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Wie finde ich ein Thema für die Bachelorarbeit

Interview mit Anna Polinski von bewerberblog.de

Vor einer erfolgreichen externen Abschlussarbeit steht natürlich auch die Bewerbung beim Kooperationsunternehmen an. Aufwww.die-masterarbeit.de & www.die-masterarbeit.de kannst Du sicherstellen, dass das Unternehmen genau zu Deinen thematischen Interessen passt. Nichtsdestotrotz muss die Bewerbung im nächsten Schritt auch noch durchgeführt werden. Das heißt konkret: Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräch stehen an. Dazu haben wir mit Anna Polinski gesprochen. Sie betreut den “Bewerberblog”, auf dem regelmäßig Tipps und Hinweise rund um Bewerbungen & Interview gegeben werden.

die-masterarbeit.de: Wie unterscheidet sich Ihrer Meinung ein gutes von einem schlechten Bewerbungsschreiben?

Polinski: Natürlich sollte ein Bewerbungsschreiben fehlerfrei geschrieben sein, nicht zu ausschweifend und mit wahren Tatsachen bestückt. Die Bewertung des Anschreibens erfolgt jedoch nie ohne Einbezug des Lebenslaufes. Entscheidend ist, was ein Bewerber kann und nicht ausschließlich, wie er es richtig in Szene setzt. Natürlich fällt es einem geübten Personaler auf, ob ein Anschreiben speziell für eine bestimmte Stelle formuliert wurde oder einer Vorlage entspricht bzw. als Sammelbrief vergeschickt wurde. Bewerbungsmuster können genutzt werden, um überhaupt ein Gefühl für ein Anschreiben zu bekommen. Ein bisschen Individualität sollte der Personaler aber schon herauslesen können. Denkt man an moderne Bewerbungs-Apps, aus welchen heraus man Kurzbewerbungen schicken kann, bleibt abzuwarten, wie lange dem Bewerbungsanschreiben noch Bedeutung zugemessen wird und in welchem Ausmaß.

die-masterarbeit.de: Welche Fehler begehen die meisten Studierenden?

Polinski: Geht es um die Bewerbung für ein Praktikum oder eine Abschlussarbeit, sind viele Studierende zu unkonkret, was sie sich von eben diesem erhoffen, was sie lernen/erreichen wollen. Auch hier sollte ein Arbeitgeber Motivation spüren können, warum jemand in einem Unternehmen arbeiten möchte.

die-masterarbeit.de: Viele Bewerber sind gerade bei Bewerbungen für Abschlussarbeiten an einem konkreten Thema interessiert. Wie kann man dieses Interesse im Motivationsschreiben am besten vermitteln?

Polinski: In dem man eigene, klare Vorstellungen bzw. Ziele der Arbeit grob umreißt. Das signalisiert, dass sich schon mit der Thematik auseinander gesetzt wurde. Da solche Arbeiten in der Regel mit Mehraufwand für die Angestellten verbunden sind, verschafft man sich schon einen positiven Eindruck, wenn man sich als Bewerber Gedanken gemacht hat, was die Arbeit dem betreffenden Unternehmen an Mehrwert bringt. Der Bewerbung kann auch ein persönliches Telefonat vorangestellt werden. Dieses zeigt nicht nur Interesse, sondern bietet auch die Möglichkeit, sich dem Unternehmen schon einmal persönlicher vorzustellen und gegebene Bedarfe zu erfragen.

die-masterarbeit.de: Wie bereitet man sich am besten auf ein Vorstellungsgespräch vor?

Polinski: Zunächst inhaltlich: Vor dem Gespräch die Seite des Unternehmens, die Pressemeldungen, Social Media Präsenz etc. anschauen und informieren. Was sind die Produkte, die Neuerungen, die Ziele? Welche Fragen an das Unternehmen habe ich? Auch die Stellenausschreibung sollte man sich gründlich ansehen und verinnerlichen, genauso wie die eigene Bewerbung. Bei der Wahl der Kleidung sollte sowohl auf Angemessenheit als auch Wohlfühlcharakter geachtet werden. Der schickste Anzug nützt nichts, wenn man dann an sich „rumzuppelt“ oder keine Luft bekommt. Es empfiehlt sich, am Tag vor dem Gespräch zeitig schlafen zu gehen, damit man ausgeruht ist. Die Anreise sollte rechtzeitig geplant werden. Wann fährt ein Zug? Wo gibt es Parkplätze? Wie lange dauert die Fahrt? Pünktlichkeit ist wichtig. Vielen hilft es auch, das Gespräch mal mit Freunden oder Familie durchzuspielen. Welche Fragen zum Lebenslauf könnten gestellt werden? Hilfreich ist auch, sich vorzustellen, was im schlimmsten Fall passieren könnte und mögliche Reaktionen durchzuspielen. Ziel dieser Übung ist es, zu erkennen, dass alles halb so wild ist und jedes Gespräch nur eine Erfahrung mehr für die Zukunft ist.

die-masterarbeit.de: Wie genau hilft der Bewerberblog Studierenden und Bewerbern?

Polinski: Unser Anliegen ist es, konkrete Tipps und praktische Anwendungsbeispiele für die Bewerbung und den Bewerbungsprozess zu geben. Dabei wollen wir zeigen, dass Personaler/HR-Verantwortliche auch nur Menschen sind, vor denen man keinesfalls Angst haben muss. Wir hoffen, dass wir dadurch gerade Studierenden, die sich ja meist das erste Mal bewerben, etwas die Hemmungen nehmen. Der Blog als Medium bietet darüber hinaus eine Möglichkeit für uns, mit unseren Lesern/Bewerbern in Kontakt zu kommen und auch deren Erfahrungen aufzugreifen bzw. diese selbst zu Wort kommen zu lassen. Wir zeigen nicht nur unsere Sicht, also die der Personalagentur, sondern auch die der aktiven Jobsucher, sodass die Leser letztlich auch von anderen Erfahrungen profitieren.

die-masterarbeit.de: Danke für das Gespräch!

Interview Olaf Schmid Bachelorarbeit

Teil 2: Interview mit Autor Olaf Schmidt

Teil 2: Nach dem wir im ersten Teil bereits über organisatorische Aspekte von externen Abschlussarbeiten diskutiert haben, spricht Experte Olaf Schmidt im zweiten Teil über die häufigsten Probleme, die Bedenken der universitären Betreuer und non-disclosure-agreements.

die-bachelorarbeit.de: Sie haben bereits viele Abschlussarbeiten – Diplom-, Bachelor- und Masterarbeiten – betreut. Auf welche Probleme und Herausforderungen sollten sich die Studierenden einstellen?

Olaf Schmidt: Das größte Problem ist der Zeitplan. Viele Studierende merken drei Wochen vor der Abgabe: ‘Oh, da sind ja noch ganz andere Sachen, die gemacht werden müssen!’ Deshalb motiviere ich meine Studierenden auch, von Anfang an einen Zeitplan zu erstellen. Dort sollen folgende Fragen beantwortet werden: Wann macht ihr was? Wo steht ihr jetzt gerade? Seid ihr im Zeitplan? Aus diesem Grund versuche ich den Studierenden direkt klar zu machen, auch daran zu arbeiten, was im Endeffekt die Note ausmacht: Der Text, der abgegeben wird.

die-bachelorarbeit.de: Die Betreuer an den Universitäten haben häufig Bedenken bezüglich der wissenschaftlichen Qualität und dem Betreuungsaufwand. Wie können diese Bedenken aus dem Weg geräumt werden?

Olaf Schmidt: Da hilft gute Kommunikation während des gesamten Prozesses. Wir sprechen direkt am Anfang und meist auch zum Ende mit den Professoren. Im Gespräch werden dann die jeweiligen Erwartungen abgesteckt. So kann klar abgesprochen werden, für welche Partei was dabei rumkommt. Alleine durch eine gute Kommunikation können viele Probleme und Missverständnisse im Vorhinein vermieden werden.

die-bachelorarbeit.de: Ihr Buch spricht als Ratgeber auch Unternehmen an, die qualifizierte Studierende suchen. Was ist aus Sicht der Unternehmen zu beachten, um passende Bewerbungen zu erhalten?

Olaf Schmidt: Die Anzeigen sollten zunächst dort platziert werden, wo die richtigen Studierenden angesprochen werden können. Dann sollte sich ein Unternehmen die Frage stellen, was der Student will und was die Firma braucht. Das Thema sollte für die Studierenden attraktiv sein und gleichzeitig nicht wahnsinnig viel Arbeit mit der Betreuung mit sich bringen. Dort hilft es, wenn das Thema etwas aus dem täglichen Geschäft ausgekapselt ist.

die-bachelorarbeit.de: In Ihrem Buch sprechen Sie von einer Win-Win-Win-Situation – sehen also Vorteile für alle Beteiligten. Die Vorteile für die Unternehmen und Studierenden liegen auf der Hand. Welche Vorteile sehen Sie für die Hochschulen?

Olaf Schmidt: In der Tat, Studierende profitieren ebenso wie Unternehmen, die relativ kostengünstig motivierte Studierende in Ihr Unternehmen holen können. Aber auch für Hochschulen existieren einige Vorteile: So ist z.B. der Aufwand für die universitäten Betreuer meist geringer, da das Unternehmen ebenfalls einen eigenen Betreuer stellt. Außerdem erhalten die Hochschulen Kontakte zu Firmen, was in puncto Drittmittel ganz interessant sein kann. Manche Professoren sind ebenfalls daran interessiert, wie die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeit kommerziell genutzt werden.

die-bachelorarbeit.de: Eine letzte Frage zum Schluss: Manche Unternehmen verwenden Sperrklauseln für die Ergebnisse der Abschlussarbeiten. Was bleibt dann noch von der Zusammenarbeit?

Olaf Schmidt: Oftmals werden sogenannte Geheimhaltungsverträge (non-disclosure agreements, NDA) abgeschlossen, in denen abgeklärt werden, welche Informationen weitergegeben werden. Dies kann in manchen Fällen notwendig sein. Normalerweise ist und sollte es aber kein Problem sein, dass die entsprechenden Verantwortlichen der Universität Zugriff auf alle relevanten Informationen erhalten.. Hochkritische Themen sollten von Unternehmen nicht ausgeschrieben werden. Dann ist es auch nicht notwendig, ein wirklich strikes NDA aufzusetzen.

die-bachelorarbeit.de: Vielen Dank für das spannende Gespräch!

Aktuell verlosen wir übrigens ein Exemplar des Buches “Die Abschlussarbeit im Unternehmen schreiben” von Olaf Schmidt. Was müsst ihr dazu machen: Einfach auf Facebook den entsprechenden Post liken und tippen, von welcher Uni bisher die meisten Studierenden unsere Seite besucht haben.

Interview Olaf Schmid Author Die Abschlussarbeit im Unternehmen

Buchvorstellung: “Die Abschlussarbeit im Unternehmen schreiben”

Zum  Buch “Die Abschlussarbeit im Unternehmen schreiben”

In insgesamt sieben Kapiteln gibt Olaf Schmidt allen Beteiligten einen Überblick über die wesentlichen organisatorischen Schritte, die beim Schreiben einer Abschlussarbeit im Unternehmen zu beachten sind. In chronologischer Reihenfolge gibt er sowohl Studierenden als auch den Betreuern an der Hochschule und im Unternehmen wichtige Ratschläge und Hilfestellungen.  Anhand zahlreicher Beispiele und Checklisten werden potentielle Gefahren und präventive Maßnahmen illustriert. Das Buch dient als sinnvolle Anleitung für alle Studierenden, die eine externe Abschlussarbeit schreiben wollen. Erschienen ist das Buch im UTB Verlag. Mehr Informationen zum Buch hier.

Zur Person

Olaf Schmidt begann bereits im Alter von acht Jahren mit dem Programmieren. Sein Informatik-Studium absolvierte er in Bonn und Kalifornien. Seit 2000 arbeitet der diplomierte Informatiker in der Wirtschaft und betreute bereits viele Studierende erfolgreich beim Anfertigen der Masterarbeit in verschiedenen Unternehmen.

Teil 1 vom Interview:

Buchautor Olaf Schmidt über spricht die Wahl des Themas für die Abschlussarbeit, die Vorteile des Schreibens von Abschlussarbeiten in Unternehmen und verrät, welche Studierende Abschlussarbeiten in Unternehmen in Erwägung ziehen sollten.

Das Interview zum Buch “Die Abschlussarbeit im Unternehmen schreiben”:

die-bachelorarbeit.de: Herr Schmidt, als Autor Ihres Buches “Die Abschlussarbeit im Unternehmen schreiben” geben Sie organisatorische Tipps zum Verfassen einer externen Abschlussarbeit. Wie kamen Sie zu der Idee, ein Buch über dieses Thema zu schreiben?

Olaf Schmidt: Nach meinem Informatik-Studium habe ich jahrelang Studierende beim Schreiben von Abschlussarbeiten im Unternehmen begleitet – egal ob Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeit. Dabei habe ich gemerkt, dass eine effektive und organisierte Zusammenarbeit einen großen Einfluss auf die Arbeit und letztlich auf die Benotung hat. Aus der guten Arbeit mit meinen Studierenden entstand zunächst ein Leitfaden für die Anfertigung von Abschlussarbeiten in Unternehmen. Der Leitfaden diente später als Grundlage für das Buch, welches sich als Ratgeber für alle Beteiligten versteht – für Studierende ebenso wie für die Betreuer an der Hochschule und im Unternehmen.

die-bachelorarbeit.de: Viele Studierende stehen vor der Entscheidung: Abschlussarbeit im Unternehmen oder an der Hochschule? Welche Gründe sprechen für das Schreiben der Bachelorarbeit im Unternehmen?

Olaf Schmidt: Die Unternehmen suchen heutzutage Studierende, die schon Praxiserfahrung haben. Da ist es aus Studierenden-Sicht sinnvoll zu sagen: ‘Ich schreibe meine Arbeit in einem Unternehmen, um mir Zugang in einer Branche zu sichern, in die ich später möchte’. Gerade wenn man als Student sicher ist, dass man in die Wirtschaft möchte, empfiehlt sich ein praxisnahes Thema, bei dem nicht nur ein theoretischer Zugang zum Thema gewählt wird.

die-bachelorarbeit.de: Für viele Studierenden ist die Abschlussarbeit im Unternehmen ein großes Projekt. Wie früh sollten Studierenden anfangen, sich damit zu beschäftigen?

Olaf Schmidt: In der Regel sollte man sich drei bis sechs Monate vor Beginn bei den Unternehmen bewerben. Wenn man weiß, wann und wo man anfangen möchte, sollten die Bewerbungen an die Unternehmen geschickt werden – da gerade die guten Stellen natürlich schnell weg sind und die Unternehmen selbst ebenfalls Vorlaufzeit benötigen.

die-bachelorarbeit.de: Angenommen, ich stehe davor, mir ein Thema für die Bachelorarbeit überlegen zu dürfen und müssen. Welche Kriterien sollten für die Findung des passenden Themas von Relevanz sein?

Olaf Schmidt: Man fängt natürlich immer an mit Themen, die einen an der Universität oder privat interessieren. Ich empfehle stets, dass die Interessierten mit Leuten aus dem jeweiligen Bereich in Kontakt treten. In Gesrächen findet man häufig Inspiration für mögliche Themen.  So kann versucht werden, in einem Bereich Fuß zu fassen, der einen wirklich interessiert. Auch besteht dann die Möglichkeit, über Vitamin B interessante neue Themen und Unternehmen kennenzulernen. Letztlich sollten die Studierenden sich fragen: In welchem Bereich kann ich mir vorstellen zu arbeiten – und zwar nicht nur für ein halbes Jahr, sondern auch länger.

die-bachelorarbeit.de: Empfehlen Sie allen Studierenden, Ihre Abschlussarbeit in Unternehmen zu schreiben?

Olaf Schmidt: Wenn man weiß, dass man definitiv in der Forschung und im universitären Umfeld bleiben möchte, dann kann man natürlich gleich bei der Universität bleiben. Wenn es aber für einen auch in Frage kommt, in die Wirtschaft oder Industrie zu gehen, dann empfiehlt sich eine praxisnahe Abschlussarbeit in einem Unternehmen. Es lohnt sich, möglichst früh Erfahrungen – z.B. in Form einer Abschlussarbeit – in der Wirtschaft zu sammeln.

die-bachelorarbeit.de: Worauf achten denn Unternehmen bei der Bewerbung – und worauf sollten die Studierenden bei Ihrer Bewerbung achten?

Olaf Schmidt: Wichtig ist, dass man alles authentisch und wahrheitsgetreu dargestellt – sonst erfolgt später die Ernüchterung. Außerdem ist es natürlich hilfreich, wenn man schon zuvor im Kernbereich des Unternehmens aktiv gewesen ist. Wir erwarten ebenfalls von Bewerbern gewisse Umgangsformen und soziale Kompetenz.

Im zweiten Teil sprechen wir dann mit Experte Olaf Schmidt über die häufigsten Probleme, die Bedenken der universitären Betreuer und non-disclosure-agreements. Alles hier in der nächsten Woche im Blog von www.die-bachelorarbeit.de

Bachelorarbeit als Arbeitsprobe – Unternehmen berichten

Knapp 400.000 Studierende erhalten jährlich einen Hochschulabschluss – Tendenz seit Jahren steigend. 400.000 Studierende, die ein Thema für Ihre Abschlussarbeit finden müssen. Für viele Studierende ist es eine attraktive Alternative, Abschlussarbeiten in Unternehmen zu verfassen. Doch was ist für die Unternehmen wichtig?

[Vor der Bachelorarbeit: Finden passender Bewerber]

Der klassische Weg, passende Bewerber zu finden stellt für viele Unternehmen die eigene Webseite dar, auf der die Ausschreibungen veröffentlicht werden. Vor allem für größere Unternehmen scheint es lukrativ, direkt neben der Praktikabörse Ausschreibungen für Abschlussarbeiten zu platzieren. Gerade kleinere und mittelständische Unternehmen können durch ihre knappen Ressourcen im Vergleich zu den großen Firmen nicht die Masse an Leuten erreichen. So wird zumeist über direkte Kontakte zu Hochschulen und Professoren versucht, Studierende anzusprechen. Dabei bleiben insbesondere große Unternehmen nicht nur regional, sondern suchen auch überregional nach Studierenden.

Privat, an der Hochschule oder in einem Praktikum: Wir erwarten hohes Interesse ebenso wie einschlägige Kenntnisse

– Tatjana Pizir, Gigatronik Köln

Den Studierenden sollte dabei bewusst sein, dass die spezifischen Themen für die Abschlussarbeiten meist nicht vorgegeben sind. „Wir geben das grobe Themengebiet, sozusagen die Marschrichtung vor. Im persönlichen Gespräch wird dann gemäß der Stärken und Interessen der Studierenden das Thema konkretisiert“, betont Gabriele Fauré von der IT-Unternehmensberatung best practice consulting AG die Wichtigkeit eines auf die Bedürfnisse des Studierenden zugeschnittenen Themas. „Das Thema muss zum Studierenden passen ebenso wie der Studierende zum Thema passen muss.“

Bei den hohen Bewerberzahlen sei laut Tatjana Pizir von Gigatronik in Köln nicht unbedingt entscheidend, ob der Studiengang passt: „Einschlägige Kenntnisse und hohes Interesse in dem entsprechenden Bereich sind von elementarer Bedeutung: wer sich privat mit dem Thema beschäftigt, vielleicht vorher schon ein Praktikum absolviert oder ein Projekt an der Hochschule durchgeführt hat, erzielt definitiv eine höhere Chance im Bewerbungsprozess“. Auch beim Entwicklungsdienstleister ASAP steht, wie Vera Lother berichtet, der Studiengang nicht an allererster Stelle: „Ein technisches Grundverständnis sowie außerordentliches Interesse sollte vorhanden sein. Diese beiden Kriterien können auch Absolventen eines nicht-technischen Studiengangs den Einstieg bei ASAP ermöglichen.“

Merke: Motivation und genuines Interesse für das Thema Eurer Abschlussarbeit steigert Eure Chancen im Auswahlprozess.

[Während der Bachelorarbeit über ein interessantes Thema im Unternehmen schreiben]

Wer sich im Bewerbungsprozess mit thematischem Interesse und Kompetenz durchgesetzt hat, arbeitet intensiv an einem für ihn spannenden Thema. Dabei stellt sich die große Herausforderung, eine Arbeit über eine für die Unternehmen tatsächlich relevante Fragestellung zu schreiben, die dennoch wissenschaftliche Kriterien erfüllt. Im Zuge dessen ist die Kommunikation des Studierenden sowohl mit dem Unternehmen wie mit dem betreuenden Professor von Relevanz. Für Gigatronik in Köln stellt dies laut Tantjana Pizir kein Problem dar: „Die Hochschulen lassen den Studierenden in der Regel ausreichend Freiraum, um ein für alle Beteiligten passendes Thema zu finden. Der Rahmen wird vorgegeben, anschließend kann der Student seinen Interessen und Fähigkeiten nachgehen.“ Auf diesem Wege profitieren die Studierenden von einem Thema, für welches sie sich begeistern.

Die Studierenden können sich meist voll und ganz auf die Abschlussarbeit konzentrieren – ohne durch das Tagesgeschäft im Unternehmen gestört zu werden

– Franziska Fachet, Voith GmbH

Vorteile des Schreibens von Abschlussarbeiten in Unternehmen liegen im Idealfall auf allen Seiten. Der Student arbeitet an einem Thema seiner Wahl, die Hochschule erweitert und vertieft den Austausch mit der Praxis und das Unternehmen erhält Zugang zu qualifizierten Studierenden, die aktuelle wissenschaftliche Kenntnisse direkt aus der Hochschule mitbringen. „Wir erhalten eine halbjährige Arbeitsprobe von meist qualifizierten Bewerbern, die einen guten Einblick in das Unternehmen bekommen. Als Instrument zur Personalgewinnung hat sich die Ausschreibung von Abschlussarbeiten in unserem Unternehmen bewährt“, führt Vera Lother (ASAP) einige Vorteile auf. Einen weiteren Vorteil nennt Franziska Fachet von der Voith GmbH: „Die Studierenden sind beim Schreiben meist nicht am Tagesgeschäft beteiligt. Sie können sich ausschließlich auf ihr Projekt fokussieren ohne durch administrativen Beschäftigungen oder Anrufe gestört zu werden.“ Tatjana Pizir ergänzt, dass „das Schreiben der Abschlussarbeit in unserem Unternehmen uns einen guten Einblick vom Kandidaten ermöglicht, gerade da der Student lediglich an der Abschlussarbeit sitzt. Außerdem lernen die Studierenden unsere  Produkte und Technik kennen.“

Merke: Beim Schreiben der Abschlussarbeit im Unternehmen könnt Ihr nicht nur viel lernen, sondern Euch auch für weitere Aufgaben empfehlen.

[Nach der Bachelorarbeit: Thema im Unternehmen relevant?]

Die Abschlussarbeit ist fertig geschrieben: Doch was bleibt?

Für die Unternehmen ist das behandelte Thema in der Regel von elementarer Relevanz. „Wir schreiben Themen aus, die den einzelnen Fachbereichen unter den Nägeln brennen. Die Ergebnisse werden genutzt und sind von großer Hilfe“, berichtet Maja Dubrau von enviaM. Bestätigt wird diese Einschätzung von Franziska Fachet (Voith GmbH): „Die Fachabteilungen kommen auf die Personalabteilungen mit aktuellen Themen zu. Im Rahmen einer Bachelorarbeit wurde zum Beispiel ein Excel-Instrument entwickelt, das aktuell für den Einkauf verwendet wird.“

Viele Studierende erhoffen sich nach dem Schreiben der Abschlussarbeit in einem Unternehmen eine direkte Übernahme. „Eine praxisorientierte Abschlussarbeit kann als Türöffner für alle Beteiligten dienen: Gerade Studierende können sich beweisen. Auch Unternehmen können qualifizierten Bewerbern ihr Unternehmensumfeld zeigen“, zeigt sich Gabriele Fauré (best practice consulting AG) vom Konzept überzeugt. Dabei sei eine Übernahme nach dem Verfassen der Thesis nicht immer möglich oder machbar. „Gerne übernehmen wir Studierende nach dem Schreiben der Abschlussarbeiten. Allerdings hängt es von verschiedenen Faktoren ab: der aktuellen wirtschaftlichen Lage, dem Bedarf in den Fachabteilungen und der Qualität der Arbeit“, nennt Franziska Fachet (Voith GmbH) die relevantesten Aspekte.

Eine praxisnahe Abschlussarbeit dient als Türöffner für alle Beteiligten

– Gabriele Fauré, best practice consulting AG

Selbst wenn es nicht zu einer Übernahme kommt, profitieren Studierende und die Unternehmen. Der Lernzuwachs auf Studierendenseite nach einem halben Jahr intensiven Beschäftigens kann enorm sein. Auch Unternehmen profitieren: „Die gewonnenen Erkenntnisse können Grundlage für neue Innovationen und Entwicklungen sein, die ohne die Arbeit in der Form nicht möglich gewesen wären“, weiß Vera Lother (ASAP) die Arbeit der Studierenden wertzuschätzen.

Merke: Die Fachabteilung findet Euer Thema mindestens genauso spannend und relevant wie Ihr: Nutzt die Möglichkeit zum Ideenaustausch und überzeugt durch eine gelungene Arbeit.

[Fazit: Thema der Bachelorarbeit entscheidend]

Nicht wenige derjenigen, die eine Bachelorarbeit im Unternehmen schreiben möchten, benutzen die Suchmaschine Google, um interessante Angebote zu finden. Aktuell werden dort aktuell circa 625.000 Einträge für die Suchbegriffe ‚Bachelorarbeit im Unternehmen’ gelistet. Bei diesem Wust an Informationen hilft es als Unternehmen, sich thematisch klar zu positionieren. Studierenden sei ans Herz gelegt, in Zusammenarbeit mit den Unternehmen und Hochschulen spannende Themen zu erarbeiten, die von allen Beteiligten mit Eifer umgesetzt werden.