Monthly Archives: November 2015

Bachelorarbeit im Bereich Maschinenbau

Der Maschinenbau hat in Deutschland eine große Tradition. Wenn im Ausland von der “deutschen Industrie” oder auch dem “deutschen Mittelstand” die Rede ist, dann dreht es sich im Verständnis vieler sowohl um die Automobilhersteller und deren Zulieferer, aber insbesondere auch um den klassischen deutschen Maschinenbau. Als Rückgrat vieler verarbeitender und produzierender Industrien ist der Maschinenbau in den 50er und 60er Jahren der Katalysator des deutschen Wirtschaftswunders gewesen. Auch in Zeiten der Industrie 4.0, also im Angesicht einer zunehmenden Vernetzung von Produktionsmaschinen untereinander, haben deutsche Maschinenbauer eine weltweit führende Position inne.

Im Bereich Maschinenbau wird somit auch in den nächsten Jahren die Zukunft und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands maßgeblich mitbestimmt. Für Studierende des Maschinenbaus sind die Perspektiven in Deutschland deshalb breitgefächert und durchaus vielfältig. Natürlich hat sich das gesuchte Fähigkeitenprofil vom reinen Maschinenbauer hin zu einem Allround-Talent entwickelt: Kenntnisse der Elektrotechnik, Automatisierungstechnik (Themen im Bereich Automatisierungstechnik & Automatisierungstechnik) und Informatik werden mittlerweile vorausgesetzt, sind aber auch in den Lehrplänen der Universitäten und Hochschulen ein fester Bestandteil. Wir wollen Euch in diesem Blog-Post vorstellen, welche vielfältigen Arbeitsfelder es im Bereich Maschinebau gibt. Dazu stellen wir Euch drei augewählte Themenvorschläge für eine Bachelorarbeit im Bereich Maschinenbau vor.

Thema Maschinenbau Bachelorarbeit: “Konzeptplanung und Durchführung einer Kostenkalkulation für die Serienproduktion sowie gegebenenfalls Realisierung eines innovativen Fotovoltaikmoduls”

Fotovoltaik war im Mix der erneuerbaren Energien für eine lange Zeit eine sehr beliebte Wahl. In fast jeder Siedlung in den Vororten der Großstädte gab es ein Haus, welches auf der Sonnenseite des Daches eine Fotovoltaik-Anlage anbringen ließ. Dieser “Fotovoltaik-Boom” war natürlich primär dadurch begründet, dass staatliche Subventionen großzügig vorhanden waren. Denn grundsätzlich war Fotovoltaik lange Zeit eine der teuersten Formen der Stromerzeugung – im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien. Dies hat sich jedoch mittlerweile stark geändert: Fotovoltaik ist mittlerweile eine konkurrenzfähige Art der Stromerzeugung – dies hat auch damit zu tun, dass die Anlagenkomponenten in den letzten Jahren start optimiert wurden, und Maschinenbau-Experten die Konzeption der Module so gestalten, dass die gleiche Erzeugungsleistung bei geringeren Kosten ermöglicht wird.

In diesem Kontext gibt es natürlich auch weiterhin – Jahre nach dem wirklichen “Boom” der Fotovoltaik-Anlagen – auf Seiten der Industrie starke Bemühungen, diese Technolgoie voranzutreiben. So können Bachelor-Studierende des Maschinenbaus sich auch in diesem Feld betätigen – und dies bei dem attraktiven Arbeitgeber Porsche Engineering. Porsche Engineering ist ein Ingenieurdienstleister für Automobilhersteller und andere Unternehmen aus der Automobilbranche (Zulieferer etc.). Das Unternehmen, welches natürlich zur Porsche-Unternehmensgruppe gehört, sucht Studierende des Maschinenbaus, um ein Konzept für eine innovative Fotovoltaikanlage zu entwickeln. Dabei sollen die Maschinenbau-Studierenden sowohl in der Konstruktion tätig werden, als auch die Materialauswahl für das Fotovoltaik-Modul mitbestimmen. Im Rahmen der Maschinenbau-Bachelorarbeit bieten sich für die Studierenden also sehr viele Freiräume und Entfaltungsmöglichkeiten. Abschluss der Bachelorarbeit soll dabei potentiell auch die Realisierung eines ersten Prototypen sein. Porsche Engineering bietet dabei den Maschinenbau-Studierenden ein spannendes Umfeld – das Unternehmen ist in gewisserweise die Schnittstelle zwischen Porsche-KnowHow und anderen Branchen und Unternehmen und versucht aktiv, das Engineering-Wissen des Unternehmens verfügbar zu machen. So werden für Kunden aus den verschiedenen Branchen passende Lösungen entwickelt – von der Planung bis hin zur Umsetzung.

Maschinenbau Thema Bachelorarbeit: “Optimierung der Standzeiten von Zerspanungswerkzeugen durch Untersuchung und Optimierung der Parameter im Prozess Werkzeugschleifen”

Während das eingangs besprochene Fotovoltaik-Thema schon in gewisser Art und Weise Schnittstellen mit der Elektrotechnik aufweist, so ist dieses Thema etwas näher am Kern des klassischen Maschinenbaus. Interessanterweise ist aber das Unternehmen, welches das Thema “Optimierung der Standzeiten von Zerspanungswerkzeugen” als Bachelorarbeit ausschreibt, ebenfalls im Bereich Stromerzeugung tätig und wirbt mit dem Slogan “The power behind power”. Die Reinhausen Gruppe ( Maschinenfabrik Reinhausen GmbH ) produziert intelligente Transformatoren, Hightech-Isoliermaterialen für den Hochspannungs-Einsatz ebenso wie Steuerungsanlagen für Netzspannungs- und Stromqualität. Dennoch ist das Thema für die Bachelorarbeit sehr stark im Bereich Maschinenbau verankert.

Im Zentrum der Maschinenbau-Bachelorarbeit soll die Untersuchung und Optimierung der Parameter im Prozess Werkzeugschleifen stehen. Dazu sollen die Bachelor-Studierenden zunächst relevante Parameter (Geometrie, Schleifmedien/Bindungen etc.) identifizieren und anschließend analysieren. Die Analyse soll sich primär aus einer Konzeption (DoE = design of experiments) und Durchführung von Versuchsreihen zusammensetzen. Die Studierenden des Maschinebaus sollen dabei direkt unter die Lupe nehmen, welche Ursache- und Wirkungszusammenhänge zwischen der Standzeit von Zerspanungswerkzeugen und dem Materialgefüge bestehen. Darauf aufbauend soll dann – im letzten Schritt der Bachelorarbeit – ein generisches Modell für die Ermittlung idealer Material- und Prozessparameter im Schleifprozess erstellt werden. Maschinenbau-Studierende haben also während dieser praxisnahen Bachelorarbeit in der Maschinenfabrik Reinhausen die Möglichkeit, einen Optimierungsprozess direkt vom Anfang bis zu Ende zu begleiten.

Bachelorarbeit Maschinenbau Thema: “Machbarkeitsstudie von verschiedenen Verfahren zur Entnahme von Stahlproben aus dem laufenden Prozess einer kontinuierlich betriebenen Bandanlage”

Ein dritten Einsatzgebiet für Studierende des Maschinenbaus, die sich ebenfalls sehr für Werkstoffe im Produktionsprozess interessieren, bietet der Stahlbau. Führend in diesem Bereich ist das deutsche Unternehmen ThyssenKrupp, welches natürlich schon seit Jahrzehnten in diesem Bereich aktiv ist und in der Öffentlichkeit großflächig mit dem Stahlbau assoziiert wird. ThyssenKrupp Rasselstein ist dabei das einzige Unternehmen in Deutschland, welches  Weißblech herstellt. Das Unternehmen produziert dabei Verpackungsstahl, also verzinntes oder spezialverchromtes Feinstblech für unterschiedlichste Verpackungslösungen, wie z. B. Lebensmitteldosen oder Aerosolverpackungen.

In der ausgeschriebenen Bachelorarbeit können sich Maschinenbau-Studierende mit einer Machbarkeitsstudie von verschiedenen Verfahren zur Entnahme von Stahlproben aus dem laufenden Prozess einer kontinuierlich betriebenen Bandanlage beschäftigen. Die Maschinenbau-Studierenden sollen dabei möglicht anwendungsorientiert arbeiten. Die Studierenden sollen definieren, welche Anforderungen an die Entnahme zu richten sind, um im direkten Gespräch mit Unternehmen, die Lösungen für diese Thematiken entwickeln, konkrete Entwicklungsgespräche durchzuführen. Den großen Verantwortungsbereich, den Studierende des Maschinenbaus in dieser Bachelorarbeit haben, drückt auch die Tatsache aus, dass die Bachelorarbeit gleichzeitig eine Handlungsempfehlung enthalten soll: Welches Verfahren ist das beste für ThyssenKrupp Rasselstein? Maschinenbau-Studierende können ihr Wissen aus dem Studium hier direkt anwenden und wichtige Praxiserfahrung zu sammeln.
Viele weitere spannende Themen aus dem Bereich Maschinenbau gibt es natürlich auf www.die-bachelorarbeit.de.

Noten & Co.: Über falsche Selektoren im Recruiting

Im Studentenrecruiting bieten sich Unternehmen vielfältige Möglichkeiten. Praktika, Abschlussarbeiten, Werkstudententätigkeiten. Dabei erhalten gerade größere Unternehmen für Praktika oft eine Flut von Bewerbungen. Dies wirft die Frage aus: Wie können die Personalabteilungen aus so vielen Bewerbungen eigentlich den richtigen Kandidaten herausfiltern? Im Umkehrschluss stellen sich die Bewerber die Frage: Wann habe ich eigentlich realistische Chancen bei meiner Bewerbung?

Fokus: Uni und Noten

Gibt es viele Bewerber, zählen zwangsläufig bei der Durchsicht der Dokumente zunächst einmal die Kriterien, bei denen klar gefiltert werden kann. An welcher Universität oder Hochschule hat der Bewerber studiert? Welche Abschlussnote hat er erzielt?  Wie viele und welche relevanten Praktika wurden schon absolviert? Während dies eine praktikable Methode zur ersten Auswahl zu sein scheint, so fallen doch hier bereits viele spannende Kandidaten durch’s Sieb. Denn: Noten und Universitätsname sind stets nur Proxy-Variablen für die akademische und persönliche Eignung der Bewerber für die ausgeschriebene Stelle. Während ein solches Vorgehen also den Personalabteilungen beachtlich Zeit und Mühen spart, wird dennoch eine fatale Abkürzung genommen – denn die wirkliche Bewerbungsmotivation kann kaum identifiziert werden. Warum bewirbt sich der Studierende gerade hier?

Neben den Noten viel wichtiger: „What’s your why“

Während des persönlichen Bewerbungsgespräch wird dann – oft schon routinemäßig – gefragt, warum der Bewerber sich denn gerade bei diesem Unternehmen beworben hat. Als Antwort werden dann – oft ebenfalls routinemäßig – stets anwendbare Floskeln aufgesagt. Die wirkliche Motivation für die Bewerbung kann auch hier nur durch kritisches Nachfragen ausgemacht werden. Die Bewerbungsmotivation ist aber tatsächlich einer der besten Indikatoren dafür, ob der Studierende auch für eine Festanstellung offen ist und somit dafür, ob sich der Recruitingaufwand und die Einarbeitungszeit seitens des Unternehmens lohnt.

Denn kein Unternehmen möchte in einen Studierenden investieren, wenn dieser für eine Festanstellung kaum in Frage kommt. Dies wird insbesondere relevant, je später sich der Studierende im Studium befindet. Schreibt dieser beispielsweise gerade seine Bachelor- oder Masterarbeit, so achtet das Unternehmen naturgemäß darauf, dass der Studierende auch potentiell übernommen werden könnte. Ist dieser also hinreichend motiviert, interessiert sich insbesondere für die Themen, an denen das Unternehmen gerade forscht, so sind die besten Voraussetzungen gegeben, damit die Kooperation auch über die Abschlussarbeit hinaus geht.

Ungenutztes Potential: Forschungsthemen als Chance begreifen

Personaler in den Unternehmen sind sich der Schwächen ihrer Auswahlmechanismen bekannt. Man setzt viel daran, den Kandidaten schon in einem möglichst frühen Stadium persönlich kennenzulernen und auch in einem informellen Kontext auf seine Eignung zu überprüfen, zumal Soft Skills schwierig über den Lebenslauf kommunizierbar sind. Ein weiterer Ansatz, den best-practice Unternehmen bereits vermehrt anwenden, ermöglicht es Unternehmen aber auch, schon in einem Schritt früher die Motivation der Bewerber gezielt zu überprüfen. Und wie? Indem die Forschungsthemen der Unternehmen gezielt als Marketing-Instrument begriffen werden, um hochqualifizierte Studierende anzulocken.

Studierende interessieren sich besonders für Themen – kennen aber stets nur eine kleine Zahl an Unternehmen direkt. Wenn das Unternehmen die Themen der Tätigkeit bei den Ausschreibungen in den Vordergrund stellt, wird so bereits ein erster Filter angesetzt: Es bewerben sich nur die Studierenden, die sich wirklich für das Thema interessieren und bei denen im Anschluss die Wahrscheinlichkeit deutlich höher ist, dass sie auch im Unternehmen verbleiben. Dieses spezielle Marketing-Instrument kann man zunächst sehr selektiv einsetzen, beispielsweise bei der Ausschreibung für eine Bachelor- oder Masterarbeit. Statt einen „Masterand“ oder „Bachelorand“ für ein Themenfeld zu suchen und somit gleichsam mit allen Unternehmen verglichen zu werden, die ebenfalls auf der Suche nach einem „Masterand“ oder „Bachelorand“ sind, kann ganz einfach das Thema in den Vordergrund gerückt werden. Somit konkurriert man in einem ersten Schritt primär mit den Themen anderer Unternehmen, statt über klassische Employer Branding Variablen wie Unternehmensname, Ort und Marketingbudget.
Und das Gute: Auch, bzw. gerade mittelständische Unternehmen können über Themen einfacher hochqualifizierte Studierende ansprechen. Denn ihre Themen sind höchstgradig wettbewerbsfähig, während ihr Marketingbudget natürlich nicht mit dem der großen Unternehmen zu vergleichen ist. Somit eröffnet sich ein ganz neuer Recruitingkanal, der für bestimmte Stellen gezielt und überregional hochqualifizierte Studierende anspricht. Als Ergänzung der klassischen Recruiting-Möglichkeiten sicherlich einen Versuch wert.

Korrektur der Bachelorarbeit

Lektorat und Korrektur für deine Abschlussarbeit

Das Schreiben der eigenen Bachelorarbeit bzw. Masterarbeit ist nicht einfach und häufig mühsam. Komplizierte Sachverhalten verständlich darzustellen und dabei den roten Faden des Textes nicht aus den Augen zu verlieren, stellt viele Studenten regelmäßig vor Probleme.


Erschwert wird dies zusätzlich durch die Tatsache, dass viele Universitäten heutzutage strenge Anforderungen bezüglich eines hohen Sprachgebrauchs stellen. Wer hiermit noch keine Erfahrungen hat oder es schwer findet, sich schriftlich auszudrücken kann hier schnell Schwierigkeiten mit einer angemessenen akademischen Ausdrucksweise bekommen.

Für Fälle wie diese gibt es das sogenannte Lektorat.

 

Was ist ein Lektorat?

Als Lektorat wird die Korrektur von einer Bachelor- bzw. Masterarbeit vor der offiziellen Abgabe bezeichnet. Hier kommen meist Familienmitglieder, Freunde oder Betreuer zum Einsatz.

Manchmal ist jedoch auch mehr Hilfe nötig. Für diese Fälle gibt es das professionelle Lektorat von einem Korrektor, der sprachlich sehr begabt und mit dem akademischen Schreiben vertraut ist.

Ein Korrektor…:

  1. Verbessert die allgemeine sprachliche Qualität
  2. Korrigiert Rechtschreib- sowie Grammatikfehler
  3. Verbessert den akademischen Sprachstil
  4. Sorgt für einen flüssigen Textverlauf
  5. Und gibt Tipps und persönliches Feedback zu der Arbeit

 

Warum Lektorat?

Wenn man längere Zeit an einem Text schreibt, wird man als Autor schnell einmal “betriebsblind“ für seine eigenen Tipp-, Rechtschreib- und Grammatikfehler, was schnell zu unvollständigen oder zu verschachtelten Sätzen führen kann. Um zu umgehen, dass diese einfach zu vermeidenden Fehler die Qualität der Abschlussarbeit negativ beeinflussen, ist es daher sinnvoll ein Lektorat in Anspruch zu nehmen.

Durch das Lektorat wird die Abschlussarbeit noch einmal von einer zweiten, unabhängigen Person korrigiert, um zu einer bestmöglichen Schlussversion zu gelangen.


Ist Deutsch oder Englisch nicht deine Muttersprache?

Wenn Deutsch oder Englisch nicht die eigene Muttersprache ist, kann es sehr hilfreich sein die Arbeit von einem Muttersprachler korrigieren zu lassen.

Dadurch bekommt die Arbeit einen höheren akademisch-wissenschaftlichen Stil, Alltagssprache wird verbessert, Wortwiederholungen werden vermieden und der Text wird flüssig lesbar.

Zudem kann man noch etwas über sein eigenes Schreiben dazu lernen, wenn man seinen Text korrigieren lässt!  

Eine Abschlussarbeit Korrektur lesen lassen

Brauchst du Hilfe beim Schreiben eines fehlerlosen akademischen Textes? Dann ist das von jungen Absolventen betriebene SCRiBBR deine Anlaufstelle.

Bei SCRiBBR sorgen professionelle Korrektoren dafür, dass Bachelorarbeiten, Masterarbeiten und Dissertationen auf Deutsch als auch auf Englisch gemäß höchstem sprachlichem Standard verbessert werden.  
Mehr Informationen zu dem Service kannst du auch auf der SCRiBBR-Homepage nachlesen: https://www.scribbr.de.

 

Automatisierungstechnik: Themen für die Bachelorarbeit

Bachelorarbeit im Bereich Automatisierungstechnik

Die Industrie 4.0 ist in aller Munde. “Wenn Bauteile eigenständig mit der Produktionsanlage kommunizieren und bei Bedarf selbst eine Reparatur veranlassen – wenn sich Menschen, Maschinen und industrielle Prozesse intelligent vernetzen, sprechen wir von Industrie 4.0.”, definiert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf ihrer Internetseite.

Die Möglichkeiten, die modernste Technologie in industriellen Anwendungen bietet, sind sehr vielfältig und werden mittelfristig zu einer signifikanten Steigerung von Wohlstand und Lebensqualität führen. Dabei werden die technologischen Entwicklungen der Industrie 4.0 auch von politischer Seite unterstützt: Im Rahmen der Verknüpfung verschiedener Prozesse wird die Standardisierung von Schnittstellen – oftmals auch unternehmensübergreifend – ein wichtiges Thema. Ebenso gilt es aber auch, sicherzustellen, dass die notwendigen Fähigkeiten in der Ausbildung eine größere Beachtung finden. Deutschlands Unternehmen beklagen sich schon jetzt, dass in wichtigen Bereichen wie Elektrotechnik, Informatik und Automatisierungstechnik großer Personalmangel herrscht. Um dem effektiv entgegen zu wirken, müssen die richtigen Voraussetzungen geschaffen werden.

Seit Jahren schon bemühen sich verschiedene Initiativen das Ingenieurwissenschaften-Studium für Abiturienten und Abiturientinnen attraktiver zu machen. Schon in der Schule wird ein großer Fokus darauf gelegt, dass MINT-Fächer attraktiv vermittelt werden. Insbesondere junge Mädchen sollen für die Technik begeistert werden. Denn die Jobchancen stehen in keinem anderen Bereich zu gut. Informatiker und Elektrotechniker werden überall gesucht. Schon im Studium konkurrieren die Unternehmen um die besten Talente. Auch für Abschlussarbeiten suchen viele Unternehmen bereits gezielt Studierende, um bestimmte Probleme und Themen wissenschaftlich aufzuarbeiten. Kontinuierliche Optimierung, Verbesserung und Innovation sind die Kerntreiber für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Deshalb sind die innovativen und frischen Ideen der Studierenden stets ein gern gesehende Unterstützung. Wir stellen Euch drei Themen aus dem Bereich Automatisierungstechnik vor, die sich als Bachelorarbeit eignen.

Automatisierungstechnik Thema Bachelorarbeit: “Korrelationsanalyse zur Bestimmung von Abhängigkeiten in Kalibrierdaten”

Elektronische Steuergeräte besitzen vielfältige Anwendungen. Inbesondere im Automobilbereich werden Steuergeräte in sämtlichen elektronischen Bereichen eingesetzt. Auch die Steuerung von Maschinen und anliegenden technischen Prozessen ist nur unter dem Einsatz elektronischer Steuergeräte möglich. Innerhalb der Fahrzeuge sind die verschiedenen elektronischen Steuergeräte miteinander verbunden (durch sogenannte Systembusse) und können in Echtzeit Informationen austauschen.

Diese einzelnen Steuergeräte müssen dabei nicht nur aufeinander abgestimmt sein durch entsprechende Schnittstellen, sondern natürlich – je nach Einsatzgebiet – optimal kalibriert werden, um volle Funktionalität und Wirkung zu entfalten. Dies geschieht durch spezielle Instrumente. Diese ermöglichen Messung und Kalibrierung, sowie die Aufzeichnung sämtlicher Signale. Mit den entsprechenden Tools können die jeweiligen Diagnosen und Analysen durch Messdatenauswertung einfach erstellt werden und somit Steuergeräte optimal eingestellt werden.

Diese Kalibrierdaten sollen auch im Zentrum einer Bachelorarbeit bei Vector Informatik stehen. Das Stuttgarter Unternehmen mit weltweit mehr als 1.600 Mitarbeitern ist auf die Entwicklung von offenen Plattformen und Softwarekomponenten  zur Entwicklung von eingebetteten Systemen – wie elektronischen Steuergeräten – spezialisiert. Kunden sind dabei primär die Hersteller und Zulieferer der Autoindustrie, aber auch verwandter Branchen. Im Rahmen der Bachelorarbeit soll untersucht werden, inwiefern Abhängigkeiten zwischen Kalibrierdaten und der jeweiligen Hardwareeigenenschaften bestehen.

Der Hintergrund ist, dass die Kalibrierdaten in Steuergeräten von den Hardwareeigenschaften und auch vom Zielmarkt des jeweiligen Fahrzeuges sind. Jedoch sind diese Abhängigkeiten meistens nicht formal hinterlegt, weshalb hier keine Klarheit herrscht. Obgleich eine große Masse an Kalibrierdaten existiert, welche wiederum mit Metadaten verbunden sind, sind keine klaren Abhängigkeiten definiert. In der Bachelorarbeit sollen Studierende der Informatik oder Automatisierungstechnik untersuchen, inwiefern durch eine Korrelationsanalyse möglichen Abhängigkeiten bestimmt werden können. Mit diesen Erkenntnissen soll dann auch eine Validierung zukünftiger Daten durchgeführt werden. Für Studierende der Automatisierungstechnik eine gute Möglichkeit, direkt an den Grundlagen der Industrie 4.0 mitzuarbeiten.

Automatisierungstechnik Bachelorarbeit Thema: “Konzeption und prototypische Umsetzung innovativer Ansätze für mehr Sicherheit im industriellen Umfeld”

Mit der zunehmenden Vernetzung von Produktionsprozessen, Logistikprozessen, Maschinen und Systemen entstehen natürlich auch größere Sicherheitsrisiken. Denn wenn die Systeme zur Prozesssteuerung oder Fertigung von externen Parteien infiltriert werden können steht nicht nur die Produktion, sondern auch mittelfristig die Existenz der jeweiligen Firma auf dem Spiel. Diese sicherheitskritischen Infrastrukturen sind in vielen Industriezweigen ein heißes Thema: Wie können diese Systeme so geschützt werden, dass ein permanentes Risko besteht und Wettbewerbsvorteile bestehen bleiben können?

In diesem Rahmen bietet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Studierenden der Informatik und Automatisierungstechnik die Möglichkeit konkrete Themen für eine Bachelorarbeit an. Dabei können sowohl die Erprobung eines Testleitfadens für industrielle Steuerungskomponenten als auch die Erprobung von Fuzzing-Tools im Mittelpunkt stehen. Im Endeffekt soll es in jedem der einzelnen Themen darum gehen, mehr Sicherheit im industriellen Umfeld durch die Konzeption und prototypische Umsetzung innovativer Ansätze zu sorgen. Eine große Rolle spielen dabei sicherlich auch Penetrationstests. Bachelor-Studierende der Automatisierungstechnik, die Erfahrung in diesem Bereich haben, sind bei einer Bewerbung sicherlich im Vorteil. Das Erproben, wie Systeme penetriert werden können, um mögliche Sicherheitslücken zu identifizieren bedarf sowohl großer Kreativität als auch hoher Fachkompetenz.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bietet dabei den Studierenden der Automatisierungstechnik eine fachbezogene Betreuung im Referat “Cyber-Sicherheit in kritischen IT-Systemen, Anwendungen und Architekturen”.

Automatisierungstechnik-Thema für Bachelorarbeit: “Visualisierung der Anpassung von Erkennersystemen zur Verbesserung von Robotertechnologie”

Automatisierungstechnik finden, wie bereits angedeutet, in vielen Bereichen Anwendung. Natürlich ist die Vernetzung bestimmter Prozesse insbesondere in der industriellen Produktion als auch im Automobil an sich ein großes Anwendungsfeld. Aber auch im Bereich Smart Home, also der Vernetzung verschiedener elektronischer Geräte in Gebäuden, ist Automatisierungstechnik gefragt.

Die Firma Cibek ist bereits seit einigen Jahren mit dem Produkt “PAUL” am Markt, einer Komplettlösung zur Unterstützung von älteren Menschen, die auch im hohen Alter weiterhin selbstbestimmt zu Hause leben möchten. PAUL, eine Abkürzung für “Persönlicher Assistent für Unterstütztes Leben”, ist dabei ein Gebäudesteuerungs- und Assistenzsystem, welches sich intuitiv über ein Touch-Display bedienen lässst. Dabei bietet PAUL verschiedene Kommunikations- und Überwachungsfunktionen, die auch dazu beitragen sollen, die Sicherheit und Unversehrtheit der Senioren zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen.

Im Rahmen einer Bachelorarbeit soll eine Erweiterung und Optimierung des Konzepts des Gebäudesteuerungssystems stehen. Ziel der Bachelorarbeit soll es sein, die Analyse verschiedener Aktionen und Abläufe in der Wohnung zu erleichtern und besser abzubilden. Dabei soll sowohl das Bedienungskonzept optimiert werden, als auch die dahinterliegenden Komponenten. Über welche Schnittstellen sollen die Informationen integriert werden? Wie soll die systemübergreifende Einstellung von Alarmierungsgrenzen aussehen und wie kann die Konfiguration und Parametrisierung durch die Nutzer erfolgen? Obgleich eine holistische Analyse benötigt ist, können sich Studierende der Automatisierungstechnik im Rahmen der Bachelorarbeit natürlich auf einige Aspekte konzentrieren. Letztlich bietet diese externe Abschlussarbeit bei der Firma Cibek die spannende Möglichkeit, an einem Produkt mitzuarbeiten, welches das Leben für viele Menschen einfacher und sicherer macht. So kann mit der Abschlussarbeit ein spürbar positiver Beitrag für die Gesellschaft geleistet werden – im Idealfall natürlich auch noch gepaart mit einer guten Abschlussnote.
Weitere Themen für Bachelorarbeiten aus dem Bereich Automatisierungstechnik findet Ihr natürlich unter www.die-bachelorarbeit.de.

Weitere Themen für Bachelorarbeiten im Bereich Automatisierungstechnik findet Ihr unter: https://www.die-bachelorarbeit.de/Automatisierungstechnik-cat_13.html#

Themen für Masterarbieten in Unternehmen im Bereich Automatisierungstechnik findet Ihr hier:

https://www.die-masterarbeit.de/Automatisierungstechnik-cat_13.html#

Bachelorarbeit im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen

Interdisziplinarität ist seit einigen Jahren in akademischen Kreisen ein oft gebrauchtes Wort. Ganze Studiengänge werden so konzipiert, dass möglichst viele Erkenntnisse aus verschiedenen Fachgebieten gewinnbringend zusammengeführt werden. So gibt es den Studiengang “Internationale Beziehungen” an der TU Dresden, bei dem sich Studierende Kenntnisse aus der Volkswirtschaftslehre (VWL), den Politikwissenschaften und Rechtswissenschaften aneignen und in gezielten Veranstaltungen auch einzelne Problemstellungen aus den verschiedenen Blickwinkeln der akademischen Disziplinen beleuchten. Auch in den eher technisch geprägten Studiengängen wird großer Wert auf Interdisziplinarität gelegt. Wirtschaftswissenschaftliches und betriebswirtschaftliches Wissen wird schon in den ersten Semestern unterrichtet, gleichzeitig gibt es spezielle Lehrveranstaltungen, die Wissen aus angrenzenden Disziplinen integrieren und die Studierenden für Interdisziplinarität sensibilisieren. Studiengänge wie “Wirtschaftsinformatik”, “Technische Informatik” und auch “Wirtschaftsingenieurwesen” sind bereits explizit auf Schnittstellenwissen ausgelegt. Im Wirtschaftsingenieur-Studium können sich Studierende nicht nur auf eine Fachrichtung in den Ingenieurwissenschaften spezialisieren (beispielsweise Maschinenbau oder Elektrotechnik), sondern ebenso vertiefende Wirtschaftsveranstaltungen besuchen. So steht beispielsweise oft Innovationsmanagement, Investitionsrechnung und Controlling im Lehrplan vieler Studierender.

Es liegt in der Natur der Sache, dass Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens während der Bachelorarbeit bereits die Möglichkeit haben, verschiedene Themen näher zu betrachten. Entweder ein ingenieurwissenschaftliches oder ein wirtschaftswissenschaftliches Thema, oder aber ein Schnittstellenthema, in dem Wissen aus beiden Bereichen essentiell ist. Wir stellen Euch drei verschiedene Themen vor, die aktuell als Bachelorarbeit für Wirtschaftsingenieurwesen-Studierende ausgeschrieben sind.

Wirtschaftsingenieurwesen Thema Bachelorarbeit: “Konzeption und Durchführung einer Marktanalyse zur Ermittlung neuer Kundenpotentiale im Bereich Business Intelligence”

Wenn Unternehmen neue Produkte entwickeln, so tun sie dies meist aus dem Grund heraus, dass Sie ein Problem des Kunden lösen wollen. In direkten Gesprächen mit existierenden Kunden können die Vertriebsmitarbeiter meistens ein gutes Verständnis dafür entwickeln, welche zusätzlichen Dienstleistungen und Produkte für den Kunden interessant sein könnten. Wenn kein Produkt im Portfolio des Unternehmens genau diese Kundenbedürfnisse bedient, wird meist in Rücksprache mit der Forschungs- und Entwicklungsabteilung überprüft, inwiefern eine Produktentwicklung und Produktinnovation in diesem Bereich sinnvoll wäre und wie realistisch die Umsetzung ist. Sowohl technische Aspekte als auch die Wirtschaftlichkeit der geplanten Maßnahmen muss überprüft werden. Jede Produktentwicklung ist also stets gekoppelt an die Entwicklungen im Markt und kann im Idealfall responsiv bei Veränderungen agieren.

Auch wenn sich Marktanalysen grundsätzlich nicht für universitäre Abschlussarbeiten eignen, so ist es doch möglich, um eine solche Marktanalyse herum ein wissenschaftliches Thema zu “bauen”. Gleichzeitig ist es oftmals für Abschlussarbeiten in Fachhochschulen ausreichend, muss aber natürlich stets mit dem betreuenden Professor abgestimmt werden.

Die FERCHAU Engineering GmbH ist ein deutscher Engineering-Dienstleister mit über 70 Niederlassungen in Deutschland. In der Projektarbeit der Mitarbeiter – insgesamt mehr als 6.000 weltweit – entstehen natürlich auch regelmäßig spannende Themen und Aufgaben für Abschlussarbeiten. So soll beispielsweise im Rahmen einer Bachelorarbeit analysiert werden, welche Kundenpotentiale es im Bereich Business Intelligence gibt. Das heisst konkret: Wie groß ist der Markt und wie ist die Marktsituation? Welche Anbieter gibt es und wer sind die größten Kunden? Was sind die technischen und wirtschaftlichen Eigenschaften der existierenden Lösungen und entlang welcher Dimensionen ist noch Potential? Eine Masterarbeit die sich um diese Themen dreht stiftet nicht nur einen großen Mehrwert für FERCHAU Engineering in der täglichen Projektarbeit, sondern öffnet für Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens auf die Tür für eine spätere Festanstellung.

Thema Wirtschaftsingenieurwesen Bachelorarbeit: “Durchführung einer SWOT-Analyse von Kontaktsystemen und Anschlusstechniken im Bezug auf Technik und Kosten”

Wenn Unternehmen Stellen für Abschlussarbeiten ausschreiben, so tun sie dies meist aus dem Kalkül heraus, ein bestimmtes unternehmerisches und technisches Problem zu lösen. Aus den Fachabteilungen kommt ein konkreter Bedarf, der dann von den Personalabteilungen in eine Stellenausschreibung verwandelt wird. Dabei wird dann auch entschieden, ob für die Aufgabe eine Bachelorarbeit, ein Praxissemester oder ein Praktikum ausgeschrieben werden soll. Abschlussarbeiten haben oft besonders hohe Ansprüche, da die wissenschaftliche Unabhängigkeit bestimmte Vorgaben bezüglich Methodologie und Umfang gibt. Dies wird von Unternehmen in der Ausschreibung meist jedoch nicht beachtet. Dies ist aber auch nicht schlimm – denn die Themen dienen meist nur als erster Ansatzpunkt für eine Diskussion zwischen Professor, Studierenden und Unternehmen. Die Themen sind nicht in Stein gemeißelt – ganz im Gegenteil: Konstruktive und interessante Vorschläge von Studierenden können meist immer eingebunden werden.

Die ODU GmbH hat aktuell für Wirtschaftsingenieure als Bachelorarbeit das Thema “Durchführung einer SWOT-Analyse der eigenen und der Wettbewerbsprodukte im Bereich Kontaktsysteme und Anschlusstechniken hinsichtlich Technik und Kosten” ausgeschrieben. Studierende der Wirtschaftsinformatik sollen dabei sowohl ihr BWL-Wissen als auch ihr technisches Verständnis einsetzen, um zu evaluieren, in welchen Bereichen ODU-Produkte Stärken und Schwächen im Vergleich zur Konkurrenz besitzen und welche Möglichkeiten und Gefahren das aktuelle Marktumfeld für die Produkte des Unternehmens bereit hält. Auch wenn eine SWOT-Analyse keine wissenschaftliche Methode per se ist, so gilt auch in diesem Fall: Für eine externe Bachelorarbeit im Wirtschaftsingenieurwesen kann das Aufgabengebiet sicherlich so modifiziert werden, dass auch die Vorgaben aus der Prüfungsordnung erfüllt werden. Denn die ODU GmbH & Co. KG bietet als führender internationaler Anbieter von Steckverbindungssystemen natürlich ein dynamisches und innovatives Umfeld, welches sich für das Anfertigen externer Bachelorarbeiten eignet. Die ODU-Gruppe ist dabei international agierend und besitzt Kernkompetenzen im Bereich Konstruktion, Werkzeug- und Sondermaschinenbau, Spritzerei, Stanzerei, Dreherei, Oberflächentechnik, Montage sowie Kabelkonfektionierung. Viele spannende Ansatzpunkte für Abschlussarbeiten.

Bachelorarbeit Wirtschaftsingenieurwesen Thema: “Sonderwerkzeugfertigung: Erstellung einer Entscheidungsgrundlage für eine Investitionsentscheidung und Empfehlung zur Erhöhung der Wertschöpfung”

Während die zwei bisher vorgestellten Themen eher im Bereich Vertrieb / Produkt-Markt-Anpassung zu verorten sind, so ist das dritte Thema aus dem Bereich Produktions- bzw. Fertigungsplanung. Grundsätzlich gibt es natürlich produktbezogene Unterscheidungen in Forschung & Entwicklung, Produktion und Fertigung als auch Vertrieb / Logistik / Marketing. Der ganze Lebenszyklus des Produkts wird in diesen drei Funktionen sehr gut widergespiegelt.

Die KOMET GROUP ist weltweit einer der führenden Komplettanbieter für Präzisionswerkzeuge. Mit mehr als 1.600 Mitarbeitern ist die KOMET GROUP stetig dabei, die Bearbeitung verschiedener Werkstoffe durch passgenaue Sonderwerkzeuge zu begleiten und zu verbessern. Was klar ist: Auch Präzisionswerkzeuge müssen zunächst gefertigt werden. Eben dieser Prozess soll im Mittelpunkt einer Bachelorarbeit stehen: Wie kann das bestehende Produktionskonzept für Sonderbohrwerkzeuge verbessert werden, um eine effizientere Werkzeugherstellung zu gewährleisten?

Dabei sollen die Wirtschaftsingenieurwesen-Studierenden zunächst das Produktportfolio des Unternehmens analysieren und identifizieren, welche Anforderungen an eine Maschine gegeben sein müssen. Darauf aufbauend bedarf es einer umfassenden Analyse, welche aktuellen Marktlösungen den definierten Anforderungen genügen. In diesem Rahmen sollen natürlich auch Vor- und Nachteile der jeweiligen Maschinen analysiert und quantifiziert werden: Welche fixen und welche variablen Kosten würde ein Einsatz der Maschine mit sich bringen und welche Stellschrauben gibt es, um die Auslastung zu optimieren?
Bachelorstudierende des Wirtschaftsingenieurwesens sollen dabei im Endeffekt eine fundierte Entscheidungsgrundlage für das Unternehmen herbeiführen: In welche Maschine soll investiert werden und welche zusätzliche Wertschöpfung ist zu erwarten? Die Bachelorarbeit erfordert dabei sowohl abteilungsübergreifende Arbeit, als auch interdisziplinäres Denken. Der Fokus auf Interdisziplinarität im Studium macht also auch aus Praxis-Perspektive durchaus Sinn. Weitere interdisziplinäre Themen aus dem Bereich Wirtschaftsingenieurwesen für Deine Bachelorarbeit findest Du auch auf www.die-bachelorarbeit.de .

Note Bachelorarbeit

Die Bewertung der Bachelorarbeit – Worauf kommt es an?

Nach dem Ende der Bearbeitungsphase Deiner Bachelorarbeit hat Dein Betreuer meist einige Wochen Zeit, um die Abschlussarbeit zu bewerten. Dabei legt Dein Betreuer natürlich diverse Bewertungskriterien an. Diese Kritierien variieren von Lehrstuhl zu Lehrstuhl und sind abhängig vom Themengebiet Deiner Bachelorarbeit. Nichtsdestotrotz ist es selbstverständlich so, dass einige Bewertungsmaßstäbe in allen Fachgebieten Anwendung finden. Wir haben für Euch die wichtigsten allgemeingültigen Bewertungskriterien zusammengefasst. Es empfiehlt sich aber auf jeden Fall, vorab mit seinem Betreuer schon ein Gespräch über die Bewertungskriterien zu führen, damit man die nötige Transparenz über die Kriterien schon während der Bearbeitungsphase hat. Grundsätzlich lassen sich die Bewertungsmaßstäbe bei einer Bachelorarbeit in zwei Kategorien einteilen: (1) inhaltliche Bewertungskriterien und (2) formale Bewertungskriterien.

Inhaltliche Bewertungskriterien bei einer Bachelorarbeit

Primär geht es bei einer Bachelorarbeit natürlich darum, eine konkrete Themenstellung klar und stringent zu bearbeiten. Insbesondere im ersten Teil der Bachelorarbeit zeigt sich bereits, wie klar die Aufgabenstellung verstanden und ausgelegt wurde. Ist das Thema zu weitgefasst oder sehr konkret dargelegt? Dies wird der Betreuer der Abschlussarbeit bei der Bewertung zuerst unter die Lupe nehmen.

Wurde die Thematik verstanden und wurde der aktuelle Stand der Forschung adäquat dargestellt?

Durch die ganze Bachelorarbeit hinweg ist es natürlich essentiell, dem Betreuer zu vermitteln, dass die Thematik verstanden und durchdrungen wurde. Dies kann man schon in dem ersten Teil der Bachelorarbeit unter Beweis stellen, in dem man den Stand der Forschung adäquat darstellt. Dabei muss ein umfangreiches Studium der Literatur und die anschließende Kontextualisierung ersichtlich sein, das bloße Wiedergeben von Quellen ist nicht ausreichend.

Ist eine Eigenleistung ersichtlich und wird kritisch reflektiert?

Eine akademische Abschlussarbeit stellt stets eine unabhängige Forschungsleistung dar. Die signifikante Eigenleistung muss erkennbar sein: Bei der Beantwortung der Forschungsfrage ist es nicht ausreichend, lediglich die Ansätze anderer Wissenschaftler zu kopieren. Zwar können Methoden und Strategien angewendet werden, aber es gilt stets zu begründen, warum dies der Fall ist und welche neuen Erkenntnisse zu erwarten sind. Die in der akademischen Abschlussarbeit gewonnenen Erkenntnisse sind wertlos, wenn sie nicht in einen Zusammenhang mit dem Stand der Forschung gesetzt werden. Welche neuen Erkenntnisse wurden geliefert und welche neuen Forschungsfragen wurden aufgeworfen?  Die Resultate der Arbeit müssen kritisch bewertet werden – um später in der Bewertung selbst eine gute Note zu bekommen.

Wie verhält sich die Ausführung/Methodologie zum Schwierigkeitsgrad des Themas?

Ein weiterer elementarer Punkt in der Bewertung der akademischen Abschlussarbeit ist das Verhältnis von Ausführung und Schwierigkeitsgrad. Im Vorgespräch mit dem Betreuer wurden im Idealfall schon die Erwartungen fixiert, die später als Grundlage der Bewertung dienen. Grundsätzlich geht es darum: Wurde ein einfaches Thema angemessen bearbeitet, gibt es zumindest keine Punktabzüge. Wenn es kleinere Fehler und Unklarheiten in der Bearbeitung hab, kann sich dies negativ auswirken. Dies ist wiederum nicht negativ, wenn das Thema eine gewisse Schwierigkeit aufweist, die sich über dem Durchschnitt normaler Abschlussarbeiten bewegt. In diesem Szenario können leichte methodologische Schwächen verziehen werden, was bei einem einfachen Thema nicht der Fall gewesen wäre.

Formale Bewertungskriterien bei einer Bachelorarbeit

Neben den inhaltlichen Bewertungskriterien gibt es eine Reihe von formalen Bewertungskriterien, die ebenfalls eine große Rolle spielen. Hier ist es oft sehr einfach möglich, viele Punkte zu sammeln, wenn man sich im Vorfeld sämtliche verfügbare und relevante Dokumente am Lehrstuhl zu diesem Thema durchliest. Meist sind dort die formalen Richtlinien sehr klar dargestellt, sodass keine Unklarheiten aufkommen können.

Wichtig ist, dass die erlaubte maximale Seitenanazahl bei der Bachelorarbeit nicht überschritten wurde. Manchmal ist es noch erlaubt, einige Seiten extra zu schreiben, wenn es einen validen Grund gibt. Aber hier sollte man Vorsichrt walten lassen. Vielmehr kann man immer noch versuchen, einige Abschnitte in den Anhang zu setzen, um bei der Seitenanzahl zu sparen. Ebenso wichtig: Wurde die Bachelorarbeit pünktlich eingereicht? Das klingt meist trivial, aber die Deadline wird nicht immer von allen Studierenden eingehalten. Wenn sich abzeichnet, dass Du im Prozess der Bearbeitung (durch Krankheit oder sonstiges) die Deadline zur Abgabe der Bachelorarbeit nicht einhalten kannst, dann wende Dich sofort an das zuständige Prüfungsamt. Meistens kannst Du noch einige Wochen zusätzlicher Bearbeitungszeit bekommen. Einfach so zu spät abgeben? Das könnte Deiner Abschlussarbeit eine sehr schlechte Note verleihen, bzw. führt oft auch zum Nicht-Bestehen der Prüfungsleistung.
Weitere formale Bewertungskriterien betreffen beispielsweise die Gliederung: Hier zeigt sich, ob Du die Materie so tief durchdrungen hast, dass Du sie sinnvoll strukturieren kannst. Gleichzeitig solltest Du natürlich – bevor der Fließtext beginnt – alle Begriffe definiert haben (also ein Abkürzungsverzeichnis voranstellen). Im Text an sich geht es zum Teil auch um das Layout: Sind ausreichend Absätze eingefügt? Wie steht es um die Lesbarkeit des Textes? Wird ein verständlicher, grammatikalisch korrekter Satzbau verwendet? Gibt es Rechtschreibfehler? Viele dieser Punkte sind mit ausreichender Sorgsamkeit zu erfüllen und können für ein gutes Gesamtbild der Abschlussarbeit sorgen.

 

 

Die Unterschiede zwischen Bachelorarbeit und Masterarbeit

Über die Unterschiede zwischen Bachelorarbeit und Masterarbeit

Obwohl die Masterarbeit für die meisten Studierenden meist nur zwei Jahre (oftmals gar nur ein Jahr) nach dem Abschluss des Bachelorstudiums liegt, so gibt es doch zwischen den Abschlussarbeiten fundamentale Unterschiede. Während eine Bachelorarbeit für Studierende der Geisteswissenschaften beispielsweise nur eine erweiterte Studienarbeit ist, so gelten für die Masterarbeit ganz andere Maßstäbe. Die deutlich komplexere Masterarbeit unterscheidet sich also signifikant von einer Bachelorarbeit. Dies gilt es bei der Planung des Projekts auf jeden Fall zu beachten. Wir beleuchten für Euch die wichtigsten Unterschiede zwischen Bachelor- und Masterarbeit.

Themen für Bachelorarbeiten

 

Die Bachelorarbeit ist die erste wissenschaftliche Arbeit – Hier gelten naturgemäß weniger strenge Ansprüche als bei einer Masterarbeit

Die Bachelorarbeit dient in den meisten Studiengängen primär zur Überprüfung, ob der Studierende die Grundsätze des wissenschaftlichen Arbeitens erlernt und verinnerlicht hat und sich in der Lage befindet, diese an einem Beispiel anzuwenden. Die meisten Prüfungsordnungen – insbesondere in den geisteswissenschaftlichen Fächern – sehen für die Bachelorarbeit eine Länge von ca. 30-40 Seiten vor. Diese Beschränkung, in Kombination mit einer Bearbeitungszeit von meist ca. 6-8 Wochen legt der Bachelorarbeit natürlich schon eine gewisse inhaltliche Beschränkung auf.

Viele Universitäten, insbesondere die Fakultäten im Bereich Elektrotechnik, Informatik und Maschinenbau, die normalerweise Abschlussarbeiten in Kooperation mit Unternehmen begrüßen, sind deshalb bei Bachelorarbeiten oft auch noch skeptisch. Denn bei diesen sei eine sehr enge Abstimmung mit dem universitären Betreuer absolut essentiell, weil beim Studierenden noch keine tiefgreifende Erfahrung mit dem wissenschaftlichen Arbeiten vorliegt.  Im Gegensatz dazu sehen es andere Betreuer so, dass sich gerade Bachelorarbeiten für eine enge Kooperation mit der Industrie eignen, weil diese besonders solche kleinen Probleme umsetzungsorientiert lösen können, die oftmals für Unternehmen interessant sind. Auf der anderen Seite besitzen Studierende zu diesem Zeitpunkt natürlich noch wenig Erfahrung mit der Arbeit im Unternehmenskontext, was bei der Durchführung des Projektes hinderlich sein kann.

Im Gegensatz zur Bachelorarbeit ist die Masterarbeit als wissenschaftliche Abschlussarbeit bereits ein ernstzunehmender Beitrag zur Forschung

Während im Bachelorstudium die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens gelegt wurden, bietet das Masterstudium für die meisten Studierenden ja bereits die Möglichkeit, sich zu spezialisieren. Durch mehr Flexibilität im Studienplan können bereits viele Vorlesungen entsprechend individueller Interessen gewählt werden. Diese Fokussierung im Studium macht es auch möglich, dass in diesen Vorlesungen bereits die aktuelle Forschung behandelt wird. Das Niveau der Lehrveranstaltungen ist zwangläufig höher. Wenn dann also die Masterarbeit in einem Vertiefungsgebiet geschrieben wird, sind die Themen bereits so speziell, dass man sich oft bereits an der Grenze zur aktiven Forschung befindet.

Nicht ohne Grund gehen viele Studierende ja auch direkt nach dem Abschluss der Masterarbeit in eine Position als wissenschaftlicher Mitarbeiter über. Die Masterarbeit kann also in vielerlei Hinsicht als ein “Bewerbungsschreiben” für die aktive Forschung gewertet werden. Dementsprechend sind die Ansprüche an eine solche Arbeit natürlich ganz anderer Natur, als bei einer Bachelorarbeit. Eine strukturierte Literaturrecherche, wie sie oftmals in den Sozialwissenschaften bereits für eine Bachelorarbeit ausreichend ist, stellt für eine Masterarbeit lediglich das Fundament dar. Allein dadurch, dass meist zur Bearbeitung 80-120 Seiten zur Verfügung stehen, ist eine Masterarbeit deutlich substantieller und bietet vielseitige Möglichkeiten zur ausführlichen Ausarbeitung. Als möglicher relevanter Beitrag zur akademischen Forschung gilt es natürlich, dass das Thema der Abschlussarbeit eine Neuartigkeit aufweisen kann. Diese Novelität ist es auch oft, die Studierenden bei der Themenwahl für eine Masterarbeit Schwierigkeiten bereitet. Denn die ausgewählte Methodik muss zumindest neue Erkenntnisse versprechen, welche die Wissenschaft in einer gewissen Art und Weise voranbringen. Dies erfordert ein gutes Verständnis der offenen Forschungsfragen und der möglichen Ansätze, um in diese “Research Gaps” mit einem eigenen Forschungsbeitrag etwas zu schließen.

Fazit: Welche Unterschiede gibt es zwischen Bachelorarbeit und Masterarbeit?

Der Umfang einer Masterarbeit (80-120 Seiten) ist natürlich zunächst einmal der größte Unterschied zu der Bachelorarbeit (30-40 Seiten). Aber die höhere Seitenanzahl ist lediglich der Ausfluss einer deutlich anspruchsvolleren, tiefgehenderen wissenschaftlichen Herangehensweise an eine akademische Thematik. Als Qualifikationsarbeit für eine akademische Karriere, muss die Masterarbeit natürlich andere Ansprüche erfüllen. Denn die Masterarbeit ist als abschließende wissenschaftliche Arbeit schon die Vorstufe einer wissenschaftlichen Mitarbeit am Lehrstuhl. Folglich werden andere Bewertungskrtierien angelegt und es muss ein aktiver Beitrag zur Wissenschaft geleistet werden. Eine eigene Datenerhebung sowie eigene Messreihen sind folglich essentiell, während dies bei einer Bachelorarbeit – je nach Themenfeld – oftmals nicht gefordert ist. An den meisten Hochschulen und Universitäten gibt es gute Vorbereitungsseminare, die sowohl das wissenschaftliche Arbeiten, als auch die jeweiligen Umfänge der Abschlussarbeiten detailliert besprechen.

 

Themen für Bachelorarbeiten

Biologie studieren bachelorarbeit schreiben

Die externe Bachelorarbeit für Biologie-Studenten

Während es in vielen technischen Bereichen (Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften, etc.) durchaus gängige Praxis ist, mit Unternehmen für Abschlussarbeitsprojekte zu kooperieren, so ist dies in vielen naturwissenschaftlichen Fächern noch nicht an vielen Hochschulen der Fall. Insbesondere in der Chemie ist es aber so, dass durch die oftmals technische Anwendung des Know-Hows Kooperationen zu Stande kommen, da Unternehmen sich gezielt an die Lehrstühle wenden, um wissenschaftliche Unterstützung bei der Weiterentwicklung der Verfahren und Produkte zu erhalten. Gleichzeitig gibt es spezielle Wirtschaftschemie-Studiengänge – unter anderem an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster. Auch hier wird das Schnittstellenwissen von Naturwissenschaft und Betriebswirtschaft mittlerweile gezielt gefördert.

Aber auch in der Biologie ist es durchaus so, dass die Kooperationen von Wissenschaft und Wirtschaft zunehmen. Gerade im Bereich Biotechnologie und Biochemie gibt es viele Ausgründungen aus der Hochschule und Universität. In der Berlin sitzen einige junge Firmen direkt an der Charité und forschen an hochinnovativen neuen Methoden oder Produkten. Dieses gleichzeitig hochschul- und wirtschaftsnahe Umfeld bietet natürlich für Studierende der Biologie das ideale Umfeld, um eine externe Bachelorarbeit durchzuführen. Viele Biotech-Unternehmen sind oftmals sehr zögerlich, was die gezielte Ausschreibung von Projekten angeht und sprechen eher Praktikanten an, um im direkten Kontakt mögliche Themenfelder zu besprechen. Genügend Themen – so wird allseits bestätigt – gibt es auf jeden Fall. Und viele Biologie-Studierende sind gezielt auf der Suche nach solchen Themen. Wir stellen Euch exemplarisch drei Biologie-Themen vor, die sich für eine Bachelorarbeit eignen.

Biologie-Thema Bachelorarbeit: “Etablierung einer Beziehung zwischen dem Verhalten von Zellen in einer Kultur und der tatsächlichen, lokalen Sauerstoffkonzentration durch das nicht-invasive Sauerstoffmessprinzip”

Biologie-Studierenden ist der Unterschied natürlich seit den frühen Semestern bekannt, während bloßes Biologie-Schulwissen nicht unbedingt ausreichend ist, um die Unterscheidung nachzuvollziehen. “In vivo” heißen in der Wissenschaft all jene Prozesse, die in lebendigen Organismen ablaufen. “In vitro” heißen hingegen all die Abläufe oder Prozesse, die in einer künstlichen Umgebung stattfinden, sich also außerhalb von lebendigen Organismen abspielen. Verschiedene Reaktionen werden – insbesondere wenn es darum geht neuartige Wirkstoffe zu testen – zunächst in vitro abgespielt, um dann mit Genehmigung die selbe Reaktion in lebenden Organismen zu testen.

Die Beobachtung von Zellen unter in vivo nahen Bedingungen bei in vitro Assays ist eine wichtige Zielstellung in vielen Bereichen der Zellbiologie. Die ibidi GmbH, ein bayrisches Unternehmen aus der Nähe von München, stellt das OPAL-System für optische Sauerstoffmessungen in der Zellkultur bereit.

Aufbauend auf Vorexperimenten sollen Studierende in einer Abschlussarbeit durch das nicht-invasive Sauerstoffmessprinzip eine Beziehung zwischen dem Verhalten von Zellen in einer Kultur und der tatsächlichen, lokalen Sauerstoffkonzentration erarbeiten. Dabei soll ein Modellsystem etabliert werden, das in der Zellkultur universell anwendbar ist.

Die Ergebnisse sollen von den Studierenden in Produktverbesserungen oder -entwicklungen, Anwendungsprotokolle und vertriebliche Informationen eingearbeitet werden. Insbesondere für Studierende mit fundierten theoretischen und praktischen Kenntnissen in den Bereichen Zellkultur und Mikroskopie könnte die ibidi GmbH also ein perfektes Umfeld für eine herausfordernde Abschlussarbeit sein. Die ibidi GmbH ist als Unternehmen spezialisiert auf funktionale zellbasierte Assays und deshalb unmittelbar involviert in der Erforschung neuartiger Tumortherapien. Für Biologie-Studierende also ein dynamisches und spannendes Umfeld mit viel Potenzial.

Biologie-Bachelorarbeit: “Untersuchung der Immunologie einer südostasiatischen Fledermaus (Chaerophon plicatus)”

Neben den beschriebenen Möglichkeiten in der Zellbiologie / Biochemie, gibt es natürlich auch noch weitere spannende Feld für Biologie-Studierende: Evolutionäre Ökologie, Evolutionsgenetik und Reproduktionsmanagement gehören dazu. Wie verhalten sich unterschiedliche Lebewesen im Anbetracht von Änderungen in ihrer Umgebung? Welche Anpassungen erfolgen und wie prägen diese die Evolution der betrachteten Gruppe? Diese Untersuchungen sind per Definition sehr langfristig angelegt, um relevante Entwicklungen zu beobachten.

Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung im Forschungsverbund Berlin e.V. – genauer gesagt die Forschungsgruppe “Evolutionäre Ökologie (AG: Chronoökologie)” – beschäftigt sich mit genau solcher anwendungsorientierter Grundlagenforschung. Das Institut untersucht die Vielfalt der Lebenswesen, Mechanismen evolutionärer Anpassungen und Anpassungsgrenzen inklusive Krankheiten von Wildtieren in- und außerhalb menschlicher Obhut und ihre Wechselbeziehungen mit Mensch und Umwelt in Deutschland, Europa und dem außereuropäischen Ausland.

Im Fokus einer Bachelorarbeit soll dabei die Analyse von Verhaltensänderungen von Zootieren infolge von Enrichment-Maßnahmen sein. Enrichment-Maßnahmen sind dabei gezielte Modifikationen der Umgebung der Tiere, welche das natürliche Verhalten der Tiere fördern und die allgemeine Befindlichkeit verbessern sollen. Im Rahmen der Abschlussarbeit sollen die Studierenden dabei mit dem Tierpark Berlin kooperieren. Zunächst soll das Verhalten der Fledermäuse und ihr Aufenthaltsort im Gehege protokolliert werden, um hierauf basierend verschiedene Enrichment-Maßnahmen zu konzipieren. Diese Maßnahmen sollen anschließen umfassend bewertet und hinsichtlich ihrer Praktikabilität und Effektivität einschätzt werden. So können Biologie-Studierende in ihrer Bachelorarbeit gezielt dazu beitragen, dass artgerechtes Verhalten von Tieren gefördert wird.

Biologie – Thema Bachelorarbeit: “Umweltrelevante N-Verluste und Minderungspotenziale im Rahmen der N-Düngung”

Ein weiteres Themengebiet, welches für Studierende der Biologie / Biowissenschaften / Biochemie interessant sein könnte, ist die Auseinandersetzung mit Düngerstoffen und deren Auswirkung auf Pflanzen und Umwelt. Einer der wichtigsten Pflanzennährstoffe ist Stickstoff (N), da es eine große Rolle für das Pflanzenwachstum ausübt.

In einem natürlichen Erdboden sind – stets abhängig von der jeweiligen Düngung – schon diverse N-Formen vorhanden. Das Unternehmen SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH beschäftigt sich im Kerngeschäft mit eben solchen Düngemitteln und verfügt über eine große Forschungs- & Entwicklungsabteilung für die kontinuierliche Erweiterung der im Unternehmen verfügbaren Düngemittel. Dazu muss natürlich die Wirkung der neu konzipierten Düngemittel auf Pflanzen und Umwelt umfassend dokumentiert und analysiert werden, um relevante Einschätzungen über die Effektivität des Düngemittels zu erfahren.
In diesem Rahmen bietet die SKW Stickstoffwerke Piesteritz auch regelmäßig Studierenden der Biologie und Chemie die Möglichkeit, Bachelorarbeiten in Kooperation durchzuführen. Dabei stehen die Stickstoff-Dünger im Vordergrund. So können Studierende beispielsweise analysieren, welche umweltrelevanten N-Verluste es gibt und welche Minderungspotenziale verschiedene N-Dünger in diesem Kontext haben. Gleichzeitig kann auch die Dynamik im Boden im Mittelpunkt einer Abschlussarbeit stehen – welche Beschaffenheit des Bodens hat welche Auswirkungen auf die jeweilige Effizienz der N-Düngung? Interessierte Biologie-Studierende können diesen Fragen in einem praxisnahen Kontext nachgehen. Dabei verfügt die SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH bei Leipzig über eine große landwirtschaftliche Anwendungsvorschung. Dort werden die umfangreichen Feld- und Gewächshausversuche auf einer großen Fläche durchgeführt.