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Ist das Bachelor-Studium zu einfach?

Wenn man die Bachelorarbeit abgeschlossen, die letzten Prüfungen abgelegt und das Studium im Prinzip erfolgreich beendet hat, fragt man sich nicht selten: Was habe ich jetzt eigentlich genau gelernt? Welche Kenntnisse habe ich jetzt, die ich vorher nicht hatte? Wenn Du kein Tagebuch geschrieben hast, so ist es sehr schwierig nachzuvollziehen, welche Perspektiven und Eindrücke Du am Anfang des Studiums hattest und wie sich diese im Laufe der drei Jahre im Bachelor-Studium verschoben haben. Das ist ganz natürlich. Deshalb darfst Du bei der Analyse, was genau Du im Bachelor-Studium gelernt hast auch nicht zu hart mit Dir sein. Denn viele Erinnerungen bezüglich Deines vorherigen Wissensstands sind verschwommen. Nichtsdestotrotz wollen wir in diesem Blog-Artikel der Frage nachgehen: Ist das Bachelor-Studium zu einfach?

Das Bachelor-Studium ist nicht zu einfach, aber falsch strukturiert

Grundsätzlich ist das Studium natürlich so konzipiert, dass das Basiswissen im jeweiligen Fachbereich in den ersten Semester vermittelt wird. Deshalb gibt es auch einige Vorlesungen, die als Pflichtveranstaltungen deklariert sind. Diese Grundlage wird vom jedem Studenten des Fachs erwartet und ist essentiell, um spätere Kurse und Lehrveranstaltungen zu verstehen. Wenn bei der eigenen Reflektion das Gefühl aufkommt, dass nicht wirklich neues Wissen gewonnen wurde, so hat dies zu einem Großteil auch damit zu tun, dass viele Studierende gleichzeitig unterrichtet werden müssen. Es handelt sich also primär um Frontalveranstaltungen. Lehrbücher müssen gewälzt werden, bestimmte Formeln oder Theoreme auswendig gelernt werden. Das zielgerichtete Lernen auf die Prüfungen hat auch die Folge, dass während des Semesters der jeweilige Stoff nicht wiederholt wird.

Somit hast Du zwar das nötige Wissen für die Prüfung, aber bist eben nicht gefordert, zwischendurch Deine Wissensbasis zu festigen. In einigen Studiengängen mag dies anders sein, wo durch Zwischenprüfungen dazubeigetragen wird, dass die Motivation zur Wissensverfestigung regelmäßig gegeben ist. Kleinere Lerngruppen mit direkter Betreuung durch wissenschaftliche Mitarbeiter mit einer regelmäßigen Lernkontrolle würden sicherlich die Lernerfahrung steigern. Gleichzeitig ist dies in vielen Uni-Budgets einfach nicht möglich. Das Bachelor-Studium ist letztlich lediglich darauf ausgelegt, Wissen zu vermitteln und zugänglich zu machen. Für die Wissensaufnahme ist der Studierende selbst verantwortlich. Die Umgebung dafür könnte sicherlich besser sein. Allerdings hilft es auch nicht, sich zu beschweren. Das Studium ist vielleicht falsch strukturiert für die optimale Vermittlung des Wissens, aber moderne Technologien ermöglichen es mittlerweile, zusätzliches und ergänzendes Wissen flexibel zu akquirieren. In dieser Kombination können die Schwächen des deutschen Hochschulsystems dann doch behoben werden.

Ja, zu einfach. Aber das ist super: Nimm Dir Freiräume außerhalb des Lehrplans für Dinge, die Dich interessieren

Ob Du persönlich das Studium als zu einfach wahrnimmst, ist natürlich auch immer Deine persönliche Einschätzung und hängt ganz von Deinen vorherigen Qualifikationen bzw. Talenten ab. Grundsätzlich ist es aber wohl so, dass jeder, der auch das Abitur geschafft hat, ein Bachelor-Studium bewältigen kann. Für die Studierenden, denen das “Auswendiglernen” etwas einfacher fällt, wird das Studium sowieso nur wenig Herausforderungen bereit halten. Dies führt dazu, dass im Rückblick das Gefühl entsteht, keine wertvollen Fähigkeiten erworben zu haben. Letztlich ist es aber so, dass die Freiräume, die im Rahmen des normalen Lehrplans entstehen natürlich gezielt ausgenutzt werden können. Und dies ist ein großer Vorteil.

Früher – als die meisten Studiengänge noch als Diplom-Studiengänge organisiert waren – war es eben genau diese Freiheit, die von vielen Seiten sehr geschätzt wurde. Studierende konnten die freie Zeit nutzen, um verschiedene Tätigkeiten auszuüben, die sie entweder fachlich oder persönlich nach Vorne gebracht haben. Hobbies können sinnvoll ausgeübt werden, die Teilnahme an Hochschulgruppen wird ermöglicht – es gibt eine Vielzahl von vernünftigen Aktivitäten, die sonst, in einem durchgetakteten Studium oft zu kurz kommen. Deswegen sollten Studierende, denen das Studium eher einfach fällt, auch genau hier ihre Chance ergreifen. Teilnahme an extracurriculären Events, die Weiterbildung in MOOCs, das Engagement als Tutor – egal ob fachlich relevant oder nicht, es sind genau diese Tätigkeiten die beim Formieren des eigenen Charakters eine große Rolle spielen. Deswegen sollte man diesen auch ausreichend Raum einräumen, ohne die verpflichtenden Veranstaltungen des Studiums zu vernachlässigen.

Nicht zu einfach, aber die erlernten Fähigkeiten sind nicht die, die Du denkst

Wenn Du im Allgemeinen über Dein Studium reflektierst, vergleichst Du Dich auch immer automatisch mit herausragenden Persönlichkeiten in Deinem Fachgebiet. Du siehst beispielsweise, welche Kenntnisse der wissenschaftliche Mitarbeiter an Deinem Lehrstuhl hat. Oder kennst Kommilitonen im Master-Studium, die Dir Lichtjahre voraus scheinen. In diesen Fällen kannst Du beruhigt sein: Es ist nicht so schlimm wie Du denkst. Natürlich werden im Studium Wissen und Fähigkeiten vermittelt, aber solange Du ein gesundes Interesse für die verschiedenen Thematiken mitbringst, kannst Du Dir viele Sachen auch noch aneignen. Das Studium an sich ist somit gar nicht wirklich Indikator für Fachkenntnis, sondern vielmehr eine Bestätigung dafür, dass Du in der Lage bist, Aufgaben zu verstehen und und zeitnah zu lösen. Diese Fähigkeit lässt sich auf verschiedene Branchen einfach übertragen. Nur deshalb kannst Du beispielsweise in einer Management-Beratung auch oftmals einsteigen, ohne BWL-Kenntnisse zu haben.

Sicherlich ist diese Erkenntnis nicht zu 100% auf ingenieurwissenschaftliche Tätigkeiten zu übertragen. Aber mit einem gesunden Level an Neugier und Begeisterung lassen sich viele notwendige neue Fähigkeiten schnell erlernen. Das Studium hilft ungemein dabei, sich selbst zu strukturieren und Aufgaben in einer definierten Zeit zu bearbeiten. Darüber hinaus werden natürlich auch fachliche Konzepte vermittelt, aber diese können – ohne das Studium konkret abzuwerten – auch später aufgefrischt werden. Deshalb: Auch wenn es so wirken mag, dass im Studium keine konkreten Fähigkeiten vermittelt werden, so ist dies nicht korrekt. Es sind nur ganz andere Fähigkeiten, als Du vielleicht vermutet hättest.

Und so kann man zu dem Schluss kommen: Das Studium ist sicherlich nicht zu einfach, sondern bietet eine gute Basis für die Entwicklung eigener Interessen im Fachgebiet. Dabei sollte man existierende Freiräume nutzen und sich weiterzubilden, aber dies stets aus einer holistischen Perspektive. Die Studienjahre sind ja schließlich – Vorsicht: Phrasenschwein – die besten Jahre des Lebens.

Die Abgabe der Bachelorarbeit – eine Checkliste

Die Bachelorarbeit. Der mehr oder weniger glorreiche Abschluss des Studiums. Sechs Wochen (oder mehr) harte Arbeit an einem Thema. Durchlesen unzähliger wissenschaftlicher Artikel. Strukturieren der eigenen Gedanken. Formulieren, formulieren, formulieren. Durchführen von Experimenten. Führen von Interviews, protokollieren und strukturieren. All dies nähert sich Stück für Stück dem Ende zu und mündet in einem epochalen (zumindest aus Deiner Perspektiver) Schriftstück.

Bevor Dir aber der große Stein vom Herzen fällt und Du Deine Bachelorarbeit abgibst, solltest Du einige Punkte auf jeden Fall beachten. Zu viel Arbeit ist in die Bachelorarbeit geflossen, als dass Du Dir auf den Zielgeraden Nachlässigkeiten erlauben solltest. Wir haben für Dich eine Checkliste erstellt, mit der Du kurz vor der Abgabe der Bachelorarbeit noch einmal sichergehen kannst, dass Du an alles gedacht hast.

Checkliste Bachelorarbeit Punkt 1: Formale Kritieren überprüfen

In einem ersten Schritt solltest Du noch einmal detailliert alle formalen Kriterien der Bachelorarbeit durchgehen. Meistens bekommst Du bei der Anmeldung der Bachelorarbeit oder von Deinem Betreuer ein Übersichtsblatt, auf der die wichtigsten Kriterien festgehalten sind: Schriftgröße, Zeilenabstand, Seitenrand und ähnliches sind meistens sehr klar definiert.

Checkliste Bachelorarbeit Punkt 2: Kohärenz der Arbeit

Was ist hiermit gemeint? Im Schreibprozess der Bachelorarbeit hast Du sicherlich oftmals Textbausteine hin und her geschoben. Kapitel umbenannt und die Anordnung umstrukturiert. Da kann es leicht passieren, dass bestimmte Kapitel noch die falsche Nummerierung haben. Gehe also alle Kapitel sorgfältig durch und schaue, ob die Nummerierung soweit passt. Wenn Du das Inhaltsverzeichnis automatisch erstellst, aktualisiere ein letztes Mal und schaue nochmals, ob auch dort die Nummerierungen auf den verschiedenen Ebenen Sinn machen. Gleiches Vorgehen solltest Du für das Abbildungsverzeichnis machen. Auch hier müssen die Beschriftungen stimmen, damit Deine Bachelorarbeit ein kohärentes Bild abgibt.

Checkliste Bachelorarbeit Punkt 3: Angaben auf dem Deckblatt

Als nächstes solltest Du alle Angaben auf dem Deckblatt nocheinmal überprüfen. Ist der Name Deines Betreuers richtig geschrieben? Stimmt Deine Matrikelnummer? Ist der Lehrstuhl korrekt bezeichnet? Das mag alles recht trivial klingen. Aber der erste Eindruck, den Du offensichtlich mit dem Deckblatt Deiner Bachelorarbeit setzt ist kritisch und deshalb lohnt es sich noch einmal fünf Minuten zur Überprüfung der Vollständigkeit und Richtigkeit aller Angaben zu investieren.

Checkliste Bachelorarbeit Punkt 4: Zitierstil

Eine recht aufwendige, aber notwendige Maßnahme ist es, noch einmal die Kohärenz des Zitierstils zu überprüfen. Wurde wirklich durchgehend die gleiche Zitierweise benutzt? Sind alle Nachweise im Literaturverzeichnis vollständig, einheitlich und korrekt? Oft ist man dazu verleitet, solche “Kleinigkeiten” in den letzten Zügen der Bachelorarbeit zu ignorieren beziehungsweise aus Bequemlichkeit zu überfliegen. Dies empfiehlt sich jedoch nicht. Ganz im Gegenteil: Ein besonders sorgfältiger Check des Zitierstils lohnt sich mehr als gedacht. “Die wissenschaftliche Arbeit spielt sich in der Fußnote ab”, sagt man auch oft. Deshalb ist das korrekte Zitieren das Rückgrat der Wissenschaft und somit für eine gute Bewertung essentiell.

Checkliste Bachelorarbeit Punkt 5: Abgabeformate & Abgabeort

Weiterhin solltest Du in einer letzten “Check-Runde” überprüfen in welchen Formaten Du die Bachelorarbeit abgeben musst. Reicht es, ein oder zwei gedruckte Exemplare am Lehrstuhl abzugeben? Muss auch eine elektronische Version erstellt und hochgeladen werden und welche Besonderheiten gibt es hierbei? Muss eine pdf-Version per E-Mail versandt werden? Universitäten und Hochschule haben hier unterschiedliche Vorgaben. Diese solltest Du folglich konsultieren und die korrekten Abgabeformate vorbereiten.

Checkliste Bachelorarbeit Punkt 6: Party planen 🙂

Wenn Du alle Punkte nach gutem Gewissen überprüft hast, die Bachelorarbeit zum Drucken gebracht hast und lediglich noch einreichen musst, sollte danach natürlich ausreichend gefeiert werden. Schließlich hast Du es Dir verdient. Eine gute Party will natürlich geplant sein: Also: Lade Deine Freunde ruhig schon vorzeitig ein, damit einem krönenden (vorläufigen) Abschluss Deiner akademischen Karriere nichts im Wege steht.

Bachelorarbeit Politik: Der US-Wahlkampf als Thema?

Während Studierende der Ingenieurwissenschaften sich meist spannenden technischen Themen widmen, so sind sie natürlich auf jeder WG-Party und jedem Cocktail-Abend klar im Nachteil: Die höchst technischen und komplexen Themen eignen sich nicht als Thema für Small Talk. Lediglich unter Gleichgesinnten kann man sich austauschen, aber sobald die Besucher der Party unterschiedliche Hintergründe haben, sind die Gesprächsthemen meist solche, zu denen alle Anwesenden eine Meinung haben. Das sind dann meist Themen aus der Tagespresse oder das aktuelle sportliche Geschehen. Inbesondere weltpolitisch gibt es ja aktuell eine große Anzahl an Themen. ISIS, Syrien, Flüchtlinge, US-Wahlkampf, Klimaverhandlungen in Paris: solche Diskussionen können auch oft höchst politisch werden. Studierende der Politikwissenschaften haben den Vorteil, dass sich ihr Studium genau mit solchen Themen befassen.

Ein besonders faszinierendes Thema ist aktuell der US-Wahlwahlkampf für die Präsidentschaftswahl 2016, bei der aktuell mehr als 10 Republikaner um die Nominierung ihrer Partei kämpfen. Ted Cruz, Jeb Bush und Marco Rubio sind Kandidaten, die grundsätzlich einen Anspruch auf die Nominierung anmelden und sicherlich realistische Chancen haben. In nahezu allen Prognosen liegt allerdings Medien- und Immobilienmogul Donald Trump vorne. In diesem Blog-Post beleuchten wir, wie Studierende der Politikwissenschaften den US-Wahlkampf in das Zentrum ihrer Bachelorarbeit stellen können und liefern drei Themenvorschläge.

Bachelorarbeit: Analyse der Twitter-Posts der GOP-Präsidentschaftskandidaten

Spätestens seitdem Barack Obama im Wahlkampf 2008 massiv auf die sozialen Medien zum Erreichen von Erstwählern und jungen Erwachsenen setzte, sind sämtliche Kandidaten sowohl der Demokraten als auch der Republikaner auf allen Online-Kanälen massiv repräsentiert. Egal ob Instagram, Twitter, Facebook oder Snapchat – die Kandidaten versuchen sämtliche Medien zu bespielen, um ihre Reichweite einfach zu vergrößern. Aus politikwissenschaftlicher Sicht ist dies sehr dankbar, da es sehr viele neue Analysemöglichkeiten eröffnet. Im Rahmen einer Bachelorarbeit könnten Studierende sich beispielsweise damit befassen, die Twitter-Accounts ausgewählter republikanischer Präsidentschaftskandidaten zu analysieren.

Beispielsweise könnten die Tweets von Donald Trump, Ted Cruz, Marco Rubio und Jeb Bush verglichen werden. Ein erster Ansatz wäre es, die Nachrichten zu extrahieren und mit frei verfügbaren Tools zunächst einmal die gleichen Wörter zu zählen. Dies ist aber nur der erste Schritt. Anschließend müssen Wortgruppen gefunden werden. Dazu müssen einzelne Wörter klassifiziert werden. Anschließend lässt sich analysieren, wie sich die Häufigkeit bestimmter Wörter / Wortgruppen in zeitlicher Folge ändert und wie sich dies von Kandidat zu Kandidat unterscheidet. In Verbindung mit aktuellen Events (beispielsweise: San Bernadino Attentat, Paris-Anschläge, Supreme Court Entscheidungen etc.) lässt sich potentiell erkennen, wie die Rhetorik der einzelnen Kandidaten sich als Reaktion auf verschiedene Ereignisse ändert. Hieraus lassen sich möglicherweise sehr spannende Erkenntnisse ziehen, inwiefern bestimmte Kandidaten in ihrer Meinung fluktuieren bzw. wie flexibel ihre “Message” an das Elektorat ist. Eine Bachelorarbeit in diesem Bereich wäre nicht nur höchst aktuell, sondern würde an der spannenden Schnittstelle von Politik und sozialen Medien auch in einem akademisch sehr interessanten Bereich ansetzen.

Thema Bachelorarbeit: Das Recht auf freie Meinungsäußerung am Beispiel von Super PACs

Ein weiteres Thema welches in US-Wahlkämpfen stets große Relevanz hat, sind direkte Spenden an die Kampagne der Kandidaten. Es ist natürlichen Personen nur genehmigt, Spenden bis zu einer bestimmten Höhe direkt an die Kampagne zu tätigen. Die sogenannten “grassroots”-Spenden können zwar auch große Volumina erreichen – und waren in beiden Wahlkämpfen von Barack Obama auch ein entscheidender Faktor – allerdings ist allein das Erreichen möglicher Spender bereits mit hohen Kosten verbunden, sodass ein großer Teil der eingeworbenen Spenden direkt in die Akquise neuer Unterstützer geht. Die Anzahl der Inidividualspenden ist somit eher ein politisches Asset, um die Verankerung der Kampagne und die öffentliche Unterstützung wirkungsvoll zu untermalen. Als wirkliche Finanzierungsquelle dienen aber primär die Spenden von wohlhabenden Geschäftsleuten.

Die Finanizeriung von Wahlkämpfen läuft in Amerika sehr interessant ab. So gibt es beispielsweise Political Action Committees (PAC), die nur dafür bestimmt sind, die Wahlkampagnen bestimmter Kandidaten finanziell zu unterstützen. Durch Supreme Court Entscheidungen (inbesondere Citizens United v. Federal Election Commission) haben sich ebenfalls sogenannte Super PACs etabliert. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie unbegrenzt viele und hohe Spenden von Unternehmen und Einzelpersonen annehmen dürfen. Rechtlich darf das Geld jedoch nicht direkt an die Kampagne des Kandidaten zur Verwendung weitergeleitet werden. Vielmehr kann der Super PAC “eigenständig” bestimmte Kandidaten unterstützen. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist tatsächlich das Fundament dieser Regelung. Im Rahmen einer Bachelorarbeit in der Politikwissenschaft würde es sich anbieten, hier die Struktur einzelner Super PACs unter die Lupe zu nehmen und zu schauen, wie diese sich im Wahlkampf positionieren.

Bachelorarbeit Thema: Muslime & Medien in Amerika – eine Diskursanalyse

Für eine Bachelorarbeit in den Politikwissenschaften geben aber auch die jüngsten Entwicklungen im US-Wahlkampf reichlich Ansatzpunkte. So hat Donald Trump, der in den Prognosen für die relevanten Bundestaaten für die Vorwahlen meist einen sehr großen Vorsprung auf seinen Verfolger aufweist, vor einigen Tagen einen recht seltsamen Vorschlag unterbreitet: Er forder t, dass sämtlichen Muslimen die Einreise in die USA bis auf weiteres verboten werden solle, da nicht sicherzustellen sei, dass diese keine Sympathien für den radikalen Islamismus hegen. Trumps Vorschlag ist eine direkte Reaktion auf die grausamen Anschläge in Paris, die von ISIS-Sympathisanten geplant und durchgeführt wurden und das Attentat in San Bernadino, dessen Drahtzieher ebenfalls ISIS zuzuordnen sind. Trump selbst behauptet, die Zeit für “politisch korrekte” Sprache sei vorbei, da sich Amerika realen Gefahren ausgesetzt sehe.

Aus politikwissenschaftlicher Perspektive wäre es sehr spannend zu verstehen, wie differenziert das Verständnis von Islam, Islamisten und ISIS in der öffentlichen Debatte tatsächlich ist. Dazu könnten Studierende der Politikwissenschaften in der Bachelorarbeit beispielsweise die Kommentare verschiedener Nutzer auf der Facebook-Seite von Donald Trump analysieren. Oder eine Analyse der Berichterstattung in den US-Medien durchführen. Auch wenn die Daten natürlich nicht repräsentativ sein können, so geben sie jeglicher Analyse natürlich einen guten “Twist”. Angereichert werden kann eine solche Analyse auch durch Interviews mit Experten aus Medien und Politik. So kann eine spannende Bachelorarbeit entstehen, die sich sowohl mit einem aktuellen Thema befasst, aber auch darüber hinaus interessante Einblicke in die Dynamiken der öffentlichen Meinung geben kann.

Worauf soll ich beim Lebenslauf achten?

Wenn Du Dich für ein Praktikum bewirbst, ist ein guter Lebenslauf natürlich essentiell. Der Lebenslauf kommuniziert dem Unternehmen, das Deine Bewerbung empfängt, in komprimierter Form Deinen Werdegang und Deine Erfahrungen. Ebenso wie beim Praktikum ist bei der Bewerbung für eine Bachelorarbeit im Unternehmen der Lebenslauf sehr wichtig. Wie der Lebenslauf grundsätzlich gestaltet sein sollte, dazu gibt es im Internet sehr viele und sehr gute Formatvorlagen. Auch deshalb wird es in den Personalabteilungen nicht gern gesehen, wenn ein Lebenslauf  nicht die Standard-Formatierungen aufweist. Denn es ist in Zeiten des Internets wirklich jedem möglich, eine ansprechende Formatvorlage zu finden. Wir wollen in diesem Blog-Post unseren Fokus auch deshalb eher auf den Inhalt des Lebenslaufs legen. Welche Besonderheiten gibt es bei der Erstellung des Lebenslaufes, wenn ich mich für eine Bachelorarbeit im Unternehmen bewerbe? Wo sollte ich Schwerpunkte legen und wie kann ich meine Expertise glaubhaft darstellen?

Erfahrungen aus vorherigen Praktika ausführlich beschreiben

Bei der Bewerbung für eine praxisnahe Bachelorarbeit ist es naturgemäß sehr wichtig, welche bisherigen praktischen Erfahrungen Du schon gesammelt hast. Das Ganze gestaltet sich natürlich etwas schwieriger, wenn Du noch keine Praktika absolviert hast. Wenn Du aber schon die Chance hattest, in einige Unternehmen “hineinzuschnuppern”, dann solltest Du die Erfahrung, die Du dort gesammelt hast, auf jeden Fall ausführlich beschreiben. Nur das Auflisten des Unternehmens, wo Du ein Praktikum gemacht hast mit einer generischen Beschreibung ist bei einer Bewerbung für eine Bachelorarbeit im Unternehmen oft nicht ausreichend.

Vielmehr solltest Du explizit und konkret erwähnen, welche Tätigkeiten Du während des Praktikums ausgeführt hast und welche Verantwortlichkeiten Du hattest. Dabei kannst Du auch durchaus darauf hinweisen, welche Bedeutung Deine Tätigkeiten im Rahmen des übergreifenden Projekts gehabt haben und wie Du konkret geholfen hast. Hierbei gilt immer: Möglichst konkret werden. Niemand erwartet von Dir, dass Du im Praktikum schon bahnbrechende Tätigkeiten übernommen hast. Ganz im Gegenteil. Deshalb ist es ok, direkt zu benennen, für welche Bereiche Du zuständig warst. Im Idealfall formulierst Du die Tätigkeiten dabei auch so, dass ein direkter Bezug zu dem Thema Deiner Bachelorarbeit erkennbar ist. Dies ist aber nicht zwangsläufig nötig, denn in den Grundzügen sollte natürlich “Ehrlichkeit” schon Deinen Lebenslauf prägen.

Schwerpunkte im Studium durch exemplarisches Auflisten von Lehrveranstaltungen illustrieren

Gemäß dem Motto “Konkret ist besser” solltest Du auch im Abschnitt “Ausbildung” agieren. Während viele Studierende in Ihrem Lebenslauf lediglich Ihr Studienfach und den Studienschwerpunkt angeben, empfiehlt es sich, bei einem Lebenslauf für die Bachelorarbeit im Unternehmen etwas konkreter zu werden. Denk immer daran: Ziel des Lebenslaufs ist es, dem Unternehmen zu kommunizieren, dass genau Du die nötigen Fähigkeiten, Erfahrungen und Kompetenzen besitzt, die für die Bearbeitung einer Bachelorarbeit im Unternehmen notwendig sind. Wenn Du also Deinen Studiengang und die Studienschwerpunkte auflistest, so gibst Du dem Unternehmen zwar einen guten ersten Eindruck von dem, was Du in der Universität bzw. der Hochschule gelernt hast. Aber die Lehrpläne an den Hochschulen der Republik unterscheiden sich schon sehr deutlich. Nun kannst Du vom Unternehmen (bzw. der Personalabteilung) natürlich erwarten, dass direkt mal recherchiert wird, was in dem Studiengang genau unterrichtet wird. Du kannst allerdings auch proaktiv werden und direkt die Lehrveranstaltungen listen, die – aus Deiner Sicht – am meisten Relevanz für eine erfolgreiche Bearbeitung der Bachelorarbeit haben. So gibst Du dem verantwortlichen Personaler gleich einige wertvolle Informationen an die Hand, um Deine Spezialisierung und die Inhalte Deines Studiums besser zu verstehen.

IT-Kompetenzen und Kenntnisse in Simulationsprogrammen deutlich hervorheben

Ein Punkt, der in jedem guten Lebenslauf für eine Bachelorarbeit im Unternehmen nicht fehlen darf, ist das detaillierte Auflisten von konkreten Fähigkeiten. In der aktuellen Arbeitswelt geht es oftmals nicht mehr wirklich darum, an welcher Universität oder Hochschule man studiert hat. Massive Open Online Courses sind mittlerweile für Studierende überall auf der Welt zugänglich. Die besten amerikanischen Universitäten stellen ihre Lehrveranstaltungen für alle frei zugänglich zur Verfügung. Statt des Namens der Universität zählt vielmehr, welche konkreten Fähigkeiten der jeweilige Bewerber besitzt. Das ist natürlich insbesondere in der Informatik und den Ingenieurwissenschaften stets ein heißes Thema. Fernab theoretischer Vorlesungen geht es in der praxisnahen Bachelorarbeit auch oftmals darum, konkrete Sachen umzusetzen, auszuprobieren und zu simulieren. Hierzu sind Fähigkeiten in den jeweiligen Programmiersprachen und Simulationsprogrammen essentiell.

Deshalb sollten Informatiker auch klar kommunizieren, welche Programmiersprachen sie beherrschen und ebenfalls eine kurze Selbsteinschätzung (mittel – gut- sehr gut) hinzufügen. Gleiches gilt für Ingenieure, die bei vielen Konstruktionsaufgaben natürlich auch auf die gängigen Programme zurückgreifen müssen. Aber auch Studierende aus den Geisteswissenschaften sollten ihre konkreten IT-Kenntnisse durchaus benennen. Dies hilft dabei, zu prüfen, wie motiviert und engagiert der jeweilige Studierende ist. Viele und gute Kenntnisse deuten auf ein hohes Level an Engagement hin. Deshalb sollte man sich diese “einfachen Punkte” nicht entgehen lassen.

Die Initiativbewerbung für Deine Bachelorarbeit im Unternehmen

Wenn Du Deine Bachelorarbeit praxisnah ein einem Unternehmen schreiben möchtest, gilt es zunächst einige Herausforderungen zu überwinden. Du musst Deinen akademischen Betreuer davon überzeugen, dass sich eine Industriekooperation anbietet und klar aufzeigen, wo die Vorteile liegen. Gleichzeitig gilt es anschließend, einen passenden Kooperationspartner aus der Industrie zu finden. Das ist oftmals gar nicht so einfach: Welches Unternehmen interessiert sich für mein Thema und hat gleichzeitig auch die Kapazitäten, mich bei meiner Bachelorarbeit zu unterstützen? Wenn Du einen kleinen Kreis von potentiellen Unternehmen nach Deinen persönlichen Kriterien definiert hast, gilt es natürlich, diese Unternehmen von Deinem Vorhaben zu überzeugen. Viele Unternehmen haben keine konkreten Themen ausgeschrieben, sondern sind offen für Initiativbewerbungen in den einzelnen Fachbereichen. Themenvorschläge werden dann stets von den jeweiligen Fachbereichen geprüft. Um bei den Initiativbewerbungen bei den Unternehmen eine hohe Erfolgsquote zu haben, gibt es einige Erfolgsrezepte. Wir verraten Euch, worauf die Unternehmen bei Initiativbewerbungen für Bachelorarbeiten achten.

Auswahl einer konkreten Themenstellung und Darlegung des konkreten Nutzens für das Unternehmen

Am wichtigsten bei der Initiativbewerbung für eine Bachelorarbeit im Unternehmen ist natürlich die Kombination von Themenvorschlag und persönlichem Hintergrund. Schon bei der Auswahl der Unternehmen, die Du in den engeren Kreis für eine Kooperation ziehst, beweist Du, dass Du Dich auskennst. Denn Dein Themenvorschlag muss natürlich in aller erster Linie auf Interesse beim Unternehmen stoßen. Wenn Du beispielsweise ein Sub-Thema im Bereich Elektrotechnik behandeln möchtest, das ausgewählte Unternehmen aber gar nicht in diesem Bereich aktiv ist, ist dies natürlich nicht ideal. Es kann sein, dass dieses Unternehmen sich trotzdem dazu entscheidet, das Thema zu begleiten, wenn Dein Lebenslauf vielversprechend aussieht. Das aber trifft eher in Einzelfällen zu.

Deshalb solltest Du bei Deiner Initiativbewerbung im Idealfall schon ein 1-seitiges Exposé anhängen, indem Du ausführlich erklärst, was genau Deine thematische Vorstellung ist. Hier kannst Du auch bereits gut andeuten, wo genau der Nutzen für das Kooperationsunternehmen entstehen kann. Auch wenn Du mit der internen Situation im Unternehmen natürlich nicht vertraut sein kannst, so lassen sich gewisse Probleme, die Du in Deiner Bachelorarbeit aufgreifen möchtest, wahrscheinlich abstrahieren und haben letztlich eine Relevanz für einige Unternehmen in der jeweiligen Nische. Durch eine präzise Argumentation im Exposé kannst Du nicht nur Fachkompetenz demonstrieren, sondern den zuständigen Fachbereichsleiter auch direkt vom Wert Deines Vorhabens überzeugen. Dies ist ein sehr entscheidender Faktor bei der Beurteilung auf Seiten des Unternehmens. Denn die Betreuung einer externen Bachelorarbeit ist immer mit zusätzlichem Aufwand verbunden. Wenn sich dieser leicht rechtfertigen lässt, dadurch dass der zu erwartende Nutzen groß ist, sollte einer Kooperation nichts im Wege stehen.

Initiativbewerbung für Bachelorarbeit: Belegbare Kompetenz im Themengebiet

Ein gutes Thema ist nur die halbe Miete. Um eine starke Initiativbewerbung zu schreiben, solltest Du in Deinem Anschreiben und im Lebenslauf auf jeden Fall kommunizieren, wie Deine bisherigen Erfahrungen sich auf die Auswahl des Themas ausgewirkt haben und wie Du Deine Kompetenzen nutzen möchtest, um das Thema erfolgreich zu bearbeiten. Ein bestimmtes Thema mag für den Fachbereich spannend klingen. Wenn aber aus Deinem Lebenslauf nicht klar ersichtlich ist, dass Du die nötigen Kompetenzen hast, um das Thema erfolgreich zu bearbeiten.

Um also der HR-Abteilung und dem Fachbereich zu kommunizieren, dass Du die nötigen Fähigkeiten zur Bearbeitung des Themas im Studium erworben hast, solltest Du in Deinem Lebenslauf potentiell auch direkt die Lehrveranstaltungen listen, die sich inhaltlich eng an Deinem gewählten Themenfeld bewegen. Gleichzeitig kannst Du in Deinem Anschreiben darauf eingehen und sagen, dass Dich während Deines Bachelor-Studiums diese Lehrveranstaltungen am meisten interessiert haben. So untermauerst Du, dass Du nicht nur die entsprechenden Fähigkeiten erworben hast, sondern ebenfalls genau in diesen Lehrveranstaltungen Deine besten Leistungen erbracht hast. Wenn Du bereits Praktika in relevanten Bereichen absolviert hast, solltest Du in Deinem Lebenslauf diese Abschnitte so gestalten, dass explizit die Arbeitsbereiche Deines Praktikums in den Vordergrund gestellt werden, die am nähsten an Deinem gewählten Thema für die Bachelorarbeit sind. So kannst Du eine kohärente und glaubhafte Geschichte aufbauen, warum gerade Du prädestiniert dafür bist, das Thema zu bearbeiten.

Initiativbewerbung für Bachelorarbeit: Neugier, Interesse und Lust am Lernen sind wichtig

Weitere wichtige Punkte bei jeder Initiativbewerbung für eine Bachelorarbeit im Unternehmen sind Neugier, Interesse und Lust am Lernen. Dies sollte der “Grundton” der Bewerbung sein, ist aber auch (das muss man fairerweise dazu sagen) der Punkt, der am schwierigsten zu kommunizieren ist. Aber es gibt einige Tricks, wie man effektiv kommunizieren kann, dass man für das Themengebiet ein großes Interesse hegt und es kaum erwarten kann, das ausgewählte Thema zu bearbeiten und wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen.

Erstens, solltest Du in Deinem Anschreiben einen sehr starken Fokus auf die Potentiale legen, die Du grundsätzlich in der ausgewählten Technologie bzw. dem Anwendungsbereich siehst. Beschreibe, wie faszinierend es für Dich ist, auf dem Weg zu einer besseren Zukunft genau an diesen Themen mitzuarbeiten und einen konkreten Beitrag zu leisten.

Zweitens, solltest Du zwar Deine Fähigkeiten in den Vordergrund stellen, aber auch betonen, wie sehr Du von der Expertise der jeweiligen Fachleute im Unternehmen profitieren kannst. Im Zweifelsfall weiß das Unternehmen natürlich selbst, dass enorme Exptertise vorhanden ist. Wenn Du aber herausstellst, dass diese Expterise ein unglaublich gutes Umfeld für Deine Bachelorarbeit bieten kann, zeigst Du auf, dass Du große Lust am Lernen hast.

Drittens, falls irgends möglich solltest Du Dein Anschreiben der Initiativbewerbung interessant eröffnen. Hast Du in der letzten Zeit etwas spannendes über das Unternehmen gelesen? Oder hat Dein Thema einen tagespolitischen Bezug? Ein unkonventioneller, interessanter Anfang führt nicht nur dazu, dass der Leser sofort interessiert wirkt, sondern stellt auch deutlich klar, dass Du über das nötige Interesse verfügst, da Du Dir die Mühe gemacht hast, vor dem Abschicken der Bewerbung einmal gründlich zu recherchieren.

Die Bachelorarbeit über die Weihnachtstage schreiben – klappt das?

Wenn die Tage kürzer werden, die ersten Weihnachtsgeschenke gekauft sind und vielleicht sogar schon das Bahn-Ticket für die Fahrt nach Hause zum Weihnachtsfest gebucht ist, dann tritt oft das Studium etwas in den Hintergrund. Zu groß die Freude, bald in der Heimat alte Freunde wiederzutreffen, zu groß die Verlockung, auf dem Weihnachtsmarkt noch einen Glühwein zu trinken. Ebenso wie sich das Geschäftsleben im Dezember auf ein Minimum reduziert (primär gilt es, möglichst viele Weihnachtsfeiern im Kalender unterzubringen und den Jahresabschluss zu gestalten), ist es im Studium ähnlich. Dozenten und Professoren befinden sich ebenfalls im “Weihnachtsstress” und nur selten wir eine Prüfung direkt in den Vorweihnachtstagen abgehalten. Das Semester in Deutschland ist an den meisten Universitäten natürlich auch sehr günstig gelegt: Im Gegensatz zum angelsächsischen System, wo das Semester stets mit dem Jahr abschließt, fallen die Prüfungen in Deutschland meist in den späten Januar und den Februar. Einzig an den Fachhochschulen und auch der Universität Mannheim, wo das Semester Anfang September beginnt, ist die Weihnachtszeit identisch mit der Prüfungszeit. Für alle anderen ist die Weihnachtszeit tatsächlich die ruhige Jahreszeit. Aber was machen, wenn die Bachelorarbeit bis Mitte Januar abgegeben werden soll? Wenn die Deadline sich ganz ungünstig so gestaltet, dass über die Weihnachtstage noch an der Bachelorarbeit gearbeitet werden muss, stellt sich die große Frage: Wie kann ich dies über die Weihnachtsfeiertage schaffen? Wir haben für Euch drei Tipps zusammengestellt, wie Ihr die Bachelorarbeit und die Weihnachtsfeiertage unter einen Hut bekommen könnt.

Erkundige Dich nach Co-Working-Möglichkeiten in Deinem Heimatort

Die Situation haben wir alle schon einmal erlebt. Wir nehmen unerledigte Aufgaben (kleinerer oder auch größerer Natur) aus dem Studienort mit nach Hause, um sie dort zu erledigen. Doch der Plan geht meistens nach hinten los. Eltern und Freunde planen Aktivitäten und rechnen fest mit Deiner Präsenz. Auch wenn Du vorab denkst, Du wirst auf jeden Fall die Zeit und Ruhe haben, um zu arbeiten, so ist dies oft ein Trugschluss. Die gleiche Situation ergibt sich, wenn Du über die Weihnachtsfeiertage nach Hause fährst, und – mehr oder weniger zwischendurch – an der Bachelorarbeit arbeiten möchtest.

Um es trotzdem zu ermöglichen, in der Heimatstadt effektiv zu arbeiten, empfiehlt es sich, sich vorab über Möglichkeiten zu informieren, ein Büro bzw. einen Arbeitsplatz außerhalb des Hauses oder der Wohnung der Eltern zu organisieren. Denn dort lässt es sich einfacher arbeiten, weil man von den allgemeinen Feiertagsaktivitäten zu Hause isoliert ist. In vielen größeren Städten gibt es mittlerweile sehr gute Co-Working-Spaces, wo für einen geringen Betrag ein Arbeitsplatz angemietet werden kann. Der Vorteil ist, dass die gesamt Infrastruktur direkt mitgenutzt werden kann. Das heisst: WLAN ist verfügbar und auch die Kaffeküche ist normalerweise direkt zugänglich. Gleichzeitig wird an den Weihnachtsfeiertagen natürlich nicht so viel Aktivität im Co-Working-Space sein, sodass Du noch mehr Ruhe für die Arbeit an Deiner Bachelorarbeit hast.

Verzichte auf die “große” Silvesterparty, damit am nächsten Tag Deine Produktivität nicht leidet

Ebenso wichtig, wie eine gute Arbeitsumgebung zu finden, ist es auch – und das ist natürlich ein sehr bitterer Hinweis – bei den sozialen Aktivitäten einige Abstriche zu machen. Zumindest wenn sie einen direkten, negativen Effekt auf Deine Produktivität am nächsten Tag haben. Jede Stunde, die Du mit sinnvoller Arbeit verbringt, bringt Deine Bachelorarbeit voran und Dich somit näher Richtung Ziellinie. Leider liegt es oftmals in der Natur der Silvesterparty, dass diese mit einem signifikanten Alkoholkonsum einher geht. Oftmals ist die Feier auch nicht kurz nach Mitternacht vorbei, sondern erstreckt sich bis in die frühen Morgenstunden. Das führt dazu, dass das Neujahr eher “verkatert” verbracht wird.

Es empfiehlt sich deshalb – auch um die Bachelorarbeit nicht in Gefahr kommen zu lassen – eher eine ruhigere Silvesterparty zu wählen. Eine einfache Zusammenkunft mit alten Freunden ist in diesem Fall besser, als die große Party in der lokalen Diskothek. Schließlich solltest Du Dir vor Augen führen, dass die Abgabe der Bachelorarbeit in diesem Jahr hohe Priorität hat, während eine Silesterparty im nächsten Jahr sicherlich auch wieder veranstaltet wird. Du verpasst also vielleicht etwas, aber dieser Verzicht wird sich langfristig für Dich auszahlen.

Finde die richtige Balance zwischen Bachelorarbeit und Verwandtenbesuchen

Neben einer guten Planung der sozialen Aktivitäten (Ehemaligentreffen der Schule, Silvesterparty, etc.) ist es natürlich genau so wichtig, die Verwandtenbesuche auf der Agenda zu haben. Um effektiv an Deiner Bachelorarbeit zu arbeiten zu können, solltest Du stets einige zusammenhängende Stunden einplanen, nur so wirst Du wirklich vorankommen. Damit dieses Vorhaben nicht scheitert, bedarf es einer guten Planung der Weihnachtsfeiertage und der Tage zwischen den Jahren. Wer kommt wann zu Besuch? Müssen noch Verwandtenbesuche gemacht werden? Nur wenn Du einen guten Überblick hast, welche “verpflichtenden” sozialen Termine Du hast, kannst Du realistisch einschätzen, wann und wie viel Du an der Bachelorarbeit arbeiten kannst.

Wenn Du merkst, dass Deine freie Zeit nicht ausreichend ist, um die letzten Seiten Deiner Bachelorarbeit zu schreiben, solltest Du Dich darum kümmern, die Planung so zu verändern, dass diese Zeit verfügbar ist. Schließlich ist das Fertigstellen Deiner Bachelorarbeit zunächst einmal Deine wichtigste Aufgabe. Um also Weihnachten und Bachelorarbeit unter einen Hut zu bekommen, musst Du in Deiner Planung die richtige Balance finden. Hier für ist ein feines Fingerspitzengefühl gefragt. Kannst Du den Verwandtenbesuch vielleicht einfach im Januar nachholen und deshalb den 2. Weihnachtstag noch produktiv mit dem Schreiben der Bachelorarbeit verbringen? Es gibt viele Möglichkeiten, wie Du Deine sozialen Kontakte weder verprellst noch enttäuscht und gleichzeitig aber über die Weihnachtsfeiertage genug Zeit für Deine Bachelorarbeit haben kannst.

“Hilfe, ich bin bei der Bachelorarbeit durchgefallen – was nun?”

Wochenlang wartest Du auf das Ergebnis Deiner Bachelorarbeit. Gespannt überprüfst Du täglich das Postfach Deines E-Mail-Accounts. Und als Dich schließlich eine Mail Deines Betreuers oder des Prüfungsamts erreicht, kommt die große Enttäuschung: Durchgefallen. Nicht bestanden. Schulnote 5. Eins vorweg: Es kann immer passieren. Auch die besten und eifrigsten Studierenden sind nicht davor gewappnet, bei der finalen Prüfungsleistung durchzufallen. Das hat primär auch damit zu tun, dass die Bachelorarbeit ganz andere Anforderungen an die Studierenden stellt, als eine normale Prüfung. Mehr Freiheit bei der Themenbearbeitung bedeutet gleichzeitig ein höheres Risiko, das Thema nicht passend zu bearbeiten. Natürlich gibt es meist eine intensive Betreuung durch wissenschaftliche Mitarbeiter oder die Professoren direkt, aber auch dies ist kein Freifahrtschein. Scheitern ist menschlich. Wenn dies bei der Bachelorarbeit das erste Mal passiert, ist dies natürlich bitter. Aber immer noch kein Beinbruch. Also, was tun, wenn Du tatsächlich bei der Bachelorarbeit durchgefallen bist? Wir klären auf.

Ausführliches Gespräch mit dem Betreuer der Bachelorarbeit vereinbaren

Solltest du tatsächlich den Bescheid bekommen, dass Du Deine Bachelorarbeit nicht bestanden hast, so gilt es erstmal die Ruhe zu bewahren. Du solltest nicht in unnötige Hektik verfallen und unüberlegte Dinge tun. Am wichtigsten ist es, im ersten Schritt herauszufinden, was genau die Begründung für das Nicht-Bestehen der Bachelorarbeit ist. Da Du Dein Studium ohne eine bestandene Bachelorarbeit nicht erfolgreich beenden kannst, gibt es grundsätzlich nur die Option, entweder nachträglich eine Notenkorrektur zu erwirken oder eben eine neue Bachelorarbeit zu schreiben, was natürlich grundsätzlich eine eher ungünstige Aussicht ist. Für beide Szenarien ist es aber essentiell, zunächst zu verstehen, was genau die Gründe für die schlechte Note waren. Dies kann Dir Dein Betreuer, der ja auch Deine Bachelorarbeit benotet hat, erklären.

In das Gespräch solltest Du nicht unvorbereitet gehen. Mache Dir vorher selbst Gedanken, woran es gelegen haben könnte. Wo warst Du Dir selbst am unsichersten? Welche Theorien hast Du vielleicht nicht richtig verstanden? Wenn Du hier ein paar klare Gedanken fassen kannst, solltest Du Dich daran erinnern, bis zu welchem Grad Du Dich mit Deinem Betreuer koordiniert hast. Welche Ratschläge hat er Dir gegeben und wie hast Du diese befolgt? Gibt es konkrete Beispiele an denen Du dies darlegen kannst? Es hilft auf jeden Fall, sich einige – ehrliche – Gedanken zu diesen Themen zu machen, sodass man mit dem Betreuer ein konstruktives Gespräch führen kann. Woran hat es gelegen, dass die Bachelorarbeit als mangelhaft bewertet wurde und wieso hat der Betreuer potentiell nicht vorab gewarnt?

Möglichkeiten des Anfechtens der Note für die Bachelorarbeit überprüfen

Wenn Du das Gespräch mit Deinem Betreuer geführt hast und er Dir erklärt hat, warum es nicht für ein Bestehen der Bachelorarbeit gereicht hat, gilt es für Dich, weitere Optionen zu überprüfen. Wenn die Begründung Deines Betreuers nicht auf harte Fakten (falsches Zitieren, Plagiate, weitere Formalien nicht beachtet, etc.) abzielt und Du Dich in der Bewertung unfair behandelt fühlst bzw. die Argumente absolut nicht nachvollziehen kannst, kannst du natürlich die Note Deiner Bachelorarbeit anfechten.

Dazu ist der Prozess je nach Universität und Hochschule unterschiedlich, aber meistens ähnelt er dem Anfechten einer Note aus einer normalen Prüfungsleistung. Erster Ansprechpartner sollte also stets das Prüfungsamt sein. Dort wird Dir die jeweilige Abteilung direkt weiterhelfen. Oftmals musst Du dann Dein konkretes Anliegen in einem Formular vorbringen und somit einfordern, dass ein weiterer Korrektor sich Deine Bachelorarbeit durchsieht. In ganz herben Fällen, kannst Du auch in Erwägung ziehen, einen Rechtsanwalt zu konsultieren, der sich der Materie annehmen kann. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn dies kann sehr teuer werden. Am besten ist es also, zunächst eine zweite Korrektur der Bachelorarbeit einzufordern, wenn man davon überzeugt ist, dass bei der Bewertung etwas falsch gelaufen ist.

Überprüfen, inwiefern Du ein neues Thema anmelden kannst

Wenn du die Begründung Deines Betreuers grundsätzlich nachvollziehen kannst und ein gutes Gespräch mit ihm über die Mängel Deiner Bachelorarbeit führen kannst, gilt es anschließend, möglichst schnell ein neues Thema für die Bachelorarbeit zu finden und anzumelden, um ein zusätzliches Semester an der Universität zu vermeiden. Hier empfiehlt es sich, Deinen Betreuer – sofern Du bei diesem auch Deinen zweiten Versuch absolvieren möchtest – einfach direkt zu fragen: Wo siehst Du meine Stärken? Welches Thema könnte mir aus Deiner Sicht liegen und wie kannst Du mich dabei unterstützen, dass es dieses Mal klappt? Wenn Dich seine Antwort nicht zufrieden stellt, solltest Du Dir einen anderen Betreuer suchen.

Dazu ist es wichtig, sich intensiv mit Kommilitonen auszutauschen. Welche Erfahrungen haben Sie während ihrer Bachelorarbeit gemacht? Wo war die Betreuung gut und die Benotung fair? Indem Du von ihren Erfahrungen profitierst, erhöhst Du natürlich Deine Chancen, dass es mit der Bachelorarbeit im zweiten Versuch dann klappt. Bevor Du die Bachelorarbeit anmeldest, stelle Dir noch zwei ehrliche Fragen: Habe ich in den nächsten Wochen ausreichend Zeit, um mich der Bachelorarbeit zu widmen? Bin ich bereit, hart zu arbeiten, damit die Bachelorarbeit ein Erfolg wird? Wenn Du beide Fragen mit “Ja” beantworten kannst, dann solltest Du die Anmeldung für den zweiten Versuch durchführen.

Bachelorarbeit: “Hilfe, ich habe keine Motivation”

Am Monat Kaffe trinken mit der Freundin, am Dienstag Fußballtraining, am Mittwoch die Mitgliederversammlung der lokalen NGO, am Donnerstag eine Studentenparty, am Freitag ist eine gute Freundin aus Schultagen zu Besuch. Das Studentenleben ist wahrlich nicht von Langeweile geprägt. Ganz im Gegenteil: Täglich gibt es untägliche Möglichkeiten für soziale und sportliche Aktivitäten, das Nachtleben steht auch nicht still. Wie kann man in einem so verlockenden Umfeld die Motivation für das Schreiben der Bachelorarbeit finden?

Eine gute Frage, die sich viele Studierende im Laufe der Bachelorarbeit stellen. Im Angesicht der Tatsache, dass eine Bachelorarbeit einen hohen Arbeitsaufwand erfordert und es viele Phasen gibt, in denen der Fortschritt nicht direkt sichtbar ist, kommt oftmals die Situation, in der es schwer fällt, sich zu motivieren. Wir haben für Euch drei Situationen zusammengestellt, in der keinen Motivation für das Schreiben der Bachelorarbeit vorhanden ist, zusammengestellt. Gleichzeitig präsentieren wir Euch natürlich auch Strategien, wie man in solchen Situationen die Motivation für die Bachelorarbeit wieder finden kann.

“Alle meine Freunde sind schon mit der Bachelorarbeit fertig und feiern jedes Wochenende”

Wenn Du mit der Bachelorarbeit später als Deine Kommilitonen beginnst, dann kommt es naturgemäß später zu der Situation, dass Du auch die Bachelorarbeit später abgibst. Für Deine Kommilitonen war der Abgabetermin schon vor einigen Wochen. Während Du weiterhin die Tage in der Bibliothek verbringst, können Deine Freunde unbeschwert ihr Studium genießen: Die große Studentenparty wird ein großes Event und ist lange geplant, der Cocktail-Abend ist fest eingeplant und das gemeinsame Fußballschauen steht ebenfalls auf dem Programm. Und Du? Bleibst erstmal außen vor, weil Dein Gewissen Dir sagt, dass es besser sei, in solchen Momenten fokussiert zu bleiben und sich auf die Fertigstellung der Bachelorarbeit zu konzentrieren. Schließlich kannst Du nach Abgabe der Bachelorarbeit ja immer noch genug feiern. Aber dennoch: Die Motivation wird in solchen Fällen oft in Mitleidenschaft gezogen. Du sitzt zwar in der Bibliothek, aber deine Produktivität leidet, da Du keine wirklich Motivation spürst. Was kannst Du also tun, um wieder Moviation für die Bachelorarbeit zu finden?

Auch wenn es zunächst schwierig scheint, aber während der Bachelorarbeit ist es unglaublich wichtig, die Balance zwischen sozialen Aktivitäten und Arbeit an der Bachelorarbeit zu finden. Das heisst: Auch wenn Deine Kommilitonen schon die Bachelorarbeit abgegeben haben und einen legitimen Grund zum Feiern haben, solltest Du Dich nicht grundsätzlich von solchen Aktivitäten lossagen. Also: Wenn es einen validen Grund für eine Party oder ein Get-Together gibt, trage Dir dies ruhig vorzeitig in den Kalender ein. So kannst Du Dich auf das Event freuen, bist vorab motiviert besonders viel zu schaffen und hast vor allen Dingen auch danach nicht mehr das super dringende Bedürfnis, bei jedem sozialen Event teilzunehmen. Also: Keine Motivation für die Bachelorarbeit weil Kommilitonen nur feiern? Schließ Dich gelegentlich an (ohne danach einen großen Kater zu haben), um motiviert zu bleiben.

“Was bringt mir die Bachelorarbeit überhaupt? Ich habe schon einen Platz für mein Master-Studium”

Ein sehr wichtiger Punkt, der oftmal dazu führt, keine Motivation für die Bachelorarbeit zu haben ist die “Sinnfrage” im Allgemeinen: Was bringt mir die Bachelorarbeit überhaupt? Ich habe schon einen Studienplatz für das Master-Studium – wozu der Stress? Ich bekomme nur 8 ECTS für die Bachelorarbeit und soll mich deshalb besonders anstrengen? Meine Note wird überhaupt nicht beeinflusst und das Thema interessiert mich überhaupt nicht – warum soll ich eine gute Leistung abrufen? Dies sind sehr schwerwiegende Argumente, die nicht selten dazu führen, dass die Motivation für die Bachelorarbeit zu kurz kommt und das ganze Projekt auf die leichte Schulter genommen wird.

Grundsätzlich mag in vielen der Zweifel ein kleines Fünkchen Wahrheit stecken. Ja, die Bachelorarbeit bringt oftmals nicht viel mehr ECTS als eine Seminararbeit. Ja, die Note wird oftmals nicht mehr stark beeinflusst. Und ja, die Bachelorarbeit hat wahrscheinlich nicht die krassesten Auswirkungen auf Deinen späteren Lebensweg. Aber dennoch hilft in solchen Fällen ein etwas anderer Blickwinkel. Um wieder Motivation für die Bachelorarbeit zu bekommen frage Dich am besten: Welche neuen Optionen habe ich schon generiert, dadurch, dass ich passiv war? Habe ich schonmal neue Personen kennengelernt, ohne sie aktiv angesprochen zu haben? Genau so solltest Du bei der Bachelorarbeit agieren: statt die Nachteile zu sehen, solltest Du in Möglichkeiten (“Opportunities”) denken. Was, wenn ich für meine Bachelorarbeit noch spannende Interviews führen kann und so mein Netzwerk erweitere? Kann ich vielleicht für das Durchführen der Messreihe auch noch mit Forschungsinstituten Kontakt aufnehmen? Es gibt viele Möglichkeiten und viele spannende Perspektiven ergeben sich meist erst, wenn man motiviert und zielstrebig einem Thema nachgeht. Wenn Du Dich vorzeitig dazu entschließt, die Bachelorarbeit nur halbherzig zu bearbeiten, kann auch auf keinen Fall etwas Positives passieren. Im Normalfall erfüllen sich Deine Erwartungen und Du bekommt eine Durchschnittsnote für eine Durchschnittsleistung. Wenn Du hingegen eine gute Leistung abgeliefert hättest: Was wäre passiert? Wären wissenschaftliche Mitarbeiter auf Dich aufmerksam geworden und hätten Dich in der Industrie weiterempfohlen? Oder Du hättest eine Stelle als SHK für das nächste Semester bekommen? Du weisst es nicht. Deshalb: Halte Dir stets die unzähligen Möglichkeiten vor Augen – das sollte Motivation genug für die Bachelorarbeit sein!

“Ich gucke lieber Netflix-Serien als meine Bachelorarbeit zu schreiben”

In Zeiten der ständigen Präsenz von spannenden Inhalten über alle denkbaren Kanäle ist es natürlich schwierig, fokussiert zu bleiben. Für viele Studierende ist insbesondere das erschwingliche Netflix-Abonnement Quell des Übels. Denn für nur wenige Euro pro Monat hat man Zugang zu einer großen Bibliothek an spannenden Filmen und Serien wie House of Cards, Breaking Bad, Orange is the Black oder Narcos. Und wir alle wissen: Das Suchtpotential dieser Serien ist enorm.

Besonders bitter ist es da natürlich, wenn gerade wieder eine neue Staffel der Lieblingsserie verfügbar wird, wenn es gerade in die entscheidende Phase der Bachelorarbeit geht. Was also machen, wenn in dieser Situation keine Motivation mehr für die Bachelorarbeit vorhanden ist? Wie kann man sich trotzdem noch für das Schreiben motivieren, wenn die spannende Serie nur einen Klick entfernt ist.
Auch hier sollte man wieder eine bestimmte Methode zur Motivation anwenden: Die gezielte Belohnung. Setze Dir bestimmte Tagesziele, die Du erreichen möchtest (geschriebene Seiten, gelesene Artikel, durchgeführte und protokollierte Messreihen, Experimente etc) und halte diese schriftlich fest. Wenn Du ein bestimmtes Tagesziel erreicht hast, kannst Du guten Gewissens danach auch eine (oder zwei) Folgen Deiner Lieblingsserie schauen. Wenn Du das Tagesziel nicht erreicht hast, dann verschiebst Du das Schauen auf den nächsten Tag. Auch wenn diese Strategie ein gewisses Level an Selbstdisziplin erfordert, so ist es doch eine geeignete Methode zur Motivation während der Bachelorarbeit und sollte dazu beitragen, dass Du sowohl bei Deiner Lieblingsserie, als auch mit Deiner Bachelorarbeit stetig auf dem Laufenden bleibst.

Bachelorarbeit im Bereich Maschinenbau

Der Maschinenbau hat in Deutschland eine große Tradition. Wenn im Ausland von der “deutschen Industrie” oder auch dem “deutschen Mittelstand” die Rede ist, dann dreht es sich im Verständnis vieler sowohl um die Automobilhersteller und deren Zulieferer, aber insbesondere auch um den klassischen deutschen Maschinenbau. Als Rückgrat vieler verarbeitender und produzierender Industrien ist der Maschinenbau in den 50er und 60er Jahren der Katalysator des deutschen Wirtschaftswunders gewesen. Auch in Zeiten der Industrie 4.0, also im Angesicht einer zunehmenden Vernetzung von Produktionsmaschinen untereinander, haben deutsche Maschinenbauer eine weltweit führende Position inne.

Im Bereich Maschinenbau wird somit auch in den nächsten Jahren die Zukunft und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands maßgeblich mitbestimmt. Für Studierende des Maschinenbaus sind die Perspektiven in Deutschland deshalb breitgefächert und durchaus vielfältig. Natürlich hat sich das gesuchte Fähigkeitenprofil vom reinen Maschinenbauer hin zu einem Allround-Talent entwickelt: Kenntnisse der Elektrotechnik, Automatisierungstechnik (Themen im Bereich Automatisierungstechnik & Automatisierungstechnik) und Informatik werden mittlerweile vorausgesetzt, sind aber auch in den Lehrplänen der Universitäten und Hochschulen ein fester Bestandteil. Wir wollen Euch in diesem Blog-Post vorstellen, welche vielfältigen Arbeitsfelder es im Bereich Maschinebau gibt. Dazu stellen wir Euch drei augewählte Themenvorschläge für eine Bachelorarbeit im Bereich Maschinenbau vor.

Thema Maschinenbau Bachelorarbeit: “Konzeptplanung und Durchführung einer Kostenkalkulation für die Serienproduktion sowie gegebenenfalls Realisierung eines innovativen Fotovoltaikmoduls”

Fotovoltaik war im Mix der erneuerbaren Energien für eine lange Zeit eine sehr beliebte Wahl. In fast jeder Siedlung in den Vororten der Großstädte gab es ein Haus, welches auf der Sonnenseite des Daches eine Fotovoltaik-Anlage anbringen ließ. Dieser “Fotovoltaik-Boom” war natürlich primär dadurch begründet, dass staatliche Subventionen großzügig vorhanden waren. Denn grundsätzlich war Fotovoltaik lange Zeit eine der teuersten Formen der Stromerzeugung – im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien. Dies hat sich jedoch mittlerweile stark geändert: Fotovoltaik ist mittlerweile eine konkurrenzfähige Art der Stromerzeugung – dies hat auch damit zu tun, dass die Anlagenkomponenten in den letzten Jahren start optimiert wurden, und Maschinenbau-Experten die Konzeption der Module so gestalten, dass die gleiche Erzeugungsleistung bei geringeren Kosten ermöglicht wird.

In diesem Kontext gibt es natürlich auch weiterhin – Jahre nach dem wirklichen “Boom” der Fotovoltaik-Anlagen – auf Seiten der Industrie starke Bemühungen, diese Technolgoie voranzutreiben. So können Bachelor-Studierende des Maschinenbaus sich auch in diesem Feld betätigen – und dies bei dem attraktiven Arbeitgeber Porsche Engineering. Porsche Engineering ist ein Ingenieurdienstleister für Automobilhersteller und andere Unternehmen aus der Automobilbranche (Zulieferer etc.). Das Unternehmen, welches natürlich zur Porsche-Unternehmensgruppe gehört, sucht Studierende des Maschinenbaus, um ein Konzept für eine innovative Fotovoltaikanlage zu entwickeln. Dabei sollen die Maschinenbau-Studierenden sowohl in der Konstruktion tätig werden, als auch die Materialauswahl für das Fotovoltaik-Modul mitbestimmen. Im Rahmen der Maschinenbau-Bachelorarbeit bieten sich für die Studierenden also sehr viele Freiräume und Entfaltungsmöglichkeiten. Abschluss der Bachelorarbeit soll dabei potentiell auch die Realisierung eines ersten Prototypen sein. Porsche Engineering bietet dabei den Maschinenbau-Studierenden ein spannendes Umfeld – das Unternehmen ist in gewisserweise die Schnittstelle zwischen Porsche-KnowHow und anderen Branchen und Unternehmen und versucht aktiv, das Engineering-Wissen des Unternehmens verfügbar zu machen. So werden für Kunden aus den verschiedenen Branchen passende Lösungen entwickelt – von der Planung bis hin zur Umsetzung.

Maschinenbau Thema Bachelorarbeit: “Optimierung der Standzeiten von Zerspanungswerkzeugen durch Untersuchung und Optimierung der Parameter im Prozess Werkzeugschleifen”

Während das eingangs besprochene Fotovoltaik-Thema schon in gewisser Art und Weise Schnittstellen mit der Elektrotechnik aufweist, so ist dieses Thema etwas näher am Kern des klassischen Maschinenbaus. Interessanterweise ist aber das Unternehmen, welches das Thema “Optimierung der Standzeiten von Zerspanungswerkzeugen” als Bachelorarbeit ausschreibt, ebenfalls im Bereich Stromerzeugung tätig und wirbt mit dem Slogan “The power behind power”. Die Reinhausen Gruppe ( Maschinenfabrik Reinhausen GmbH ) produziert intelligente Transformatoren, Hightech-Isoliermaterialen für den Hochspannungs-Einsatz ebenso wie Steuerungsanlagen für Netzspannungs- und Stromqualität. Dennoch ist das Thema für die Bachelorarbeit sehr stark im Bereich Maschinenbau verankert.

Im Zentrum der Maschinenbau-Bachelorarbeit soll die Untersuchung und Optimierung der Parameter im Prozess Werkzeugschleifen stehen. Dazu sollen die Bachelor-Studierenden zunächst relevante Parameter (Geometrie, Schleifmedien/Bindungen etc.) identifizieren und anschließend analysieren. Die Analyse soll sich primär aus einer Konzeption (DoE = design of experiments) und Durchführung von Versuchsreihen zusammensetzen. Die Studierenden des Maschinebaus sollen dabei direkt unter die Lupe nehmen, welche Ursache- und Wirkungszusammenhänge zwischen der Standzeit von Zerspanungswerkzeugen und dem Materialgefüge bestehen. Darauf aufbauend soll dann – im letzten Schritt der Bachelorarbeit – ein generisches Modell für die Ermittlung idealer Material- und Prozessparameter im Schleifprozess erstellt werden. Maschinenbau-Studierende haben also während dieser praxisnahen Bachelorarbeit in der Maschinenfabrik Reinhausen die Möglichkeit, einen Optimierungsprozess direkt vom Anfang bis zu Ende zu begleiten.

Bachelorarbeit Maschinenbau Thema: “Machbarkeitsstudie von verschiedenen Verfahren zur Entnahme von Stahlproben aus dem laufenden Prozess einer kontinuierlich betriebenen Bandanlage”

Ein dritten Einsatzgebiet für Studierende des Maschinenbaus, die sich ebenfalls sehr für Werkstoffe im Produktionsprozess interessieren, bietet der Stahlbau. Führend in diesem Bereich ist das deutsche Unternehmen ThyssenKrupp, welches natürlich schon seit Jahrzehnten in diesem Bereich aktiv ist und in der Öffentlichkeit großflächig mit dem Stahlbau assoziiert wird. ThyssenKrupp Rasselstein ist dabei das einzige Unternehmen in Deutschland, welches  Weißblech herstellt. Das Unternehmen produziert dabei Verpackungsstahl, also verzinntes oder spezialverchromtes Feinstblech für unterschiedlichste Verpackungslösungen, wie z. B. Lebensmitteldosen oder Aerosolverpackungen.

In der ausgeschriebenen Bachelorarbeit können sich Maschinenbau-Studierende mit einer Machbarkeitsstudie von verschiedenen Verfahren zur Entnahme von Stahlproben aus dem laufenden Prozess einer kontinuierlich betriebenen Bandanlage beschäftigen. Die Maschinenbau-Studierenden sollen dabei möglicht anwendungsorientiert arbeiten. Die Studierenden sollen definieren, welche Anforderungen an die Entnahme zu richten sind, um im direkten Gespräch mit Unternehmen, die Lösungen für diese Thematiken entwickeln, konkrete Entwicklungsgespräche durchzuführen. Den großen Verantwortungsbereich, den Studierende des Maschinenbaus in dieser Bachelorarbeit haben, drückt auch die Tatsache aus, dass die Bachelorarbeit gleichzeitig eine Handlungsempfehlung enthalten soll: Welches Verfahren ist das beste für ThyssenKrupp Rasselstein? Maschinenbau-Studierende können ihr Wissen aus dem Studium hier direkt anwenden und wichtige Praxiserfahrung zu sammeln.
Viele weitere spannende Themen aus dem Bereich Maschinenbau gibt es natürlich auf www.die-bachelorarbeit.de.

Noten & Co.: Über falsche Selektoren im Recruiting

Im Studentenrecruiting bieten sich Unternehmen vielfältige Möglichkeiten. Praktika, Abschlussarbeiten, Werkstudententätigkeiten. Dabei erhalten gerade größere Unternehmen für Praktika oft eine Flut von Bewerbungen. Dies wirft die Frage aus: Wie können die Personalabteilungen aus so vielen Bewerbungen eigentlich den richtigen Kandidaten herausfiltern? Im Umkehrschluss stellen sich die Bewerber die Frage: Wann habe ich eigentlich realistische Chancen bei meiner Bewerbung?

Fokus: Uni und Noten

Gibt es viele Bewerber, zählen zwangsläufig bei der Durchsicht der Dokumente zunächst einmal die Kriterien, bei denen klar gefiltert werden kann. An welcher Universität oder Hochschule hat der Bewerber studiert? Welche Abschlussnote hat er erzielt?  Wie viele und welche relevanten Praktika wurden schon absolviert? Während dies eine praktikable Methode zur ersten Auswahl zu sein scheint, so fallen doch hier bereits viele spannende Kandidaten durch’s Sieb. Denn: Noten und Universitätsname sind stets nur Proxy-Variablen für die akademische und persönliche Eignung der Bewerber für die ausgeschriebene Stelle. Während ein solches Vorgehen also den Personalabteilungen beachtlich Zeit und Mühen spart, wird dennoch eine fatale Abkürzung genommen – denn die wirkliche Bewerbungsmotivation kann kaum identifiziert werden. Warum bewirbt sich der Studierende gerade hier?

Neben den Noten viel wichtiger: „What’s your why“

Während des persönlichen Bewerbungsgespräch wird dann – oft schon routinemäßig – gefragt, warum der Bewerber sich denn gerade bei diesem Unternehmen beworben hat. Als Antwort werden dann – oft ebenfalls routinemäßig – stets anwendbare Floskeln aufgesagt. Die wirkliche Motivation für die Bewerbung kann auch hier nur durch kritisches Nachfragen ausgemacht werden. Die Bewerbungsmotivation ist aber tatsächlich einer der besten Indikatoren dafür, ob der Studierende auch für eine Festanstellung offen ist und somit dafür, ob sich der Recruitingaufwand und die Einarbeitungszeit seitens des Unternehmens lohnt.

Denn kein Unternehmen möchte in einen Studierenden investieren, wenn dieser für eine Festanstellung kaum in Frage kommt. Dies wird insbesondere relevant, je später sich der Studierende im Studium befindet. Schreibt dieser beispielsweise gerade seine Bachelor- oder Masterarbeit, so achtet das Unternehmen naturgemäß darauf, dass der Studierende auch potentiell übernommen werden könnte. Ist dieser also hinreichend motiviert, interessiert sich insbesondere für die Themen, an denen das Unternehmen gerade forscht, so sind die besten Voraussetzungen gegeben, damit die Kooperation auch über die Abschlussarbeit hinaus geht.

Ungenutztes Potential: Forschungsthemen als Chance begreifen

Personaler in den Unternehmen sind sich der Schwächen ihrer Auswahlmechanismen bekannt. Man setzt viel daran, den Kandidaten schon in einem möglichst frühen Stadium persönlich kennenzulernen und auch in einem informellen Kontext auf seine Eignung zu überprüfen, zumal Soft Skills schwierig über den Lebenslauf kommunizierbar sind. Ein weiterer Ansatz, den best-practice Unternehmen bereits vermehrt anwenden, ermöglicht es Unternehmen aber auch, schon in einem Schritt früher die Motivation der Bewerber gezielt zu überprüfen. Und wie? Indem die Forschungsthemen der Unternehmen gezielt als Marketing-Instrument begriffen werden, um hochqualifizierte Studierende anzulocken.

Studierende interessieren sich besonders für Themen – kennen aber stets nur eine kleine Zahl an Unternehmen direkt. Wenn das Unternehmen die Themen der Tätigkeit bei den Ausschreibungen in den Vordergrund stellt, wird so bereits ein erster Filter angesetzt: Es bewerben sich nur die Studierenden, die sich wirklich für das Thema interessieren und bei denen im Anschluss die Wahrscheinlichkeit deutlich höher ist, dass sie auch im Unternehmen verbleiben. Dieses spezielle Marketing-Instrument kann man zunächst sehr selektiv einsetzen, beispielsweise bei der Ausschreibung für eine Bachelor- oder Masterarbeit. Statt einen „Masterand“ oder „Bachelorand“ für ein Themenfeld zu suchen und somit gleichsam mit allen Unternehmen verglichen zu werden, die ebenfalls auf der Suche nach einem „Masterand“ oder „Bachelorand“ sind, kann ganz einfach das Thema in den Vordergrund gerückt werden. Somit konkurriert man in einem ersten Schritt primär mit den Themen anderer Unternehmen, statt über klassische Employer Branding Variablen wie Unternehmensname, Ort und Marketingbudget.
Und das Gute: Auch, bzw. gerade mittelständische Unternehmen können über Themen einfacher hochqualifizierte Studierende ansprechen. Denn ihre Themen sind höchstgradig wettbewerbsfähig, während ihr Marketingbudget natürlich nicht mit dem der großen Unternehmen zu vergleichen ist. Somit eröffnet sich ein ganz neuer Recruitingkanal, der für bestimmte Stellen gezielt und überregional hochqualifizierte Studierende anspricht. Als Ergänzung der klassischen Recruiting-Möglichkeiten sicherlich einen Versuch wert.