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Ein Bachelorarbeitsthema anbieten – Tipps für Unternehmen!

In vorherigen Blog-Artikeln haben wir bereits deutlich gemacht, dass das Schreiben einer Abschlussarbeit eine  “Win-Win-Win-Situation” (Olaf Schmidt) darstellt, verschiedene Best-Practice-Unternehmen vorgestellt und Tipps und Hinweise für Studierende gegeben, wie ein konkretes Thema für die Abschlussarbeit formuliert werden kann.

In diesem Blog-Artikel wollen wir darauf eingehen, wie Unternehmen passende Fragestellungen und Themen für die Abschlussarbeiten generieren können, um nachhaltige Ergebnisse zu erhalten und die Studierenden sowie die Hochschule und das Unternehmen selbst weder zu über- noch zu unterfordern. Dabei zeigen sich vor allem folgende drei Aspekte für die Unternehmen als relevant, um die ‘perfekte’ Fragestellung zu erzeugen.

Was wollte das Unternehmen schon immer mal wissen? Welches Thema eignet sich für eine Bachelorarbeit?

Viele Bachelorarbeiten in Unternehmen werden innerhalb eines konkreten Projekts ausgeschrieben und haben deshalb einen aktuellen Bezug. Dies hat zweifelsohne eine Reihe von Vorteilen, auf die an dieser Stelle allerdings nicht eingegangen werden soll. Alternativ soll eine Vorgehensweise thematisiert werden, die nachhaltiger und wertvoller für alle Beteiligten sein kann. Die Unternehmen stellen sich die Frage: “Was wollte unser Unternehmen schon immer wissen?” Ein solcher Ansatz ermöglicht Fragestellungen, die fernab vom alltäglichen Stress flexibel angepasst werden können, dennoch direkten Praxisbezug bieten und weiter verarbeitet werden können. Studierende können dann – gezielt und mit Wissen und Schwung von der Hochschule – an einer Antwort arbeiten. So entsteht ein Mehrwert für alle Beteiligten.

Also sollten sich die Unternehmen fragen: Was wollten wir schon immer mal wissen? Auf welche Frage können wir eine Antwort gebrauchen? Welches Thema taucht immer wieder auf?

Hemmschwellen abbauen – Fragen und Themen für Abschlussarbeiten generieren als unternehmerische Routine

Es ist absolut nachvollziehbar, dass es den Unternehmen leichter fällt, Fragestellungen zu aktuellen Projekten zu generieren, da diese einfach in ihrer Natur akuter und dringender erscheinen. Gleichzeitig sollten Unternehmen sich klar machen, dass die Studierenden für die Abschlussarbeit – je nach dem ob es sich um einer Bachelorarbeit oder eine Masterarbeit handelt – drei bzw. sechs Monate intensiv an der Fragestellung nach Antworten und Lösungen arbeiten. Natürlich kostet es zunächst Zeit, sich intensiv über eine potentielle Frage Gedanken zu machen – dabei handelt es sich keineswegs um vergeudete Zeit. Vielmehr zahlt sich dieses Nachdenken langfristig aus, da Antworten auf relevante Fragestellungen gefunden werden. Gleichzeitig kann eine Unternehmenskultur und Routine geschaffen werden, in der permanent eben solche Fragestellungen gesammelt werden. So kann ein Pool an Fragen entstehen, aus dem jederzeit Themen für Abschlussarbeiten generiert werden können.

Kompetenzen kennen – Hochschulen mit einbeziehen – Themen für Abschlussarbeiten ausschreiben

Viele Unternehmen schreiben tatsächlich nur allgemeine Themen aus: “Masterarbeit im Bereich Bauingenieurwesen” oder “Bachelorarbeit für Informatiker” heißt es dann dort minimalistisch. Dies liegt unter anderem daran, dass manche, wenngleich nicht alle, Unternehmen unsicher sind, was von Studierenden konkret erwartet werden kann. Dies fällt in der Regel auch nicht in den Kompetenzbereich von Unternehmen. Heißt: Unternehmen müssen nicht wissen, welches Niveau und wie viel Zeit der Studierende mitbringt. Dies ist Aufgabe der Verantwortlichen der Hochschule. Wichtig ist allerdings, dass die Unternehmen konkrete Fragestellungen mitbringen. Je entfernter diese von aktuellen Projekten sind, desto einfacher wird es den Hochschulen gelingen, diese Fragestellungen unter Umständen zu erweitern oder einzuengen. Unternehmen müssen den Studierenden also gar nicht ein Rundum-Sorglos-Paket für die Abschlussarbeit anbieten.

Fazit:

Bachelorarbeiten können eine Win-Win-Win-Situation für alle Beteiligten sein. Dabei sollten Unternehmen darauf achten, spannende Themen und Fragestellungen zu generieren, die nicht unbedingt an aktuelle Projekte gebunden sind, sondern vielmehr an dessen Antworten das Unternehmen bzw. die Fachbereiche schon länger interessiert sind.

 

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Studierende kooperieren mit Unternehmen

Was passiert, wenn….? Kooperation mit Unternehmen.

Eine Abschlussarbeit im Unternehmen wirkt für Studierende auf den ersten Blick sehr attraktiv: Zugang zu Maschinen, Technologie und Datensätzen. Gleichzeitig auch noch die Möglichkeit, sich für eine zukünftige Festanstellung zu empfehlen. Auch Unternehmen greifen gerne auf Studierende für Abschlussarbeiten zurück, erhoffen sich einen neuen externen Wissens-Impuls und nicht selten auch die ersten Entwicklungsschritte neuer Innovation. Wir haben mit vielen wissenschaftlichen Mitarbeitern deutscher Hochschulen und Universitäten gesprochen. In den Gesprächen kamen viele spannende Einblicke über die Besonderheiten von externen Abschlussarbeiten hervor. Wir fassen für Euch zusammen, was Studierende vor der “Vertragsunterzeichnung” auf jeden Fall beachten sollten. Dies gilt insbesondere für Studierende der Ingenieurwissenschaften (Elektrotechnik / Informatik / Maschinenbau etc.).

Wie ist die Weisungsbefugnis zur Arbeitsgestaltung- und einteilung durch Firmenangehörige währender Abschlussarbeit?

Für Studierende gilt es, möglichst früh – vielleicht auch vertraglich – einem maßgeblichen Konflikt vorzubeugen, der aus den verschiedenen Interessen von Hochschule und Unternehmen entstehen kann. Die Bewertung der Abschlussarbeit obliegt natürlich – da diese eine universitäre Prüfungsleistung ist – nur dem Betreuer aus der Universität. Da eine Abschlussarbeit ein dynamischer und ergebnisoffener Prozess ist und sich im Laufe viele neue Aspekte zeigen können, kann es natürlich auch passieren, dass der Betreuer der Universität die Abschlussarbeit in eine bestimmte Richtung lenken möchte, die Firma allerdings ein anderes Detail als relevanter betrachtet. Was passiert in diesem Fall? Da am Ende des Tages natürlich eine gute Note für die Abschlussarbeit relevant ist, sollte also im Vorhinein geklärt werden, dass die Freiheit besteht, in bestimmte Richtungen weiter zu forschen, wenn dies von universitärer Seite sinnvoll erscheint. Gleichzeitig ist es in der Praxis natürlich idealerweise so, dass Dein Uni-Betreuer und Dein Betreuer im Unternehmen ständig und offen kommunizieren und somit kaum Diskrepanzen auftreten können. Nichtsdestotrotz: Verträge sind dafür da, dem schlechtesten Szenario vorzubeugen. Also achte darauf, dass dieser Fall im Vertrag klar geklärt ist. Du möchtest nicht zwischen den Stühlen stehen und eine schlechte Note kassieren, nur weil Du der Weisungsbefugnis des Unternehms unterlagst, während Dein Uni-Betreuer einen anderen Weg einschlagen wollte.

In Kürze: Vermeide eine direkte Weisungsbefugnis vom Unternehmen. Der Uni-Betreuer bleibt Dein Hauptansprechpartner.

Gibt es eine Verschlussfrist der Abschlussarbeit und wenn ja wie lange ist diese?

Ein weiteres relevantes Kriterium ist die Verschlussfrist, die einige Firmen von den Studierenden vor der Anfertigung der Abschlussarbeit einfordern. Was bedeutet dies? Man darf die verschriftliche Abschlussarbeit für eine bestimmte Zeit nicht bei anderen Arbeitgebern vorzeigen. Genau wie Firmen oftmals einen Sperrvermerk verlangen, damit die Ergebnisse der praxisnahen Abschlussarbeit nicht direkt in Veröffentlichungen wieder auftauchen, hat die Verschlussfrist zur Folge, dass sich Studierende nur schwerlich bei anderen Firmen bewerben können. Oftmals sind die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Firmen, bei denen man sich bewerben möchte, natürlich sehr daran interessiert die Qualifikation des Bewerbers auch anhand eines kurzen Einblicks in die Bachelorarbeit / Diplomarbeit zu überprüfen. Dies ist – insbesondere da viele Unternehmen eine Verschlussfrist von 2-5 Jahren fordern – nicht möglich. Hier ist also Vorsicht geboten: Eventuell kann eine externe Abschlussarbeit sogar die Möglichkeiten auf dem Jobmarkt einschränken, wenn man seine Abschlussarbeit nicht frei verwenden darf. Umso wichtiger, dies vorab mit dem Unternehmen anzusprechen und zu klären.

In Kürze: Abschlussarbeiten sind ergebnisoffen. Handele gegebenfalls mit der Firma finanzielle Pauschalen aus, für den Fall, dass die Ergebnisse noch lange nach Abgabe der Abschlussarbeit unter Verschluss bleiben sollen.

Gibt es eine Erfindungsvergütung für die Resultate der Abschlussarbeit?

Insbesondere wenn das Thema der Abschlussarbeit in Verbindung mit den Kompetenzen und Fähigkeiten der Studierenden vermuten lassen, dass eine technische Innovation das Resultat der Abschlussarbeit (relevanter für die Masterarbeit, als für die Bachlorarbeit) sein könnte, empfiehlt es sich vorher mit dem Unternehmen zu klären, was in einem solchen Fall passiert. Oftmals ist dies auch eine fertige Klausel im standardisierten Vertragswerk, welches vor dem Beginn einer externen Abschlussarbeit sowieso unterzeichnet wird. In diesem Fall sollte man sich die Zeit nehmen, die Paragraphen genau zu studieren. Ideal sind natürlich die Verträge, die direkt zwischen der Universität und dem Unternehmen geschlossen werden. Dies erspart dem Studierenden viel Verhandlungsstress mit dem Unternehmen.

Wenn dies nicht der Fall ist, so schadet natürlich Selbstbewusstsein bei der Vertragsverhandlung nicht. Wenn es nicht schon im Vertrag steht, kannst Du eventuell einen Festbetrag pro Patentanmeldung oder pro Patenterteilung aushandeln. Dies kann sich in der Kommunikation mit dem Unternehmen sogar positiv auswirken, schließlich drückst Du Deine Zuversicht aus, dass die Abschlussarbeit zu einem gewinnbringenden Resultat führen wird.

In Kürze: Im Idealfall ist der Vertrag zwischen der Universität und dem Unternehmen. Das spart Stress. Wenn nicht: eine Pauschale pro Patentanmeldung- oder Erteilung ist oft im realistischen Verhandlungsspielraum.

Bachelorarbeiten bei Gigatronik

Abschlussarbeiten und Unternehmen – auch wenn die Abschlussarbeit natürlich eine universitäre Prüfungsleistung bleibt, birgt diese Kombination sowohl für Studierende und Hochschulen als auch für Unternehmen großes Potential. Inbesondere für Studierende, die sich stark für ein Thema interessieren und ihre Expertise praxisnah vorantreiben wollen, kann eine Abschlussarbeit im Unternehmengroße Vorteile bringen. Aber auch Unternehmen versuchen zunehmend, mit ihren spannenden Forschungsthemen die Studierenden anzusprechen, die sich gezielt für ein Themengebiet interessieren. Wir haben bereits über das IT-Beratungsunternehmen best practice consulting AG, den Energieversorger und -dienstleister enviaM, den Automobildienstleister ASAP sowie den Technologie-Konzern Voith GmbH berichtet.

Für diesen Teil der Serie haben wir mit Tatjana Pizir von Gigatronik in Köln gesprochen. Der Standort Köln ist für die Gigatronik-Gruppe einer von 12 Standorten im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Schweiz, Österreich). Neben Köln befinden sich Standorte z.B. in Stuttgart und München ebenso wie in Ulm und Böblingen. Gigatronik entwickelt IT- und Elektronik-Lösungen für Fahrzeuge, Maschinen und elektronische Geräte. Für innovative Ideen sollen mehr als 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den drei Sparten Automotive, Technologies und Mobile Solutions sorgen.  Abschlussarbeiten gibt es bei Gigatronik in vor allem folgenden Bereichen: Elektrotechnik, Informatik, Mechatronik und Betriebswirtschaft (BWL).

Bachelorarbeit als Karriere-Boost: Hohe Übernahmequote

Eine hohe Übernahmequote von Studierenden, die zuvor die Bachelorarbeit oder Masterarbeit im Unternehmen absolviert haben, ist für viele Unternehmen hochgradig attraktiv. Dies gilt auch für Gigatronik am Standort Köln, die – wie im Gespräch deutlich wurde – bereits eine sehr hohe Übernahmequote vorweisen können. Dies stellt in Unternehmen nicht die Regel dar, zeigt aber die Chancen auf, wenn sowohl Studierende als auch Unternehmen an einer Weiterbeschäftigung interessiert sind – sofern das Thema sowie die Leistung der Arbeit passen.

BWL? Elektrotechnik? Informatik? Hauptsache Interesse!

Wie geht ein Unternehmen vor, welches eine solch hohe Übernahmequote vorzuweisen hat? Ein relevantes Merkmal scheint die Fokussierung auf den Menschen und das dahinterstehende Interesse zu sein. Der Blick richtet sich nicht nur auf den Studiengangsnamen und die Notenausbeute: “Einschlägige Kenntnisse und hohes Interesse in dem entsprechenden Bereich sind von elementarer Bedeutung: wer sich privat mit dem Thema beschäftigt, vielleicht vorher schon ein Praktikum absolviert oder ein Projekt an der Hochschule durchgeführt hat, erzielt definitiv eine höhere Chance im Bewerbungsprozess”, betont Tatjana Pizir, dass reine Lebenslaufoptimierung meist nicht ausreiche. Dabei sei es nicht vorranging wichtig, ob die Studierenden BWL, Informatik oder Elektrotechnik studiert haben. Zwar gehen tiefergehende Kenntnisse zumeist mit einem entsprechenden Studium einher, doch gebe es diesbezüglich auch große Unterschiede innerhalb eines Studienganges. Frei nach der Annahme: Elektrotechnik-Studium ≠ Elektrotechnik-Studium und Informatik-Studium ≠ Informatik-Studium.

Vielleicht auch deshalb gehen bei Gigatronik am Standort Köln circa 40 bis 50 Bewerbungen ein – bei aktuell drei betreuten Bachelorarbeiten. Gerade bei einer solch hohen Bewerberzahl erscheint eine Differenzierung nach der Note im Studium (z.B. 1,2 in BWL an der „Elite-Universität“ sticht 1,3 in BWL an einer „normalen Universität“) wenig sinnvoll. Stattdessen wirkt Interesse und Begeisterung für ein Thema als das maßgebliche Unterscheidungs-Kriterium sinnvoller (z.B. Informatik-Projekt in Initiative an „normaler Universität“ sticht Informatik-Studium an „Elite-Universität“).

BWL! Elektrotechnik! Informatik! Praxisnah neue Ideen generieren.

„Die Hochschulen lassen den Studierenden in der Regel ausreichend Freiraum, um ein für alle Beteiligten passendes Thema zu finden. Der Rahmen wird vorgegeben, anschließend kann der Student seinen Interessen und Fähigkeiten nachgehen”, betont Tajana Pizir, dass die Zusammenarbeit mit den Hochschulen unproblematisch verlaufe.. Durch die enge Kooperation und Kommunikation mit den Studierenden und Hochschulen können Bewerber individuelle Themen finden, die einen Mehrwert für alle Beteiligten bringen – unabhängig davon, ob Elektrotechnik, BWL oder Informatik studiert wird. Eine Themenausschreibung würde sowieso nur Sinn machen, wenn die Ergebnisse auch im Unternehmen genutzt werden. Daraus ergebe sich die Chance für die Studierenden, mit der mehr als zufriedenstellenden Bearbeitung relevanter Themen zu glänzen. “Das Schreiben ermöglicht uns einen guten Eindruck vom Kandidaten, gerade da der Student lediglich an der Abschlussarbeit sitzt”, hebt Pizir die Möglichkeiten für die Studierenden und das Unternehmen hervor. “Außerdem lernen die Studierenden unsere Produkte und Techniken kennen”, fügt sie  hinzu. Schließlich sei es die Regel, dass aus den praxisnahen Bachelorarbeiten heraus neue Ideen entstehen – die Chance für die Studierenden der BWL, Elektrotechnik und Informatik übernommen zu werden und weiter an einem spannenden Thema zu arbeiten.

Weitere Informationen über Abschlussarbeiten bei Gigatronik:

Nicht nur auf www.die-bachelorarbeit.de sondern natürlich auf der Karriereseite von Gigatronik gibt natürlich eine Vielzahl von spannenden Themen für Bachelorarbeiten.

Bachelorarbeitsthemen bei enviaM

Unternehmen berichten über Bachelorarbeiten – Teil 3: enviaM

Abschlussarbeiten und Unternehmen – Und auch wenn die Abschlussarbeit natürlich eine universitäre Prüfungsleistung bleibt, birgt diese Kombination sowohl für Studierende und Hochschulen als auch für Unternehmen großes Potential. Inbesondere für Studierende, die sich stark für ein Thema interessieren und ihre Expertise praxisnah vorantreiben wollen, kann eine Abschlussarbeit im Unternehmen große Vorteile bringen. Aber auch Unternehmen versuchen zunehmend, mit ihren spannenden Forschungsthemen die Studierenden anzusprechen, die sich gezielt für ein Themengebiet interessieren. In den ersten beiden Teilen der Serie haben wir Euch bereits die IT-Beratung best practice consulting AG sowie den Automobil-Entwicklungsdienstleister ASAP vorgestellt.

Für den dritten Teil der Serie beschäftigen wir uns mit der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Maja Dubrau vom Personalmanagement stand uns als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Die enviaM-Gruppe bietet Strom, Gas, Wärme und energienahe Dienstleistungen an.  Mit mehr als 3.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie mehr als 350 Auszubildenden (Stand: 2014) gliedert sich die Gruppe in 11 Unternehmen (z.B. Mitgas oder EVIP). EnviaM versorgt knapp 1,4 Millionen Menschen mit ihren Produkten und Dienstleistungen. Abschlussarbeiten werden hauptsächlich, aber nicht ausschließlich in folgenden Bereichen angeboten: Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Betriebswirtschaft (BWL).

Fachabteilungen & Bachelorarbeit: eine gute Kombination

Wenn Studierende zum Schreiben ihrer Bachelorarbeit in die jeweiligen Fachabteilungen gehen, bestehen im Idealfall große Gemeinsamkeiten zwischen den angehenden und den angestellten Elektrotechnikern, Wirtschaftsingenieuren und BWLern aus den einzelnen Fachabteilungen. Große Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Begeisterung für das Thema, der Motivation über einen gewissen Zeitraum am Thema zu arbeiten und der Kompetenz für den Themenbereich der Bachelorarbeit sind wünschenswert. Für die Unternehmen ist das behandelte Thema in der Regel von elementarer Relevanz. “Wir schreiben Themen aus, die den einzelnen Fachbereichen unter den Nägeln brennen”, berichtet Maja Dubrau von enviaM. Daher spielt es für das Unternehmen ebenfalls eine große Rolle, dass das ausgeschriebene Thema den bewerbenden Studierenden ebenfalls unter den Nägeln brennt. Dies stelle die Idealkombination für das Schreiben von Bachelorarbeiten in Unternehmen dar.

Thema und Ergebnis der Bachelorarbeit relevant für das Unternehmen

Die Abschlussarbeiten bei der enviaM-Gruppe werden in den einzelnen Unternehmen betreut. Aktuell bietet die enviaM-Gruppe vor allem Bachelor- und Masterarbeiten bei Mitnetz Strom sowie Envia Services an – in den Bereichen der Elektrotechnik, des Wirtschaftsingenieurwesen und der Betriebswirtschaft (BWL). Außerdem werden auch einige Themen für (Wirtschafts-)Informatiker sowie Studierende der Versorgungs- und Umwelttechnik angeboten. Eine große Bandbreite an Studienfächern sowie eine Vielfalt innerhalb der angeboten Themen lässt sich finden. Davon unabhängig ist allerdings, wie und ob die Themen genutzt werden. Da die Begeisterung und dementsprechend auch der Einsatz für die Bearbeitung der Themen der Bachelorarbeiten riesig ausfällt, kann davon ausgegangen werden, dass die Arbeit an sich auch ein gewisses Niveau erreicht und weiter Verwendung findet. “Die Ergebnisse werden genutzt und sind von großer Hilfe”, bestätigt Dubrau, dass die Arbeit der angehenden Elektrotechniker, Wirtschaftsingenieure und BWLer für das Unternehmen einen Mehrwert darstellt.

Weitere Informationen über Abschlussarbeiten bei der enviaM:

Nicht nur auf www.die-bachelorarbeit.de, sondern natürlich auf der Karriereseite der enviaM gibt natürlich eine Vielzahl von spannenden Themen für Bachelorarbeiten / Masterarbeiten.

Bachelorarbeit als Arbeitsprobe – Unternehmen berichten

Knapp 400.000 Studierende erhalten jährlich einen Hochschulabschluss – Tendenz seit Jahren steigend. 400.000 Studierende, die ein Thema für Ihre Abschlussarbeit finden müssen. Für viele Studierende ist es eine attraktive Alternative, Abschlussarbeiten in Unternehmen zu verfassen. Doch was ist für die Unternehmen wichtig?

[Vor der Bachelorarbeit: Finden passender Bewerber]

Der klassische Weg, passende Bewerber zu finden stellt für viele Unternehmen die eigene Webseite dar, auf der die Ausschreibungen veröffentlicht werden. Vor allem für größere Unternehmen scheint es lukrativ, direkt neben der Praktikabörse Ausschreibungen für Abschlussarbeiten zu platzieren. Gerade kleinere und mittelständische Unternehmen können durch ihre knappen Ressourcen im Vergleich zu den großen Firmen nicht die Masse an Leuten erreichen. So wird zumeist über direkte Kontakte zu Hochschulen und Professoren versucht, Studierende anzusprechen. Dabei bleiben insbesondere große Unternehmen nicht nur regional, sondern suchen auch überregional nach Studierenden.

Privat, an der Hochschule oder in einem Praktikum: Wir erwarten hohes Interesse ebenso wie einschlägige Kenntnisse

– Tatjana Pizir, Gigatronik Köln

Den Studierenden sollte dabei bewusst sein, dass die spezifischen Themen für die Abschlussarbeiten meist nicht vorgegeben sind. „Wir geben das grobe Themengebiet, sozusagen die Marschrichtung vor. Im persönlichen Gespräch wird dann gemäß der Stärken und Interessen der Studierenden das Thema konkretisiert“, betont Gabriele Fauré von der IT-Unternehmensberatung best practice consulting AG die Wichtigkeit eines auf die Bedürfnisse des Studierenden zugeschnittenen Themas. „Das Thema muss zum Studierenden passen ebenso wie der Studierende zum Thema passen muss.“

Bei den hohen Bewerberzahlen sei laut Tatjana Pizir von Gigatronik in Köln nicht unbedingt entscheidend, ob der Studiengang passt: „Einschlägige Kenntnisse und hohes Interesse in dem entsprechenden Bereich sind von elementarer Bedeutung: wer sich privat mit dem Thema beschäftigt, vielleicht vorher schon ein Praktikum absolviert oder ein Projekt an der Hochschule durchgeführt hat, erzielt definitiv eine höhere Chance im Bewerbungsprozess“. Auch beim Entwicklungsdienstleister ASAP steht, wie Vera Lother berichtet, der Studiengang nicht an allererster Stelle: „Ein technisches Grundverständnis sowie außerordentliches Interesse sollte vorhanden sein. Diese beiden Kriterien können auch Absolventen eines nicht-technischen Studiengangs den Einstieg bei ASAP ermöglichen.“

Merke: Motivation und genuines Interesse für das Thema Eurer Abschlussarbeit steigert Eure Chancen im Auswahlprozess.

[Während der Bachelorarbeit über ein interessantes Thema im Unternehmen schreiben]

Wer sich im Bewerbungsprozess mit thematischem Interesse und Kompetenz durchgesetzt hat, arbeitet intensiv an einem für ihn spannenden Thema. Dabei stellt sich die große Herausforderung, eine Arbeit über eine für die Unternehmen tatsächlich relevante Fragestellung zu schreiben, die dennoch wissenschaftliche Kriterien erfüllt. Im Zuge dessen ist die Kommunikation des Studierenden sowohl mit dem Unternehmen wie mit dem betreuenden Professor von Relevanz. Für Gigatronik in Köln stellt dies laut Tantjana Pizir kein Problem dar: „Die Hochschulen lassen den Studierenden in der Regel ausreichend Freiraum, um ein für alle Beteiligten passendes Thema zu finden. Der Rahmen wird vorgegeben, anschließend kann der Student seinen Interessen und Fähigkeiten nachgehen.“ Auf diesem Wege profitieren die Studierenden von einem Thema, für welches sie sich begeistern.

Die Studierenden können sich meist voll und ganz auf die Abschlussarbeit konzentrieren – ohne durch das Tagesgeschäft im Unternehmen gestört zu werden

– Franziska Fachet, Voith GmbH

Vorteile des Schreibens von Abschlussarbeiten in Unternehmen liegen im Idealfall auf allen Seiten. Der Student arbeitet an einem Thema seiner Wahl, die Hochschule erweitert und vertieft den Austausch mit der Praxis und das Unternehmen erhält Zugang zu qualifizierten Studierenden, die aktuelle wissenschaftliche Kenntnisse direkt aus der Hochschule mitbringen. „Wir erhalten eine halbjährige Arbeitsprobe von meist qualifizierten Bewerbern, die einen guten Einblick in das Unternehmen bekommen. Als Instrument zur Personalgewinnung hat sich die Ausschreibung von Abschlussarbeiten in unserem Unternehmen bewährt“, führt Vera Lother (ASAP) einige Vorteile auf. Einen weiteren Vorteil nennt Franziska Fachet von der Voith GmbH: „Die Studierenden sind beim Schreiben meist nicht am Tagesgeschäft beteiligt. Sie können sich ausschließlich auf ihr Projekt fokussieren ohne durch administrativen Beschäftigungen oder Anrufe gestört zu werden.“ Tatjana Pizir ergänzt, dass „das Schreiben der Abschlussarbeit in unserem Unternehmen uns einen guten Einblick vom Kandidaten ermöglicht, gerade da der Student lediglich an der Abschlussarbeit sitzt. Außerdem lernen die Studierenden unsere  Produkte und Technik kennen.“

Merke: Beim Schreiben der Abschlussarbeit im Unternehmen könnt Ihr nicht nur viel lernen, sondern Euch auch für weitere Aufgaben empfehlen.

[Nach der Bachelorarbeit: Thema im Unternehmen relevant?]

Die Abschlussarbeit ist fertig geschrieben: Doch was bleibt?

Für die Unternehmen ist das behandelte Thema in der Regel von elementarer Relevanz. „Wir schreiben Themen aus, die den einzelnen Fachbereichen unter den Nägeln brennen. Die Ergebnisse werden genutzt und sind von großer Hilfe“, berichtet Maja Dubrau von enviaM. Bestätigt wird diese Einschätzung von Franziska Fachet (Voith GmbH): „Die Fachabteilungen kommen auf die Personalabteilungen mit aktuellen Themen zu. Im Rahmen einer Bachelorarbeit wurde zum Beispiel ein Excel-Instrument entwickelt, das aktuell für den Einkauf verwendet wird.“

Viele Studierende erhoffen sich nach dem Schreiben der Abschlussarbeit in einem Unternehmen eine direkte Übernahme. „Eine praxisorientierte Abschlussarbeit kann als Türöffner für alle Beteiligten dienen: Gerade Studierende können sich beweisen. Auch Unternehmen können qualifizierten Bewerbern ihr Unternehmensumfeld zeigen“, zeigt sich Gabriele Fauré (best practice consulting AG) vom Konzept überzeugt. Dabei sei eine Übernahme nach dem Verfassen der Thesis nicht immer möglich oder machbar. „Gerne übernehmen wir Studierende nach dem Schreiben der Abschlussarbeiten. Allerdings hängt es von verschiedenen Faktoren ab: der aktuellen wirtschaftlichen Lage, dem Bedarf in den Fachabteilungen und der Qualität der Arbeit“, nennt Franziska Fachet (Voith GmbH) die relevantesten Aspekte.

Eine praxisnahe Abschlussarbeit dient als Türöffner für alle Beteiligten

– Gabriele Fauré, best practice consulting AG

Selbst wenn es nicht zu einer Übernahme kommt, profitieren Studierende und die Unternehmen. Der Lernzuwachs auf Studierendenseite nach einem halben Jahr intensiven Beschäftigens kann enorm sein. Auch Unternehmen profitieren: „Die gewonnenen Erkenntnisse können Grundlage für neue Innovationen und Entwicklungen sein, die ohne die Arbeit in der Form nicht möglich gewesen wären“, weiß Vera Lother (ASAP) die Arbeit der Studierenden wertzuschätzen.

Merke: Die Fachabteilung findet Euer Thema mindestens genauso spannend und relevant wie Ihr: Nutzt die Möglichkeit zum Ideenaustausch und überzeugt durch eine gelungene Arbeit.

[Fazit: Thema der Bachelorarbeit entscheidend]

Nicht wenige derjenigen, die eine Bachelorarbeit im Unternehmen schreiben möchten, benutzen die Suchmaschine Google, um interessante Angebote zu finden. Aktuell werden dort aktuell circa 625.000 Einträge für die Suchbegriffe ‚Bachelorarbeit im Unternehmen’ gelistet. Bei diesem Wust an Informationen hilft es als Unternehmen, sich thematisch klar zu positionieren. Studierenden sei ans Herz gelegt, in Zusammenarbeit mit den Unternehmen und Hochschulen spannende Themen zu erarbeiten, die von allen Beteiligten mit Eifer umgesetzt werden.

Warum schreiben einige Unternehmen keine Themen für Bachelorarbeiten aus?

Das Semester neigt sich dem Ende zu. Für viele Studierenden beginnt nun die Zeit, sich mit dem Thema für die Bachelorarbeit zu beschäftigen. Viele suchen dabei nach einem passenden Kooperationsunternehmen. Aber welche Firma passt zu den Themengebieten, die mich interessieren? Viele Unternehmen bieten die Möglichkeit einer Kooperation für Bachelorarbeiten an, aber überlassen die thematische Initiative den Studierenden. Warum ist das so?

1. Studierende kommen bereits mit spannenden Themenvorschlägen für Bachelorarbeiten

Viele Unternehmen schreiben ihre Themen für Bachelorarbeiten nicht aus, fordern Studierende aber auf, mit eigenen Themenvorschlägen auf sie zuzukommen. Dies ist zunächst tatsächlich eine sehr gute Möglichkeit des Ideenmanagements. Das Unternehmen wird mit vielfältigen Themenvorschlägen konfrontiert, und kann dann fallspezifisch mit der jeweiligen Fachabteilung den genauen Umfang der Arbeit festlegen. Aber einen Haken gibt es: Das Unternehmen grenzt so – ob bewusst oder unbewusst – den Bewerberkreis auf die Studierenden ein, die das Unternehmen sowieso schon kennen. Das Motiv – externe Ideen einzusammeln – wird also ad absurdum geführt, da die externen Ideen nur aus einem bestimmten Bewerberkreis  kommen können. Dieser ist zumeist lokal, teils noch regional strukturiert. Je nach dem, wie präsent das Unternehmen auch an den Universitäten und Hochschulen unterwegs ist.

2. Unternehmensinterne Forschungsfragen der Bachelorarbeiten sind „geheim“

Einige Unternehmen platzieren auf ihrer Homepage gezielt den Hinweis, dass Themen für aktuelle Bacheldorarbeiten existieren, aber erst im persönlichen Gespräch unterbreitet werden können. Oft muss direkt vorher noch eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA = non-disclosure-agreement) unterzeichnet werden, damit das Thema keinesfalls nach außen dringt. Andere Unternehmen hingegen gehen sehr offen mit den Themen für Abschlussarbeiten um – wahrscheinlich auch, weil sie wissen, dass eine Ausschreibung mit einem Thema wohl kaum den Kern der Forschungstätigkeit in einer Tiefe wiedergeben kann, als dass es für Wettbewerber direkt imitierbar sei. Während ein restriktiver Umgang mit den Forschungsthemen aus Unternehmensperspektive also zumindest teilweise nachvollziehbar erscheint, überraschen die unterschiedlichen Herangehensweisen. Einige Unternehmen begreifen ihre Themen gezielt als Marketing-Instrument gegenüber wissenschaftlich herausragenden Studierenden, die auf der Suche nach spannenden Themen sind. Andere Unternehmen hingegen verschließen sich gezielt diesen Möglichkeiten.

3. Unternehmensinterne Prozesse verhindern Ausschreibung von Bachelorarbeit

Ein dritter Grund dafür, warum einige Unternehmen ihre Themen für Bachelorarbeiten nicht ausschreiben ist simpel: Es ist zu komplex. Im Gegensatz zu einer klassischen Ausschreibung für ein Praktikum oder einer Initiativbewerbung für eine Abschlussarbeit muss ein konkretes Thema aus den Fachabteilungen heraus in die Personalabteilung gegeben werden. Dies bedarf eines hohen Koordinationsaufwandes, der parallel zum Tagesgeschäft oft nicht stemmbar ist. In kleineren und mittelständischen Unternehmen schreiben die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen teilweise die Themen für Abschlussarbeiten sogar direkt aus – kurze Wege bestimmen hier das Kalkül. Sobald aber Prozesse unternehmensintern standardisiert sind, kann so unkonventionell nicht mehr agiert werden. Dies führt oft dazu, dass Themen nicht direkt ausgeschrieben werden, sondern die Initiative auf die Bewerber geschoben wird. Gleichzeitig positioniert man sich mit den üblichen Employer Branding Phrasen, die leider kaum einen validen Einblick in die spannenden Forschungsgebiete der Firmen geben.

Fazit: Unternehmen können mit Themen für Abschlussarbeiten gezielt neue Recruiting-Kanäle öffnen

Während einige Unternehmen gezielt ihre Forschungsthemen als Recruiting-Instrument nutzen, sind andere Unternehmen noch sehr zögerlich. Obgleich die Themen natürlich oft den Unternehmenskern betreffen, so beschränken sich doch gerade viele kleine und mittelständische Unternehmen durch intensive Geheimhaltung in der Reichweite ihres Recruitings. Hochqualifizierte Studierende, die gezielt auf der Suche nach Themen sind, können so nicht angesprochen werden. Im Endeffekt wird es für diese Firmen darauf ankommen, eine gesunde Balance zwischen Geheimhaltung und Öffentlichkeit bei ihren Themen zu finden, sodass im Recruiting Themen ebenfalls gezielt genutzt werden können, um Studierende auf das Unternehmen aufmerksam zu machen.

Unternehmen Forschung Bachelor

Warum bieten Unternehmen Themen für Bachelorarbeiten an?

Sinn und Zweck von externen Bachelorarbeiten für die Unternehmen und Implikationen für Studierende:

Kooperationen zwischen Unternehmen und Fachhochschulen liegen insbesondere hinsichtlich der Abschlussarbeiten in der Natur der Sache: Teilweise schreiben 80 – 90% einzelner Jahrgänge ihre Bachelorarbeiten in Unternehmen. Dabei entstehen Abschlussarbeiten nicht nur aus der direkten Kooperation zwischen Universitäten und Unternehmen. Viele Unternehmen schreiben ihre Themen auch öffentlich aus, um möglichst vielen Studierenden die Möglichkeit zu geben, das passende Thema für ihre Thesis zu finden. Doch welche Vorteile sehen Unternehmen in diesem Schritt und was heißt das für die Studierenden?

Konkreter Nutzen und anschließende Implementierung

Die von den Unternehmen ausgeschriebenen Themen behandeln höchst relevante und aktuelle Aufgabenstellungen aus dem Unternehmenskontext. Viele der Themen widmen sich der Optimierung verschiedener Produktionsprozesse. Oft werden auch kleinere Arbeitspakete von größeren Forschungsvorhaben zur studentischen Bearbeitung ausgeschrieben. In den Bereichen BWL und Marketing geht es oft um die Konzeption bestimmter Produkt- oder Personalstrategien, die einen empirischen Unterbau benötigen.

Gemeinsamkeit aller Themen: Für ein konkretes Problem soll eine Lösung gefunden werden, die sich anschließend zur Implementierung eignet. Oft fertigen die Studierenden zusätzlich zur akademischen Abschlussarbeit noch ein kleines Papier zur unternehmensinternen Verwendung an, in dem konkrete Implementierungshinweise ausgearbeitet werden. Für Unternehmen, die also intern ein sehr gutes Bewusstsein für den Mehrwert für bearbeitete Themen innerhalb von Abschlussarbeiten haben, können sowohl Bachelorarbeiten gezielt genutzt werden, um ein klar definiertes Arbeitspaket durch eine wissenschaftliche Arbeit bearbeiten zu lassen und einen direkten Nutzen einzufahren.

Was heißt das für Studierende? Macht euch klar, dass ihr nicht nur eine rein theoretische Abhandlung verfasst, sondern eure Arbeit auch direkten Einfluss auf das Unternehmen haben kann. Wer sich gut vorbereitet, kann hier punkten.

Recruiting von Top-Studenten über spannende Themen

Als ein weiteres Motiv auf Unternehmensseite findet sich neben der Bearbeitung eines unternehmensinternenen Themas der strategische Einsatz von Abschlussarbeiten als Recruiting-Möglichkeit. Durch das gezielte Ausschreiben spannender Themen positionieren sich diese Unternehmen gegenüber Studierenden als attraktiver Arbeitgeber. Dabei haben sie einen entscheidenden Vorteil: Insbesondere beim Finden eines passenden Themas für die Bachelorarbeiten steht der passende Themenbereich im Vordergrund. Während beim Praktikum oft auch Unternehmensname und überregionale Reputation eine Rolle spielen, um den Lebenslauf gezielt zu optimieren, steht bei der Thesis das Thema im Fokus. Zudem haben Studierende gegen Ende ihres Studiums schon ein sehr ausgeprägtes Verständnis davon, mit welchen Themen sie sich im späteren Berufsleben auseinandersetzen möchten. Unternehmen nutzen also ihre Themen als strategisches Marketinginstrument gegenüber hochqualifizierten Studierenden.

Was heißt das für Studierende? Nicht nur ihr wollt in einem Unternehmen ein spannendes Thema bearbeiten, auch die Unternehmen wollen euch für ein spannendes Thema gewinnen: Lotet also verschiedene Optionen aus, um das richtige Unternehmen zu finden.

Externer Impuls & Blick von außen

Während die Betreuung einer Abschlussarbeit in einem Unternehmen natürlich stets mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, so ist der potentielle Nutzen für das anbietende Unternehmen nicht nur in der Bearbeitung des konkreten Themas zu sehen. Während seiner wissenschaftlichen Arbeit im Unternehmen wendet der Studierende Methoden aus dem Studium an, welche er einem Praxistest unterziehen kann, und besitzt dabei den wichtigen Blick von außen. Ohne „Vorbelastung“ können Prozesse analysiert und strukturiert werden, was – unabhängig vom Ergebnis – schon in der täglichen Arbeit eine Vielzahl von Impulsen für die Mitarbeiter des Unternehmen bieten kann. Mit einer offenen Herangehensweise können somit die Studierenden als Kurzzeit-Berater gesehen werden – die zwar noch nicht über die langjährige Erfahrung, aber über eine frische Perspektive verfügen.

Was heißt das für Studierende? Das Unternehmen verfügt in der Regel nicht über den theoretischen Unterbau, den ihr direkt aus dem Studium mitnehmt. Zeigt Eigeninitiative und bringt frischen Wind in das Unternehmen.

Fazit:

Lösungsansätze, Recruiting und frische Perspektive: Es sind diese Vorteile, die Unternehmen gezielt nutzen, um ihre Personalentwicklung durch das Anbieten von Abschlussarbeiten voranzutreiben. Sowohl Bachelorarbeiten sind dabei ein strategisches Instrument im Personalmarketing, welches gezielt die hochqualifizierten Studierenden ansprechen soll. Auf der Suche nach passenden Themen für eine spannende Abschlussarbeit hängt das Wunschunternehmen maßgeblich von der Attraktivität der Aufgabenstellung ab. Eine Abschlussarbeit bietet dabei einen sehr guten Ausblick auf zukünftige Tätigkeiten im Unternehmen und ist somit ein starkes Argument sowohl Studierende im Unternehmen ihre Abschlussarbeit zu schreiben als auch für Unternehmen geschickt qualifizierte Studierende zu locken.