänge, Grafiken, Schaubilder oder ähnliches enthält, sieht ein Farbdruck natürlich deutlich professioneller aus. In solchen Fällen eignet sich dann der Gang zum universitären Copy-Shop. Oftmas gibt es jedoch unter den verschiedenen Copy-Shops signifikante Unterschiede. Wenn Du nicht bereits Stammkunde in einem bestimmten Copy-Shop bist, solltest Du Dich vorher bei Deinen Kommilitonen erkundigen, welches Geschäft sie empfehlen können.

Ein wichtiger Faktor, der bei der Wahl für das Geschäft zum Ausdrucken Deiner Bachelorarbeit auch eine Rolle spielen sollte sind die Kosten. Meistens sind die Druckkosten pro Blatt in den jeweiligen Copy Shops sehr ähnlich (ansonsten hätte ein Copy Shop einen signifikanten Wettbewerbsvorteil, so dass es wahrscheinlich ist, dass das Preisniveau stets sehr ähnlich ist), aber wenn es darum geht, die Bachelorarbeit auch binden zu lassen, so tun sich oft große Preisunterschiede auf. Insbesondere wenn Du keine Ringbindung wählst, sondern eine komplexere, hochwertige Bindung präferierst. Hier solltest Du Dich auf jeden Fall informieren, sodass Du nicht am Ende für die Bindung einen überteuerten Preis zahlen musst.

Die Online-Druckerei als Möglichkeit zum Drucken der Bachelorarbeit

Mittlerweile gibt es auch viele Alternativen, seine Bachelorarbeit online drucken und binden zu lassen. Dies hat den Vorteil, dass es oftmals preisgünstiger ist als im lokalen Copy-Shop. Allerdings ist es schwierig einzuschätzen, welche Qualität die Online-Druckereien liefern. Wenn man bei Google nach “Bachelorarbeit drucken” sucht erhält man eine Vielzahl von Angeboten und mehr oder weniger professionell aussehenden Webseiten. Hier eine richtige Auswahl zu treffen, ist sehr schwierig. Zwar gibt es natürlich diverse Bewertungssysteme, aber auch hier ist die Zuverlässigkeit dieser schwierig einzuschätzen.

Es empfiehlt sich in jedem Fall, die Angebote sorgfältig zu prüfen. Denn im Gegensatz zum Uni-Copy-Shop, wo Du im Zweifelsfall eine direkte Beschwerde bei unzureichender Druckqualität einreichen kannst und sofort im Anschluss eine neue Version gedruckt bekommst, verzögert sich dieser Prozess bei Online-Druckereien natürlich. Dies kann natürlich ein Faktor sein, insbesondere wenn die Deadline für Deine Bachelorarbeit schon vor der Tür steht.

Wir hoffen, dass wir die Vor- und Nachteile der einzelnen Optionen umfassend dargelegt haben, sodass ihr entscheiden könnt, welche Möglichkeit in Eurer Situation die beste ist.

 

 

Ist das Bachelor-Studium zu einfach?

Wenn man die Bachelorarbeit abgeschlossen, die letzten Prüfungen abgelegt und das Studium im Prinzip erfolgreich beendet hat, fragt man sich nicht selten: Was habe ich jetzt eigentlich genau gelernt? Welche Kenntnisse habe ich jetzt, die ich vorher nicht hatte? Wenn Du kein Tagebuch geschrieben hast, so ist es sehr schwierig nachzuvollziehen, welche Perspektiven und Eindrücke Du am Anfang des Studiums hattest und wie sich diese im Laufe der drei Jahre im Bachelor-Studium verschoben haben. Das ist ganz natürlich. Deshalb darfst Du bei der Analyse, was genau Du im Bachelor-Studium gelernt hast auch nicht zu hart mit Dir sein. Denn viele Erinnerungen bezüglich Deines vorherigen Wissensstands sind verschwommen. Nichtsdestotrotz wollen wir in diesem Blog-Artikel der Frage nachgehen: Ist das Bachelor-Studium zu einfach?

Das Bachelor-Studium ist nicht zu einfach, aber falsch strukturiert

Grundsätzlich ist das Studium natürlich so konzipiert, dass das Basiswissen im jeweiligen Fachbereich in den ersten Semester vermittelt wird. Deshalb gibt es auch einige Vorlesungen, die als Pflichtveranstaltungen deklariert sind. Diese Grundlage wird vom jedem Studenten des Fachs erwartet und ist essentiell, um spätere Kurse und Lehrveranstaltungen zu verstehen. Wenn bei der eigenen Reflektion das Gefühl aufkommt, dass nicht wirklich neues Wissen gewonnen wurde, so hat dies zu einem Großteil auch damit zu tun, dass viele Studierende gleichzeitig unterrichtet werden müssen. Es handelt sich also primär um Frontalveranstaltungen. Lehrbücher müssen gewälzt werden, bestimmte Formeln oder Theoreme auswendig gelernt werden. Das zielgerichtete Lernen auf die Prüfungen hat auch die Folge, dass während des Semesters der jeweilige Stoff nicht wiederholt wird.

Somit hast Du zwar das nötige Wissen für die Prüfung, aber bist eben nicht gefordert, zwischendurch Deine Wissensbasis zu festigen. In einigen Studiengängen mag dies anders sein, wo durch Zwischenprüfungen dazubeigetragen wird, dass die Motivation zur Wissensverfestigung regelmäßig gegeben ist. Kleinere Lerngruppen mit direkter Betreuung durch wissenschaftliche Mitarbeiter mit einer regelmäßigen Lernkontrolle würden sicherlich die Lernerfahrung steigern. Gleichzeitig ist dies in vielen Uni-Budgets einfach nicht möglich. Das Bachelor-Studium ist letztlich lediglich darauf ausgelegt, Wissen zu vermitteln und zugänglich zu machen. Für die Wissensaufnahme ist der Studierende selbst verantwortlich. Die Umgebung dafür könnte sicherlich besser sein. Allerdings hilft es auch nicht, sich zu beschweren. Das Studium ist vielleicht falsch strukturiert für die optimale Vermittlung des Wissens, aber moderne Technologien ermöglichen es mittlerweile, zusätzliches und ergänzendes Wissen flexibel zu akquirieren. In dieser Kombination können die Schwächen des deutschen Hochschulsystems dann doch behoben werden.

Ja, zu einfach. Aber das ist super: Nimm Dir Freiräume außerhalb des Lehrplans für Dinge, die Dich interessieren

Ob Du persönlich das Studium als zu einfach wahrnimmst, ist natürlich auch immer Deine persönliche Einschätzung und hängt ganz von Deinen vorherigen Qualifikationen bzw. Talenten ab. Grundsätzlich ist es aber wohl so, dass jeder, der auch das Abitur geschafft hat, ein Bachelor-Studium bewältigen kann. Für die Studierenden, denen das “Auswendiglernen” etwas einfacher fällt, wird das Studium sowieso nur wenig Herausforderungen bereit halten. Dies führt dazu, dass im Rückblick das Gefühl entsteht, keine wertvollen Fähigkeiten erworben zu haben. Letztlich ist es aber so, dass die Freiräume, die im Rahmen des normalen Lehrplans entstehen natürlich gezielt ausgenutzt werden können. Und dies ist ein großer Vorteil.

Früher – als die meisten Studiengänge noch als Diplom-Studiengänge organisiert waren – war es eben genau diese Freiheit, die von vielen Seiten sehr geschätzt wurde. Studierende konnten die freie Zeit nutzen, um verschiedene Tätigkeiten auszuüben, die sie entweder fachlich oder persönlich nach Vorne gebracht haben. Hobbies können sinnvoll ausgeübt werden, die Teilnahme an Hochschulgruppen wird ermöglicht – es gibt eine Vielzahl von vernünftigen Aktivitäten, die sonst, in einem durchgetakteten Studium oft zu kurz kommen. Deswegen sollten Studierende, denen das Studium eher einfach fällt, auch genau hier ihre Chance ergreifen. Teilnahme an extracurriculären Events, die Weiterbildung in MOOCs, das Engagement als Tutor – egal ob fachlich relevant oder nicht, es sind genau diese Tätigkeiten die beim Formieren des eigenen Charakters eine große Rolle spielen. Deswegen sollte man diesen auch ausreichend Raum einräumen, ohne die verpflichtenden Veranstaltungen des Studiums zu vernachlässigen.

Nicht zu einfach, aber die erlernten Fähigkeiten sind nicht die, die Du denkst

Wenn Du im Allgemeinen über Dein Studium reflektierst, vergleichst Du Dich auch immer automatisch mit herausragenden Persönlichkeiten in Deinem Fachgebiet. Du siehst beispielsweise, welche Kenntnisse der wissenschaftliche Mitarbeiter an Deinem Lehrstuhl hat. Oder kennst Kommilitonen im Master-Studium, die Dir Lichtjahre voraus scheinen. In diesen Fällen kannst Du beruhigt sein: Es ist nicht so schlimm wie Du denkst. Natürlich werden im Studium Wissen und Fähigkeiten vermittelt, aber solange Du ein gesundes Interesse für die verschiedenen Thematiken mitbringst, kannst Du Dir viele Sachen auch noch aneignen. Das Studium an sich ist somit gar nicht wirklich Indikator für Fachkenntnis, sondern vielmehr eine Bestätigung dafür, dass Du in der Lage bist, Aufgaben zu verstehen und und zeitnah zu lösen. Diese Fähigkeit lässt sich auf verschiedene Branchen einfach übertragen. Nur deshalb kannst Du beispielsweise in einer Management-Beratung auch oftmals einsteigen, ohne BWL-Kenntnisse zu haben.

Sicherlich ist diese Erkenntnis nicht zu 100% auf ingenieurwissenschaftliche Tätigkeiten zu übertragen. Aber mit einem gesunden Level an Neugier und Begeisterung lassen sich viele notwendige neue Fähigkeiten schnell erlernen. Das Studium hilft ungemein dabei, sich selbst zu strukturieren und Aufgaben in einer definierten Zeit zu bearbeiten. Darüber hinaus werden natürlich auch fachliche Konzepte vermittelt, aber diese können – ohne das Studium konkret abzuwerten – auch später aufgefrischt werden. Deshalb: Auch wenn es so wirken mag, dass im Studium keine konkreten Fähigkeiten vermittelt werden, so ist dies nicht korrekt. Es sind nur ganz andere Fähigkeiten, als Du vielleicht vermutet hättest.

Und so kann man zu dem Schluss kommen: Das Studium ist sicherlich nicht zu einfach, sondern bietet eine gute Basis für die Entwicklung eigener Interessen im Fachgebiet. Dabei sollte man existierende Freiräume nutzen und sich weiterzubilden, aber dies stets aus einer holistischen Perspektive. Die Studienjahre sind ja schließlich – Vorsicht: Phrasenschwein – die besten Jahre des Lebens.

Die Abgabe der Bachelorarbeit – eine Checkliste

Die Bachelorarbeit. Der mehr oder weniger glorreiche Abschluss des Studiums. Sechs Wochen (oder mehr) harte Arbeit an einem Thema. Durchlesen unzähliger wissenschaftlicher Artikel. Strukturieren der eigenen Gedanken. Formulieren, formulieren, formulieren. Durchführen von Experimenten. Führen von Interviews, protokollieren und strukturieren. All dies nähert sich Stück für Stück dem Ende zu und mündet in einem epochalen (zumindest aus Deiner Perspektiver) Schriftstück.

Bevor Dir aber der große Stein vom Herzen fällt und Du Deine Bachelorarbeit abgibst, solltest Du einige Punkte auf jeden Fall beachten. Zu viel Arbeit ist in die Bachelorarbeit geflossen, als dass Du Dir auf den Zielgeraden Nachlässigkeiten erlauben solltest. Wir haben für Dich eine Checkliste erstellt, mit der Du kurz vor der Abgabe der Bachelorarbeit noch einmal sichergehen kannst, dass Du an alles gedacht hast.

Checkliste Bachelorarbeit Punkt 1: Formale Kritieren überprüfen

In einem ersten Schritt solltest Du noch einmal detailliert alle formalen Kriterien der Bachelorarbeit durchgehen. Meistens bekommst Du bei der Anmeldung der Bachelorarbeit oder von Deinem Betreuer ein Übersichtsblatt, auf der die wichtigsten Kriterien festgehalten sind: Schriftgröße, Zeilenabstand, Seitenrand und ähnliches sind meistens sehr klar definiert.

Checkliste Bachelorarbeit Punkt 2: Kohärenz der Arbeit

Was ist hiermit gemeint? Im Schreibprozess der Bachelorarbeit hast Du sicherlich oftmals Textbausteine hin und her geschoben. Kapitel umbenannt und die Anordnung umstrukturiert. Da kann es leicht passieren, dass bestimmte Kapitel noch die falsche Nummerierung haben. Gehe also alle Kapitel sorgfältig durch und schaue, ob die Nummerierung soweit passt. Wenn Du das Inhaltsverzeichnis automatisch erstellst, aktualisiere ein letztes Mal und schaue nochmals, ob auch dort die Nummerierungen auf den verschiedenen Ebenen Sinn machen. Gleiches Vorgehen solltest Du für das Abbildungsverzeichnis machen. Auch hier müssen die Beschriftungen stimmen, damit Deine Bachelorarbeit ein kohärentes Bild abgibt.

Checkliste Bachelorarbeit Punkt 3: Angaben auf dem Deckblatt

Als nächstes solltest Du alle Angaben auf dem Deckblatt nocheinmal überprüfen. Ist der Name Deines Betreuers richtig geschrieben? Stimmt Deine Matrikelnummer? Ist der Lehrstuhl korrekt bezeichnet? Das mag alles recht trivial klingen. Aber der erste Eindruck, den Du offensichtlich mit dem Deckblatt Deiner Bachelorarbeit setzt ist kritisch und deshalb lohnt es sich noch einmal fünf Minuten zur Überprüfung der Vollständigkeit und Richtigkeit aller Angaben zu investieren.

Checkliste Bachelorarbeit Punkt 4: Zitierstil

Eine recht aufwendige, aber notwendige Maßnahme ist es, noch einmal die Kohärenz des Zitierstils zu überprüfen. Wurde wirklich durchgehend die gleiche Zitierweise benutzt? Sind alle Nachweise im Literaturverzeichnis vollständig, einheitlich und korrekt? Oft ist man dazu verleitet, solche “Kleinigkeiten” in den letzten Zügen der Bachelorarbeit zu ignorieren beziehungsweise aus Bequemlichkeit zu überfliegen. Dies empfiehlt sich jedoch nicht. Ganz im Gegenteil: Ein besonders sorgfältiger Check des Zitierstils lohnt sich mehr als gedacht. “Die wissenschaftliche Arbeit spielt sich in der Fußnote ab”, sagt man auch oft. Deshalb ist das korrekte Zitieren das Rückgrat der Wissenschaft und somit für eine gute Bewertung essentiell.

Checkliste Bachelorarbeit Punkt 5: Abgabeformate & Abgabeort

Weiterhin solltest Du in einer letzten “Check-Runde” überprüfen in welchen Formaten Du die Bachelorarbeit abgeben musst. Reicht es, ein oder zwei gedruckte Exemplare am Lehrstuhl abzugeben? Muss auch eine elektronische Version erstellt und hochgeladen werden und welche Besonderheiten gibt es hierbei? Muss eine pdf-Version per E-Mail versandt werden? Universitäten und Hochschule haben hier unterschiedliche Vorgaben. Diese solltest Du folglich konsultieren und die korrekten Abgabeformate vorbereiten.

Checkliste Bachelorarbeit Punkt 6: Party planen 🙂

Wenn Du alle Punkte nach gutem Gewissen überprüft hast, die Bachelorarbeit zum Drucken gebracht hast und lediglich noch einreichen musst, sollte danach natürlich ausreichend gefeiert werden. Schließlich hast Du es Dir verdient. Eine gute Party will natürlich geplant sein: Also: Lade Deine Freunde ruhig schon vorzeitig ein, damit einem krönenden (vorläufigen) Abschluss Deiner akademischen Karriere nichts im Wege steht.

Literaturrecherche für die Bachelorarbeit

Mit der Literaturrecherche steht und fällt ein großer Teil der Bachelorarbeit. Einige Tipps & Tricks für eine erfolgversprechende Literaturrecherche möchten wir Dir in diesem Artikel vorstellen.

Gute und detaillierte Planung des Textes anhand von gelesener Literatur ist der Grundbaustein einer guten Abschlussarbeit und die beste Versicherung gegen das Durchfallen bei einem Plagiatcheck.  Ein erster Überblick über die Literatur hilft Dir, die Arbeit zu Beginn zu gliedern und zu strukturieren. Über Literatur kannst Du Dir enormes Wissen zu Deinem Thema aneignen, welches Du für die Entwicklung eigener Argumente und Lösungen benötigst – aufbauend auf bereits bekannten Erkenntnissen.

Viele Themen einer Bachelorarbeit sind interdisziplinär und haben sowohl Hintergründe in der Betriebswirtschaft, in Ingenieurswissenschaften, oder auch in gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen. Deshalb ist essentiell für die Literaturrecherche, dass Du Dir aus vielen verschiedenen Quellen die Literatur suchst. Damit die Literaturrecherche strukturiert abläuft, kannst Du Dich an einfache Vorgehensmuster halten.

 

Das Vorgehen in der Literaturrecherche – Vom Allgemeinen ins Spezielle

Das Ziel einer anfänglichen Literaturrecherche kurz nach der Themenwahl ist es, erste Fragestellungen und die Grobgliederung der Bachelorarbeit zu entwickeln. Vielen Studierenden stellt sich dann die gleiche Frage: „Wo fange ich an? In der großen Uni-Bibliothek, den Internetdatenbanken und den Fachzeitschriften verliere ich den Überblick.“ Im ersten Schritt kannst Du hierbei Deinen Betreuer fragen. Auch er hat sich in der Vergangenheit in dieses oder ein verwandtes Thema eingearbeitet und kann Dir als Experte in der Regel Standardliteratur empfehlen, die einen Überblick verschafft. Diese Literatur kann oft schon als große Hilfestellung ausreichen, um die eigene Grobgliederung aufzustellen.

Ausgehend von der Standardliteratur, oft in Form von Büchern, kannst Du nun tiefer in das Thema eindringen. Dabei bietet es sich an, die Literaturlisten der bereits gelesenen Literatur zu analysieren und zu durchforsten. Anschließend kannst Du in Fachzeitschriften und Aufsätzen – oft auf Englisch – die aktuellsten Entwicklungen recherchieren. Paper in Online-Datenbanken bieten zumeist den aktuellsten Stand der Forschung. Um hier aber gezielt suchen zu können und nicht in der Masse verloren zu gehen, solltest Du aber mit der Standardliteratur beginnen. Durch diesen Ansatz – vom Allgemeinen ins Spezielle – bekommt Deine Literaturrecherche eine effiziente Struktur. So vermeidest Du es, nach dem Schneeballsystem ‚einfach drauf los‘ zu suchen und viele überflüssige Dinge zu lesen.

Tipps & Tricks für die Literaturrecherche

Die Literaturrecherche ist der Grundstock Deiner Bachelorarbeit. Am besten solltest Du zwischen 2-3 Wochen in deinem Zeitmanagement für die Literaturrecherche einplanen. Damit Du diese Zeit effektiv nutzt und nicht im späteren Verlauf Deiner Schreibphase noch einmal in die Phase der Literaturrecherche zurückspringen musst, gibt es einige Tipp & Tricks, die während der Recherche helfen.

Schlagworte bilden: Wenn Dein Thema feststeht, überlege Dir Schlüsselbegriffe/Schlagwörter, die für das Thema relevant sind. Bilde Ober- und Unterbegriffe und Synonyme, mit denen Du die Literatur und insbesondere die Online-Datenbanken durchsuchen kannst.

Skim-Reading: Insbesondere in umfangreichen Büchern ist es ratsam, erst einmal einen genauen und kritischen Blick in das Inhaltsverzeichnis zu werfen, und nur die Kapitel zu lesen, die für die eigene Fragestellung relevant sind. Und auch hier muss nicht beim ersten Lesen jedes Wort verstanden werden. Versuche, erst einen Überblick über die Hauptaussagen zu bekommen, indem Du den Text nach Schlüsselwörtern scanst, und nur diese Abschnitte genau durchliest.

Mit System zusammenfassen: Mit einer systematischen Literaturrecherche vermeidest du Chaos und kannst Dir die Hauptaussagen verschiedener Texte besser ins Gedächtnis rufen. Auch beim ersten Skim-Reading sind Stichpunkte empfehlenswert. So kannst Du wichtige Textpassagen wieder passend zuordnen.

Literaturverwaltungsprogramme nutzen: Damit kannst Du Deine gelesene Literatur schnell und einfach ordnen, und gemachte Stichpunkte gehen nicht verloren.

Kopien machen: Das ist insbesondere wichtig, wenn das Fristende von der Ausleihe Deiner Literatur noch in Deine Schreibphase fällt. Es wird immer wieder vorkommen, dass Du trotz Notizen noch einmal kurz in die Literatur schauen musst. Stichpunkte, die nicht mehr zugeordnet werden können, sind deshalb nicht sinnvoll. Kopien während der Literaturrecherche steuern dagegen.

Auf Erscheinungsdatum achten: Aktuelle Literatur ist in der Regel besser. Wenn es zu Deinem Thema eine große Auswahl an Literatur gibt, suche dir diejenige Literatur mit dem neuesten Erscheinungsdatum aus.

Zeitmanagement in der Literaturrecherche

Eine zeitliche Begrenzung der Literaturrecherche ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Zeitmanagements bei der Bachelorarbeit. Dieser Meilenstein sollte auf jeden Fall nach 2-3 Wochen eingehalten werden, um strukturiert in die Schreibphase starten zu können. Natürlich kann es vorkommen, dass Du wieder in der Literatur nachschlagen musst, wenn eventuell vom Betreuer noch neuer Input gefordert wird. Hier solltest Du aber nicht mehr

ganz von vorne anfangen müssen. Eine geordnete Literaturrecherche zu Beginn der Bearbeitungsphase der Bachelorarbeit hilft Dir, während des Nachschlagens auf diese Literatursammlung zurückzugreifen und immer den Überblick zu behalten. Außerdem ist es wichtig, im Zeitmanagement etwaigen Verzug durch Fernleihe einzuplanen, und wenn möglich, diese Literatur so schnell wie möglich zu bestellen. Wenn Du dir entliehene Literatur sofort in der Bibliothek wieder vormerkst, vergrößert es außerdem die Chance, dass Du die entsprechenden Bücher nicht nur während der Literaturrecherche, sondern auch beim Schreibprozess noch zur Verfügung zu haben.
Es gilt: In der Literaturrecherche kann viel Zeit durch überflüssige Doppelbearbeitungen oder unstrukturiertes Lesen verloren werden. Mit diesen Tipps & Tricks hoffen wir, Dir Ideen zu geben, um dies zu ersparen und mit weniger Stress deine Bachelorarbeit zu absolvieren.

Do´s and Dont´s im Fazit der Bachelorarbeit

Endlich ist der Hauptteil der Bachelorarbeit abgeschlossen. Der Stand der Forschung wurde im langwierigen Prozess unter den strengen Augen des Betreuers immer ausführlicher und detaillierter dargestellt, die eigenen empirischen Forschungen ausgewertet und die Ergebnisse schließlich niedergeschrieben. „Damit ist die Bachelorarbeit ja quasi abgeschlossen – Das Fazit schreibt sich ja von alleine und ist nicht mehr so wichtig“ ist die Meinung vieler Studierender. Falsch! Das Fazit wird beim Schreiben der Bachelorarbeit oft unterschätzt und zu wenig Zeit dafür eingeplant. Mit diesem Blogeintrag wollen wir Euch zeigen, warum das Fazit ein wichtiger Bestandteil einer Bachelorarbeit ist.

Wozu dient das Fazit?

Das Fazit ist nicht nur der letzte Eindruck, der dem Leser oder dem Betreuer von Deiner Bachelorarbeit bleibt, sondern dient insbesondere als Abrundung des Themas. Alle Fragestellungen, die in der Einleitung erarbeitet worden sind, müssen im Fazit mit den wichtigsten Aspekten beantwortet und bewertet werden. Am besten hältst Du Dich im Fazit an die Reihenfolge der Fragestellungen in der Einleitung. Dadurch wirkt die Bachelorarbeit in sich geschlossen und der stringente Aufbau wird hervorgehoben. Wenn Du deine Bachelorarbeit im Unternehmen schreibst, ist oft neben dem Betreuer auch der Chef an den Ergebnissen deiner Forschung interessiert. Da aber aus Zeitgründen ein schneller Überblick gebraucht wird, werden in der Regel nur die Einleitung und das Fazit gelesen. Wenn die im Fazit dargestellt Ergebnisse vielversprechend sind, wird auch in den Hauptteil ein genauer Blick geworfen.

 

In dem Schlussteil werden verschiedene Kernkompetenzen des Studierenden deutlich. Mit einem guten Fazit zeigst Du, dass du die Ergebnisse nicht nur priorisiert zusammenfassen kannst, sondern auch eine zielbringende Interpretation der Ergebnisse leisten kannst.

Zusammenfassung der Ergebnisse

In einem Fazit geht es nicht um eine bloße Wiederholung der Ergebnisse aus dem Hauptteil. Vielmehr ist es hier wichtig, dass Du in der Lage bist, die wichtigsten Punkte herauszuarbeiten und von unwichtigeren Aspekten abzugrenzen. Ziel des Fazits ist es, die Quintessenzen der Abschlussarbeit zusammenfassend darzustellen.

 

Als Hilfestellung können die Fragestellungen aus der Einleitung dienen. Die Beantwortung dieser Fragen erleichtert es, sich auf die Zusammenfassung der Hauptaussagen der Arbeit zu konzentrieren. Außerdem kannst Du dich beim Schreiben des Fazits an Fragen entlangbewegen wie: Welchen Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung habe ich mit meiner Arbeit geleistet? Welche Studien konnte ich bestätigen oder widerlegen? Was ist das Kernergebnis, und was sind nur Teilergebnisse, die darauf hinführen? Wenn Du Dir diese Fragestellungen ins Bewusstsein rufst, stellst du sicher, dass Du Dich auf die wichtigsten Ergebnisse und Aussagen Deiner Abschlussarbeit beschränkst und keine neuen oder nebensächlichen Punkte im Fazit aufbringst.

Interpretation der Ergebnisse

Das Schreiben des Fazits ist keine leichte Aufgabe, da sich hierbei schnell zeigt, wie gut Du dich im Thema auskennst. Kannst Du Deine Ergebnisse in einen größeren Zusammenhang bringen und die richtigen Schlussfolgerungen ziehen? In einem Fazit solltest Du die Forschungsleistung herausarbeiten, die Du mit Deiner Bachelorarbeit vollbracht hast. Natürlich ist der Umfang einer Bachelorarbeit beschränkt, sodass nur ein Teil eines Forschungsthemas betrachtet werden kann.

 

Eine konkrete Fragestellung hilft deshalb, das Thema einzugrenzen und die Bachelorarbeit nicht ausufern zu lassen – lässt jedoch Raum für weitere Untersuchungen. Die Interpretation der Ergebnisse im Fazit umfasst deshalb auch einen Ausblick auf weiterführende Forschungen. Haben Deine Forschungsergebnisse neue Fragestellungen aufgeworfen, die untersucht werden sollten? Welche aktuellen Forschungslücken bestehen? Hier darfst Du auch durchaus kritisch auf den bisherigen Stand der Forschung blicken, da eine eigene Meinung ein wichtiger Bewertungsfaktor der Bachelorarbeit ist. Dementsprechend solltest Du auch Zitate im Fazit vermeiden, da Du hier Deine eigenen Forschungsergebnisse präsentierst und persönlich bewertest.

Welche Länge soll das Fazit haben?

Für die Länge des Fazits gibt es keine absoluten Vorgaben. Hier können relative Einschätzungen zu der Länge und Komplexität des Hauptteils getroffen werden. Ein umfassender Hauptteil sollte nicht mit einem Fazit von 2 Seiten „abgehandelt“ werden. Als Daumenregel kannst Du für die Länge des Fazits 10% der Seitenzahlen der bisherigen Arbeit annehmen. Dies ist ein guter Indikator um zu überprüfen, ob Du die Ergebnisse in einem angemessenen Umfang zusammengefasst und analysiert hast. Wichtig ist zudem ist einfache und klare Ausdrucksweise. Im Fazit dürfen für den Leser keine neuen Verständnisprobleme aufkommen.
Wenn Du diese Punkte im Fazit sorgfältig beachtest und ausreichend Zeit einplanst, kannst Du Dich oftmals von der Masse durch einen guten Schlussteil absetzen. Das Fazit ist so etwas wie die Visitenkarte der Bachelorarbeit. Mit einem durchdachten Fazit kannst Du bei möglichen Lesern, wie Führungskräften im Unternehmen oder andere Professoren, das Interesse an deiner Bachelorarbeit wecken.

 

Themen für Bachelorarbeiten

Bachelorarbeit Politik: Der US-Wahlkampf als Thema?

Während Studierende der Ingenieurwissenschaften sich meist spannenden technischen Themen widmen, so sind sie natürlich auf jeder WG-Party und jedem Cocktail-Abend klar im Nachteil: Die höchst technischen und komplexen Themen eignen sich nicht als Thema für Small Talk. Lediglich unter Gleichgesinnten kann man sich austauschen, aber sobald die Besucher der Party unterschiedliche Hintergründe haben, sind die Gesprächsthemen meist solche, zu denen alle Anwesenden eine Meinung haben. Das sind dann meist Themen aus der Tagespresse oder das aktuelle sportliche Geschehen. Inbesondere weltpolitisch gibt es ja aktuell eine große Anzahl an Themen. ISIS, Syrien, Flüchtlinge, US-Wahlkampf, Klimaverhandlungen in Paris: solche Diskussionen können auch oft höchst politisch werden. Studierende der Politikwissenschaften haben den Vorteil, dass sich ihr Studium genau mit solchen Themen befassen.

Ein besonders faszinierendes Thema ist aktuell der US-Wahlwahlkampf für die Präsidentschaftswahl 2016, bei der aktuell mehr als 10 Republikaner um die Nominierung ihrer Partei kämpfen. Ted Cruz, Jeb Bush und Marco Rubio sind Kandidaten, die grundsätzlich einen Anspruch auf die Nominierung anmelden und sicherlich realistische Chancen haben. In nahezu allen Prognosen liegt allerdings Medien- und Immobilienmogul Donald Trump vorne. In diesem Blog-Post beleuchten wir, wie Studierende der Politikwissenschaften den US-Wahlkampf in das Zentrum ihrer Bachelorarbeit stellen können und liefern drei Themenvorschläge.

Bachelorarbeit: Analyse der Twitter-Posts der GOP-Präsidentschaftskandidaten

Spätestens seitdem Barack Obama im Wahlkampf 2008 massiv auf die sozialen Medien zum Erreichen von Erstwählern und jungen Erwachsenen setzte, sind sämtliche Kandidaten sowohl der Demokraten als auch der Republikaner auf allen Online-Kanälen massiv repräsentiert. Egal ob Instagram, Twitter, Facebook oder Snapchat – die Kandidaten versuchen sämtliche Medien zu bespielen, um ihre Reichweite einfach zu vergrößern. Aus politikwissenschaftlicher Sicht ist dies sehr dankbar, da es sehr viele neue Analysemöglichkeiten eröffnet. Im Rahmen einer Bachelorarbeit könnten Studierende sich beispielsweise damit befassen, die Twitter-Accounts ausgewählter republikanischer Präsidentschaftskandidaten zu analysieren.

Beispielsweise könnten die Tweets von Donald Trump, Ted Cruz, Marco Rubio und Jeb Bush verglichen werden. Ein erster Ansatz wäre es, die Nachrichten zu extrahieren und mit frei verfügbaren Tools zunächst einmal die gleichen Wörter zu zählen. Dies ist aber nur der erste Schritt. Anschließend müssen Wortgruppen gefunden werden. Dazu müssen einzelne Wörter klassifiziert werden. Anschließend lässt sich analysieren, wie sich die Häufigkeit bestimmter Wörter / Wortgruppen in zeitlicher Folge ändert und wie sich dies von Kandidat zu Kandidat unterscheidet. In Verbindung mit aktuellen Events (beispielsweise: San Bernadino Attentat, Paris-Anschläge, Supreme Court Entscheidungen etc.) lässt sich potentiell erkennen, wie die Rhetorik der einzelnen Kandidaten sich als Reaktion auf verschiedene Ereignisse ändert. Hieraus lassen sich möglicherweise sehr spannende Erkenntnisse ziehen, inwiefern bestimmte Kandidaten in ihrer Meinung fluktuieren bzw. wie flexibel ihre “Message” an das Elektorat ist. Eine Bachelorarbeit in diesem Bereich wäre nicht nur höchst aktuell, sondern würde an der spannenden Schnittstelle von Politik und sozialen Medien auch in einem akademisch sehr interessanten Bereich ansetzen.

Thema Bachelorarbeit: Das Recht auf freie Meinungsäußerung am Beispiel von Super PACs

Ein weiteres Thema welches in US-Wahlkämpfen stets große Relevanz hat, sind direkte Spenden an die Kampagne der Kandidaten. Es ist natürlichen Personen nur genehmigt, Spenden bis zu einer bestimmten Höhe direkt an die Kampagne zu tätigen. Die sogenannten “grassroots”-Spenden können zwar auch große Volumina erreichen – und waren in beiden Wahlkämpfen von Barack Obama auch ein entscheidender Faktor – allerdings ist allein das Erreichen möglicher Spender bereits mit hohen Kosten verbunden, sodass ein großer Teil der eingeworbenen Spenden direkt in die Akquise neuer Unterstützer geht. Die Anzahl der Inidividualspenden ist somit eher ein politisches Asset, um die Verankerung der Kampagne und die öffentliche Unterstützung wirkungsvoll zu untermalen. Als wirkliche Finanzierungsquelle dienen aber primär die Spenden von wohlhabenden Geschäftsleuten.

Die Finanizeriung von Wahlkämpfen läuft in Amerika sehr interessant ab. So gibt es beispielsweise Political Action Committees (PAC), die nur dafür bestimmt sind, die Wahlkampagnen bestimmter Kandidaten finanziell zu unterstützen. Durch Supreme Court Entscheidungen (inbesondere Citizens United v. Federal Election Commission) haben sich ebenfalls sogenannte Super PACs etabliert. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie unbegrenzt viele und hohe Spenden von Unternehmen und Einzelpersonen annehmen dürfen. Rechtlich darf das Geld jedoch nicht direkt an die Kampagne des Kandidaten zur Verwendung weitergeleitet werden. Vielmehr kann der Super PAC “eigenständig” bestimmte Kandidaten unterstützen. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist tatsächlich das Fundament dieser Regelung. Im Rahmen einer Bachelorarbeit in der Politikwissenschaft würde es sich anbieten, hier die Struktur einzelner Super PACs unter die Lupe zu nehmen und zu schauen, wie diese sich im Wahlkampf positionieren.

Bachelorarbeit Thema: Muslime & Medien in Amerika – eine Diskursanalyse

Für eine Bachelorarbeit in den Politikwissenschaften geben aber auch die jüngsten Entwicklungen im US-Wahlkampf reichlich Ansatzpunkte. So hat Donald Trump, der in den Prognosen für die relevanten Bundestaaten für die Vorwahlen meist einen sehr großen Vorsprung auf seinen Verfolger aufweist, vor einigen Tagen einen recht seltsamen Vorschlag unterbreitet: Er forder t, dass sämtlichen Muslimen die Einreise in die USA bis auf weiteres verboten werden solle, da nicht sicherzustellen sei, dass diese keine Sympathien für den radikalen Islamismus hegen. Trumps Vorschlag ist eine direkte Reaktion auf die grausamen Anschläge in Paris, die von ISIS-Sympathisanten geplant und durchgeführt wurden und das Attentat in San Bernadino, dessen Drahtzieher ebenfalls ISIS zuzuordnen sind. Trump selbst behauptet, die Zeit für “politisch korrekte” Sprache sei vorbei, da sich Amerika realen Gefahren ausgesetzt sehe.

Aus politikwissenschaftlicher Perspektive wäre es sehr spannend zu verstehen, wie differenziert das Verständnis von Islam, Islamisten und ISIS in der öffentlichen Debatte tatsächlich ist. Dazu könnten Studierende der Politikwissenschaften in der Bachelorarbeit beispielsweise die Kommentare verschiedener Nutzer auf der Facebook-Seite von Donald Trump analysieren. Oder eine Analyse der Berichterstattung in den US-Medien durchführen. Auch wenn die Daten natürlich nicht repräsentativ sein können, so geben sie jeglicher Analyse natürlich einen guten “Twist”. Angereichert werden kann eine solche Analyse auch durch Interviews mit Experten aus Medien und Politik. So kann eine spannende Bachelorarbeit entstehen, die sich sowohl mit einem aktuellen Thema befasst, aber auch darüber hinaus interessante Einblicke in die Dynamiken der öffentlichen Meinung geben kann.

Worauf soll ich beim Lebenslauf achten?

Wenn Du Dich für ein Praktikum bewirbst, ist ein guter Lebenslauf natürlich essentiell. Der Lebenslauf kommuniziert dem Unternehmen, das Deine Bewerbung empfängt, in komprimierter Form Deinen Werdegang und Deine Erfahrungen. Ebenso wie beim Praktikum ist bei der Bewerbung für eine Bachelorarbeit im Unternehmen der Lebenslauf sehr wichtig. Wie der Lebenslauf grundsätzlich gestaltet sein sollte, dazu gibt es im Internet sehr viele und sehr gute Formatvorlagen. Auch deshalb wird es in den Personalabteilungen nicht gern gesehen, wenn ein Lebenslauf  nicht die Standard-Formatierungen aufweist. Denn es ist in Zeiten des Internets wirklich jedem möglich, eine ansprechende Formatvorlage zu finden. Wir wollen in diesem Blog-Post unseren Fokus auch deshalb eher auf den Inhalt des Lebenslaufs legen. Welche Besonderheiten gibt es bei der Erstellung des Lebenslaufes, wenn ich mich für eine Bachelorarbeit im Unternehmen bewerbe? Wo sollte ich Schwerpunkte legen und wie kann ich meine Expertise glaubhaft darstellen?

Erfahrungen aus vorherigen Praktika ausführlich beschreiben

Bei der Bewerbung für eine praxisnahe Bachelorarbeit ist es naturgemäß sehr wichtig, welche bisherigen praktischen Erfahrungen Du schon gesammelt hast. Das Ganze gestaltet sich natürlich etwas schwieriger, wenn Du noch keine Praktika absolviert hast. Wenn Du aber schon die Chance hattest, in einige Unternehmen “hineinzuschnuppern”, dann solltest Du die Erfahrung, die Du dort gesammelt hast, auf jeden Fall ausführlich beschreiben. Nur das Auflisten des Unternehmens, wo Du ein Praktikum gemacht hast mit einer generischen Beschreibung ist bei einer Bewerbung für eine Bachelorarbeit im Unternehmen oft nicht ausreichend.

Vielmehr solltest Du explizit und konkret erwähnen, welche Tätigkeiten Du während des Praktikums ausgeführt hast und welche Verantwortlichkeiten Du hattest. Dabei kannst Du auch durchaus darauf hinweisen, welche Bedeutung Deine Tätigkeiten im Rahmen des übergreifenden Projekts gehabt haben und wie Du konkret geholfen hast. Hierbei gilt immer: Möglichst konkret werden. Niemand erwartet von Dir, dass Du im Praktikum schon bahnbrechende Tätigkeiten übernommen hast. Ganz im Gegenteil. Deshalb ist es ok, direkt zu benennen, für welche Bereiche Du zuständig warst. Im Idealfall formulierst Du die Tätigkeiten dabei auch so, dass ein direkter Bezug zu dem Thema Deiner Bachelorarbeit erkennbar ist. Dies ist aber nicht zwangsläufig nötig, denn in den Grundzügen sollte natürlich “Ehrlichkeit” schon Deinen Lebenslauf prägen.

Schwerpunkte im Studium durch exemplarisches Auflisten von Lehrveranstaltungen illustrieren

Gemäß dem Motto “Konkret ist besser” solltest Du auch im Abschnitt “Ausbildung” agieren. Während viele Studierende in Ihrem Lebenslauf lediglich Ihr Studienfach und den Studienschwerpunkt angeben, empfiehlt es sich, bei einem Lebenslauf für die Bachelorarbeit im Unternehmen etwas konkreter zu werden. Denk immer daran: Ziel des Lebenslaufs ist es, dem Unternehmen zu kommunizieren, dass genau Du die nötigen Fähigkeiten, Erfahrungen und Kompetenzen besitzt, die für die Bearbeitung einer Bachelorarbeit im Unternehmen notwendig sind. Wenn Du also Deinen Studiengang und die Studienschwerpunkte auflistest, so gibst Du dem Unternehmen zwar einen guten ersten Eindruck von dem, was Du in der Universität bzw. der Hochschule gelernt hast. Aber die Lehrpläne an den Hochschulen der Republik unterscheiden sich schon sehr deutlich. Nun kannst Du vom Unternehmen (bzw. der Personalabteilung) natürlich erwarten, dass direkt mal recherchiert wird, was in dem Studiengang genau unterrichtet wird. Du kannst allerdings auch proaktiv werden und direkt die Lehrveranstaltungen listen, die – aus Deiner Sicht – am meisten Relevanz für eine erfolgreiche Bearbeitung der Bachelorarbeit haben. So gibst Du dem verantwortlichen Personaler gleich einige wertvolle Informationen an die Hand, um Deine Spezialisierung und die Inhalte Deines Studiums besser zu verstehen.

IT-Kompetenzen und Kenntnisse in Simulationsprogrammen deutlich hervorheben

Ein Punkt, der in jedem guten Lebenslauf für eine Bachelorarbeit im Unternehmen nicht fehlen darf, ist das detaillierte Auflisten von konkreten Fähigkeiten. In der aktuellen Arbeitswelt geht es oftmals nicht mehr wirklich darum, an welcher Universität oder Hochschule man studiert hat. Massive Open Online Courses sind mittlerweile für Studierende überall auf der Welt zugänglich. Die besten amerikanischen Universitäten stellen ihre Lehrveranstaltungen für alle frei zugänglich zur Verfügung. Statt des Namens der Universität zählt vielmehr, welche konkreten Fähigkeiten der jeweilige Bewerber besitzt. Das ist natürlich insbesondere in der Informatik und den Ingenieurwissenschaften stets ein heißes Thema. Fernab theoretischer Vorlesungen geht es in der praxisnahen Bachelorarbeit auch oftmals darum, konkrete Sachen umzusetzen, auszuprobieren und zu simulieren. Hierzu sind Fähigkeiten in den jeweiligen Programmiersprachen und Simulationsprogrammen essentiell.

Deshalb sollten Informatiker auch klar kommunizieren, welche Programmiersprachen sie beherrschen und ebenfalls eine kurze Selbsteinschätzung (mittel – gut- sehr gut) hinzufügen. Gleiches gilt für Ingenieure, die bei vielen Konstruktionsaufgaben natürlich auch auf die gängigen Programme zurückgreifen müssen. Aber auch Studierende aus den Geisteswissenschaften sollten ihre konkreten IT-Kenntnisse durchaus benennen. Dies hilft dabei, zu prüfen, wie motiviert und engagiert der jeweilige Studierende ist. Viele und gute Kenntnisse deuten auf ein hohes Level an Engagement hin. Deshalb sollte man sich diese “einfachen Punkte” nicht entgehen lassen.