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| November 12, 2018

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Die Angst vor der abgekupferten Bachelorarbeit – Wie du ein Plagiat vermeidest

Die Angst vor der abgekupferten Bachelorarbeit – Wie du ein Plagiat vermeidest

Klar – Sommer, Sonne, Sonnenschein lädt eher zu entspannten Stunden mit Freunden am See statt zu arbeitsreichen Tagen in der Bibliothek ein. Da würde sich jeder gerne die Mühen rund um die Bachelorarbeit ein wenig erleichtern und den einen oder anderen Gedanken von fremden wissenschaftlichen Arbeiten übernehmen. Ob Karl-Theodor zu Guttenberg oder Annette Schavan – selbst hochrangige deutsche Politiker haben in ihren Doktorarbeiten bei anderen abgekupfert. Trotzdem ist es keine gute Idee, fremde Texte zu übernehmen, ohne dies kenntlich zu machen. Denn Plagiate werden hart bestraft: Wirst du der Täuschung überführt, bedeutet das nicht nur, dass du in deiner Bachelorarbeit durchgefallen bist. In den meisten Fällen bestrafen die Universitäten den Täuschungsversuch mit einer Zwangsexmatrikulation. Ein Plagiat schadet im Endeffekt also nur dir selbst!

Doch nicht jeder Student hat die Absicht, in seiner Bachelorarbeit zu plagiieren. Es gibt immer mehr Studenten, die sich unsicher fühlen und sich regelrecht davor fürchten, unbewusst ein Plagiat zu produzieren. Der Dozent, das Prüfungsamt, die Kommilitonen oder die Medien: Überall wird man davor gewarnt, zu plagiieren und eindringlich auf die Konsequenzen hingewiesen. Besonders diejenigen, die ihre Bachelorarbeit in Biologie oder eine Bachelorarbeit in Chemie schreiben, verfassen mit der Bachelorarbeit oft ihre erste wissenschaftliche Arbeit und werden deshalb besonders verunsichert. Doch ab wann plagiiere ich eigentlich? Welche Regeln gilt es beim Schreiben der Bachelorarbeit zu beachten, um auf der sicheren Seite zu sein? Dieser Beitrag soll euch mit wichtigen Infos und Tipps rund um das Thema Plagiate versorgen.

Wann produziere ich eine eigene Bachelorarbeit und ab wann handelt es sich um ein Plagiat?

Laut Definition handelt es sich bei einem Plagiat um eine wissenschaftliche Arbeit, bei der eine oder mehrere Textstellen wörtlich oder auch sinngemäß übernommen wurden, ohne dies durch ein Zitat kenntlich zu machen. Dies ist den meisten Studenten als Plagiat bekannt, doch der Begriff umfasst noch weitere Punkte. Es ist ebenso verboten, eigene Hausarbeiten zu zitieren, ohne sie als Quelle anzugeben oder fremdsprachige Texte zu übersetzen und die Übersetzung ohne Verweis in der Bachelorarbeit zu nutzen. Auch als Ghostwriter zu arbeiten, gilt als Plagiat. Natürlich ist es nicht nur wichtig, sondern notwendig, sich in seiner Bachelorarbeit auf Quellen zu stützen, denn die Bachelorarbeit ist eine wissenschaftliche Arbeit. Die Texte und Erkenntnisse anderer Wissenschaftler sollen dir als Stütze und Ausgangspunkt von neuen, eigenen Überlegungen dienen.  Es ist jedoch enorm wichtig, dass du nicht nur jede übernommene Textstelle, sondern auch jeden fremden Gedanken als solchen kenntlich machst. Bei präzise formulierten Sätzen und innovativen Erkenntnissen neigt man schnell dazu, diese einfach zu übernehmen. Doch geistiges Eigentum muss als solches kenntlich gemacht werden. Und das gilt eben auch für fremdsprachige Texte. Durch die Übersetzung eines Textes verwandelst du die im Text dargelegten Gedanken nicht in deine eigenen Gedanken, es bleiben die Erkenntnisse des anderen Autors. Außerdem ist es entscheidend, die übernommenen Passagen nicht nur als solche kenntlich zu machen, sondern dabei auch die geforderten Zitierregeln zu beachten. Die meisten Lehrstühle bevorzugen einen bestimmten Zitationsstil, den du möglichst verwenden solltest. Am besten informierst du dich bei deinem Dozenten oder auf der Homepage deines Instituts. Eine falsche Zitation führt nicht nur zu Punktabzug bei der Bewertung deiner Bachelorarbeit, sondern kann im schlimmsten Fall auch dazu beitragen, ein Plagiat zu produzieren.

Ein schwieriger Punkt ist im Hinblick auf Plagiate die Verwendung von sogenanntem „Allgemeinwissen“ in der Bachelorarbeit. Schließlich gibt es in jedem Fachgebiet gesichertes Wissen, dass du in deiner Bachelorarbeit nennen darfst, ohne es mit Quellenangabe kenntlich zu machen. Wo dieses Allgemeinwissen jedoch anfängt, ist manchmal strittig. Generell kann man sagen, dass neben deinen eigenen Gedanken und deinen gewonnen Erkenntnisse sowohl allgemeine Redewendungen und Aussagen, sowie fundiertes Wissen in deinem Fachbereich als Allgemeinwissen gelten und nicht kenntlich gemacht werden müssen.  

 

Wie prüft mein Betreuer meine Bachelorarbeit auf ein Plagiat?

Zum einen kennt dein Betreuer die Literatur seines Fachgebiets meist sehr genau. Liest er deine Bachelorarbeit, werden ihm eingängige Stellen aus der Forschung also bereits auffallen. Zudem heben sich die übernommenen Textpassagen durch ihren Stil von deinem eigenen Text ab und sind daher leicht als Plagiat zu erkennen.  Somit besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass einer deiner beiden Betreuer übernommene Textstellen identifizieren. Zudem besitzen alle Universitäten sogenannte Plagiatssoftware, mit denen sie deine Bachelorarbeit nochmals systematisch auf Plagiate untersuchen. Dabei wird der Text Wortgruppe für Wortgruppe analysiert und mit Inhalten aus dem Internet abgeglichen. Finden sich verdächtige Stellen, werden diese von der Software markiert. Die passende Quelle zu der plagiierten Textstelle wird von der Software gleich mit angegeben. Um auf der sicheren Seite zu sein, kannst du aber selbst eine Software basierte Plagiatsprüfung der Bachelorarbeit durchführen lassen. Diese wird von verschiedenen Anbietern im Internet angeboten..

Welche Quellen sich zum Zitieren für deine Bachelorarbeit eignen und wie du deiner Arbeit Individualität verleihst erfährt du in Teil 2 des Beitrags!